Viele verschiedene Faktoren spielen für unser Wohlbefinden eine Rolle. Einen großen Einfluss haben Krankheiten, die mit körperlichen Einschränkungen und Schmerzen einhergehen. Sie machen uns das Leben äußerst schwer. Auch ein hoher Stresspegel und nicht ausgewogene Ernährung verhindern, dass wir uns rundum wohlfühlen. Sie führen zu Unzufriedenheit, wobei den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, worauf sie sich begründet. Achtsamkeit in vielen Bereichen ist wichtig, um ein hohes Level an Wohlbefinden zu erreichen.

Einfluss ausgewogener Ernährung auf das Wohlbefinden

Jede psychische Belastung und Stresssituation trübt die Stimmung – von Wohlbefinden kann dann keine Rede mehr sein. Dabei werden vermehrt freie Radikale produziert, Antioxidantien können diese neutralisieren. Fehlen sie jedoch, steigt der oxidative Stresspegel an. Er kann sowohl chronische Entzündungen als auch zahlreiche weitere körperliche sowie psychische Symptome auslösen. Dazu gehören:

  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Müdigkeit
  • schlechte Stimmungslage​

Es gibt einige Studien, die sich mit dem Einfluss der Ernährung auf die Psyche beschäftigen. Der Grundgedanke ist, dass gewisse Nahrungsbestandteile, die sogenannten Antioxidantien, erwiesenermaßen gegen oxidativen Stress vorgehen können. Daraus lässt sich folgern, dass sich eine Ernährung, bestehend aus zahlreichen antioxidativ wirkenden Lebensmitteln, gleichfalls positiv auf unsere Stimmung und infolgedessen unser Wohlbefinden auswirken. Hierzu gibt es eine interessante Untersuchung von Dr. Tamlin Conner und seinen Mitarbeiterin von der Universität Otago in Neuseeland.

Überprüft wurden die Ernährungsgewohnheiten von 171 Erwachsenen in der Altersklasse von 18 bis 25 Jahren. Sie konsumierten ausnahmslos nur wenig Obst und Gemüse. Die Forscher teilten die Probanden in drei Gruppen ein:

  1. bisherige Essgewohnheiten blieben beibehalten
  2. Verzehrgutscheine für Obst und Gemüse wurden vergeben, regelmäßige E-Mails erinnerten daran, sie in den Speiseplan zu integrieren
  3. neben den üblichen Mahlzeiten standen zweimal täglich verschiedene Obst- und Gemüsesorten, darunter Äpfel, Karotten, Kiwi sowie Orangen zum Verzehr bereit

Bei Gruppe 1 und 2 gab es nach einer zweiwöchigen Studiendauer keinerlei Veränderung. Jedoch bei der dritten Gruppe: Die Studienteilnehmer wiesen in kürzester Zeit eine erhöhte Motivation auf, gleichzeitig verbesserten sich die Stimmung und die Vitalität. Die betreffenden Probanden verzehrten tatsächlich innerhalb der zwei Wochen am meisten Obst und Gemüse.

Einsatz von Bitterstoffen in naturkundlichen Heilkünsten

In der indischen Heilkunst Ayurveda sowie der traditionellen chinesischen Medizin setzt man mitunter auf Bitterstoffe. Bei beiden steht im Hintergrund, nicht einzelne, körperliche Symptome, sondern den Mensch als Ganzes zu betrachten. Zielsetzung ist, Körper, Geist und Seele in harmonischen Einklang zu bringen. Die Mehrzahl der Wissenschaftler sieht den Darm als Basis unserer Gesundheit an. Zum einen spaltet er Nahrungsbestandteile auf, zum anderen macht er sie
für den Körper verfügbar – hierfür benötigt er nährstoffreichen „Sprit“. Bitterstoffe können wohltuend auf unsere Verdauung und unser inneres Kraftwerk wirken.

Es gibt verschiedene natürliche Bitterstoffe, sie stecken insbesondere in grünen Gemüsesorten, Kräutern sowie Gewürzen, darunter:​

  • Artischocke
  • Aubergine
  • Brennnessel
  • Estragon
  • Giersch
  • Ingwer
  • Kurkuma
  • Löwenzahn
  • Mangold
  • Olive
  • Senfkörner
  • Spinat
  • Thymian
  • Zimt

Die Wirkung der Bitterstoffe ist je nach Art der chemischen Verbindung unterschiedlich. Im Allgemeinen regen sie unter anderem die Sekretion der Verdauungssäfte an und erleichtern somit die Verdauung. Darüber hinaus können sie die Lust auf süße Speisen vertreiben und gleichzeitig appetitanregend wirken. Eine ausgewogene, ganzheitliche Ernährung ist ein bedeutender Grundpfeiler für angenehmes Wohlbefinden. Es ist nicht ganz einfach, allein aus den
Nahrungsmitteln den körperlichen Bedarf an Bitterstoffen zu decken. Der Einfachheit halber empfehlen sich Produkte, die sie in konzentrierter Form enthalten. Beispielsweise stehen sie in Form von Tropfen im Angebot, hergestellt aus zahlreichen verschiedenen Kräutern mit wertvollen Bitterstoffen sowie ätherischen Ölen.

