Studien zum gesundheitlichen Nutzen der Äpfel überzeugen

STARKE ANTIOXIDATIVE AKTIVITÄT IM APFEL NACHGEWIESEN

Verschiedene epidemiologische Studien bringen Äpfel mit vielen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung. Es ergaben sich Hinweise darauf, dass der Verzehr von Äpfeln das Risiko für die Entstehung von Krebs, Asthma, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen verringert.

Im Focus der Studien stehen neben den enthaltenen Vitaminen und Ballaststoffen besonders Substanzen aus der Familie der sekundären Pflanzenstoffe. Die gesundheitsfördernden bioaktiven Substanzen in Äpfeln stammen vorwiegend aus der Gattung der Phenole, besonders aus der Gruppe der Flavonoide.

Bioaktive Substanzen besitzen starke antioxidative Aktivität. Einige von ihnen können nicht nur das Wachstum von Krebszellen beeinflussen, sondern auch den Cholesterinspiegel und die Lipidoxidation. Die Lipidoxidation ist ein üblicher Stoffwechselprozess im Körper, bei dem sogenannte Freie Radikale entstehen, die die Zellen schädigen können. In unterschiedlicher Menge kommen Phenole auch in verschiedenen anderen Obst- und Gemüsesorten vor.

ZIVILISATIONSKRANKHEITEN DURCH MANGEL AN BIOAKTIVEN SUBSTANZEN

Nicht nur der Alterungsprozess, sondern auch viele Zivilisationskrankheiten bringen Forscher mittlerweile mit einem Mangel an bioaktiven Substanzen in Verbindung. Oft wird eine obst-und gemüsearme Ernährung als Ursache ausgemacht. Experten nehmen an, dass neben vielen Krebsarten auch Herz-Kreislauferkrankungen auf oxidativen Stress zurückzuführen sind, der größere Biomoleküle wie DNA, Lipide und Proteine schädigen kann. Nach Schätzungen treten bei einem Menschen täglich etwa 10.000 oxidative Angriffe auf die DNA pro Zelle auf.

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International schätzen Forscher, dass ein Lebensstil mit gesunder Ernährung ungefähr ein Drittel aller Krebserkrankungen verhindern könnte.

Wirkstoffe werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst

VITAMINE, FLAVONOIDE, CAROTINOIDE & CO.

Zu den gesundheitlich wertvollen Wirkstoffen im Apfel zählen neben den sekundären Pflanzenstoffen auch Vitamine und Ballaststoffe. Ihre Wirkung ist abhängig von verschiedenen Faktoren.

Nicht zuletzt hängt die phytochemische Zusammensetzung nicht nur stark von der Apfelsorte ab, sondern auch von der Reifung und dem Grad der Verarbeitung. Die Lagerung hat auf die sekundären Pflanzenstoffe kaum einen Einfluss.

Äpfel senken Risiko für Darmerkrankungen

STUDIEN ZU DARMKREBS UND DARMERKRANKUNGEN

Seit mehr als 15 Jahren werden in einem Netzwerkprojekt der Forschungsanstalt Geisenheim die Wechselwirkungen von Apfelinhaltsstoffen mit Darmerkrankungen erforscht. Im Focus stehen die Einflüsse der sekundären Pflanzenstoffe auf die Entstehung von Tumoren und Entzündungsprozesse im Darm.

Die Forscher stellten fest, dass Apfelsaft und verschiedene Inhaltsstoffe daraus Entzündungen unterdrücken und krebsfördernden Veränderungen entgegen wirken. Den Ergebnissen nach kann der regelmäßige Verzehr von Äpfeln und besonders von naturtrübem Apfelsaft das Risiko für entzündliche Darmerkrankungen und Darmkrebs senken.

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