Aluminium – Gefahr für die Gesundheit | Diagnose & Ausleitung

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Aluminium – Gefahr für die Gesundheit | Diagnose & Ausleitung

Aluminium lauert in vielen Quellen

ANGEREICHERTES ALUMINIUM BIRGT HOHES GEFÄHRDUNGSPOTENZIAL

Regelmäßig nehmen wir Aluminium nicht nur über das Trinkwasser auf, auch viele Lebensmittel, Kosmetika und Haushaltsgegenstände gelten als Aufnahmequellen für das Leichtmetall. Wird es im Körper angereichert, kann das Leichtmetall gesundheitliche Auswirkungen auf Nervensystem, Organe, Fruchtbarkeit und Knochenentwicklung zeigen. Es gelangt sowohl über die aufgenommene Nahrung, als auch über die Haut in den Organismus. Häufig wird Aluminium zusammen mit Schwermetallen wie Quecksilber, Blei und Cadmium nachgewiesen.

In die Umwelt gelangt es durch Industrie oder Oxidation von Aluminiumbauteilen.

ALUMINIUM IST NATÜRLICH IN TRINKWASSER UND LEBENSMITTELN

Als dritthäufigstes Element der Erde ist das Leichtmetall Aluminium natürlich in Trinkwasser und unbehandelten Lebensmitteln, wie Fleisch, Obst und Gemüse enthalten. Höhere Gehalte können Teeblätter, Kakao, Backwaren, Gewürze und verschiedene Gemüsesorten beinhalten. Auch in einigen Apfelsäften, die in unlackierten Aluminiumtanks nach der Herstellung lagerten wurden extrem hohe Werte  gemessen. Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegt der typische Aluminiumgehalt von unbehandelten Lebensmitteln unter 5 Milligramm pro Kilogramm.

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ENTGIFTUNGSSYMSYTEME BEI EINIGEN MENSCHEN ÜBERFORDERT

Wissenschaftler fanden bislang viele Hinweise darauf, dass bei einem Teil der Bevölkerung die übliche Aufnahmemenge von Aluminium überschritten ist, weil dauerhaft zu viel aus verschiedenen Quellen aufgenommen wird.

Mit einer mäßigen Aufnahmemenge werden die körpereigenen Entgiftungssysteme von gesunden Menschen ohne Probleme fertig. Man geht davon aus, dass die gesamte Aluminiummenge im menschlichen Körper zwischen 150-295 mg ausmacht. Ein Großteil verlässt den Körper in der Regel über die Nieren wieder – ohne Folgen für die Gesundheit. Aber Aluminiumreste, die im Körper verbleiben, reichern sich mit dem Alter im Gehirn, in der Lunge und im Skelett an. Eine chronische Überbelastung mit dem giftigen Leichtmetall ist die Folge. Sie kann zu Erkrankungen, embryonalen Schädigungen und zur Unfruchtbarkeit führen.

Wie gut der Körper mit einer Metallbelastung zurecht kommt,  ist individuell unterschiedlich und hängt nicht zuletzt von den verfügbaren Nährstoffdepots ab. Bei ausreichender Nährstoffversorgung haben Metalle es schwerer, sich im Körper festzusetzen. Die Belastung hängt nicht nur von der Dosis ab, sondern auch davon, wie lange man den belastenden Metallen ausgesetzt war und auf welchem Weg sie in den Körper gelangt sind.

Menschen mit Nierenerkrankungen sind besonders gefährdet. Wenn die Nieren nicht mehr fähig sind, solche Schadstoffe auszuleiten, reichern sie sich im Körper an.

ALUMINIUM KANN AUS VERPACKUNGEN IN DEN KÖRPER WANDERN

Während viele Aluminiumverbindungen bei neutralem PH-Wert unlöslich sind, erhöht sich bei saurem oder basischem PH-Wert ihre Löslichkeit. Das bedeutet, das Aluminiumverbindungen noch zusätzlich zu den natürlichen Gehalten aus Lebensmitteln über unbeschichtete Aluverpackungen in den Körper gelangen, wenn diese mit sauren und salzhaltigen Speisen, Getränken, Kosmetika, Zahnpasta und anderen derartigen Produkte in Kontakt geraten.