Stress abbauen – so geht es!

Es gibt nur wenige Menschen, die in ihrem täglichen Leben keinem Stress ausgesetzt sind. Der Umgang mit ihm und dessen Bewältigung stellen eine Herausforderung dar. Sie zu meistern ist jedoch wichtig für das eigene Wohlbefinden und die Vermeidung negativer Folgen. Bei Personen, die von chronischem Stress betroffen sind, befindet sich der Organismus in ständiger Alarmbereitschaft und unter hoher Anspannung. Negative Auswirkungen auf den Hormonhaushalt sind langfristig die Folge, sie begünstigen verschiedene Erkrankungen.

Steht man unter Dauerstress, kann eine stressbedingte Stoffwechselentgleisung entstehen. In diesem Fall baut der Organismus verstärkt körpereigene, lebenswichtige Substanzen ab, um dem erhöhten Energiebedarf nachzukommen. Im gleichen Atemzug baut er diesen Verbrauch nur noch unzureichend auf, wodurch er ins Ungleichgewicht gerät – chronische Erkrankungen sind oftmals das Resultat. Somit beeinträchtigt Stress das Wohlbefinden, physisch und psychisch.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Stress abzubauen. Für einige von ihnen ist nicht einmal viel Zeit erforderlich:

  • kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen oder ein paar Tropfen hinter die Ohren tupfen
  • ausreichend schlafen
  • warmes, wohltuendes Kräuterbad
  • Muskelentspannungseinheiten, wobei einzelne Muskeln zwischen fünf und zehn Sekunden
  • angespannt und 30 bis 45 Sekunden entspannt werden
  • Stressbewältigung erfordert starke Nerven, eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung
  • und ausreichend Flüssigkeit tragen dazu bei
  • Spaziergänge in schöner Naturlandschaft nach Feierabend oder am Wochenende​
  • auf sportliche Bewegung achten, bestenfalls täglich etwa eine halbe Stunde, beispielsweise in Form von Jogging, Walken, Radfahren, Fitness oder Gymnastik

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Achtsamkeit auf sich selbst ist angesagt, um ein gutes Wohlbefinden zu erreichen bzw. nicht zu gefährden. Bereits durch kleine Veränderungen im Alltagsleben lässt sich einiges verbessern. Viele Menschen fühlen sich in ihren eigenen vier Wänden unwohl, weil Zeit und Interesse fehlen, sie in Ordnung zu halten.

Springen sie über ihren eigenen Schatten, profitieren sie gleich zweifach: Zum einen erfreuen sie sich an einem frisch bezogenen Bett, aufgeräumten Zimmern und sauberen Fenstern. Zum anderen können Putzen sowie Ordnung schaffen das Gefühl von Wohlbefinden, Ruhe und Gemütlichkeit auslösen.

Zahlreiche Berufstätige sehnen sich nach Feierabend nur nach ihrem Zuhause. Dort angekommen wird vielleicht noch schnell eine Kleinigkeit gegessen, danach entspannt man sich vor dem Fernseher auf der Couch. Dieses Szenario sorgt zwar auch für Erholung und Stressabbau, jedoch sollte man sich ab und an ein paar schöne Stunden mit einem geliebten Menschen, sei es der Partner oder beste Freund, gönnen, denn auch Freundschaften sind für die Gesundheit wichtig. Es ist ein einfacher Weg, um sich richtig gut zu fühlen. Gemeinsam Ausgehen, ein romantisches Dinner zu Hause oder ein besonderer Ausflug heben das Wohlbefinden garantiert an.

Autor: Joanna Hoesch
Datum: 31.08.2022

Bildquellen:

  • Pixabay.com © Freiheitsjunkie (CCO Public Domain)
  • Pixabay.com © Domokus (CCO Public Domain)
  • Pixabay.com © silviarita (CCO Public Domain)

Quellen und weiterführende Links:

  • Laetitia. Bitterstoffe – die unterschätzten Verdauungshelfer
  • Focus online. in gute Kontakte investieren. Freundschaften sind für Gesundheit und Wohlbefinden offenbar wichtiger als Familie. 11.06.2017

Suche