Ein Übergang ist ebenso möglich, wenn Geschirr oder Kochgeschirr aus Aluminium oder Alufolie mit sauren, salzigen oder basischen Lebensmitteln in Kontakt kommt. Auch mariniertes Grillgut enthält Salz und Säure und kann deshalb in Verbindung mit der Aluschale beim Grillen gefährlich reagieren. Saure oder salzige Lebensmittel sind z.B. Tomaten, Rharbarber, Früchte, Sauerkraut, Essig, Kaffee oder Zitronensaft. Zu den basischen Lebensmitteln zählen z.B. Kartoffeln, Rote Beete oder Zwiebeln.

Die gleichzeitige Aufnahme von Citrat aus Zitronensäure oder Ascorbat fördert die Aufnahmefähigkeit außerdem.

UNBESCHICHTETE ALUMINIUMSCHALEN NICHT FÜR SALZIGE UND SAURE SPEISEN 

In unbeschichteten Aluminium-Menüschalen zur Warmhaltung wies der Bund für Risikobewertung (BfR) in Apfelmus, Sauerkrautsaft und passierten Tomaten hohe Aluminiumgehalte nach, die in die Lebensmittel übergangen waren und besonders Risikogruppen wie Kinder und Senioren bei regelmäßiger Verwendung gefährden könnten. Alle Proben überschritten nach der Warmhaltephase den Freisetzungswert des Europarates für Aluminium von 5 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel erheblich. Anlass für die Untersuchung war, dass unbeschichtete Aluminiumschalen oft für Menüs in Kindergärten, Schulen, Betrieben, Seniorenheimen und bei Außer-Haus-Verpflegung eingesetzt werden. Auch viele Fertiggerichte in Supermärkten sind häufig in unbeschichteten Aluminiumverpackungen abgefüllt.

Ein unabhängiges Institut wies kritisch darauf hin, dass unbeschichtete Aluminiumschalen nicht zur Zubereitung oder Aufbewahrung von sauren und salzigen Lebensmitteln geeignet seien und stellte die Testergebnisse des BfR als realitätsfern in Frage. Für diesen Test hätte der BfR nach Auffassung des Institutes andere Lebensmittel und beschichtete Aluminiumschalen verwenden müssen.

TOLERIERBARE MENGE OFT ÜBERSCHRITTEN

Der Bund für Risikobewertung (BfR) geht davon aus, dass die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge von 1 Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht, bei der lebenslang wahrscheinlich keine gesundheitlichen Folgen zu erwarten sind, bei vielen Menschen bereits überschritten ist. Demnach sind täglich 8,6 Milligramm für einen Erwachsenen mit 60 Kilogramm Körpergewicht unbedenklich.

Experten gehen aber davon aus, dass diese Menge bei den meisten Menschen schon durch die Aufnahme von Lebensmitteln vollständig ausgeschöpft ist. Nach Schätzungen der EFSA von 2008 nimmt ein Erwachsener mit 60 kg Körpergewicht täglich etwa 1,7 bis 13 Milligramm Aluminium auf.

Man nimmt an, dass der langfristige Gebrauch von aluminiumhaltigem Haushaltsgeschirr und verschiedenen aluminiumhaltigen Körperpflegemitteln demnach voraussichtlich zu einer chronischen Überbelastung mit Aluminium führt.

ALUMINIUMHALTIGES DEO ALLEIN ÜBERSTEIGT FESTGELEGTE HÖCHSTGRENZE

Nach Bewertung des BfR führt allein eine dauerhafte tägliche Anwendung von Antitranspirantien, die Aluminium enthalten, auf gesunder Haut zur Ausschöpfung der gesundheitlich vertretbaren Aufnahmemenge und übersteigt sie noch. Geschädigte Haut hingegen nimmt noch vielfach höhere Mengen an Aluminium auf.

Lebensmittelzusatzstoffe Aluminium und Aluminiumverbidungen E-Nummern

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Lebensmittelzusatzstoffe mit Aluminium

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ALUMINIUMQUELLEN

  • Trinkwasser
  • Lebensmittel
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • Kochgeschirr
  • Industrieemissionen, z.B. Aluminium, Papier-, Textil- Glas-, Porzellanindustrie
  • Impfungen
  • Haushaltsgegenstände
  • Verpackungen und Aufbewahrungsmittel wie Tetrapacks, Dosen, Tuben, Alufolien
  • Aluminiumhaltige Körperpflegeprodukte wie Deodorant, Zahnpasten, Sonnencremes
  • Farben
  • Dekorative Kosmetika wie Lippenstifte, Lidschatten
  • Medikamente gegen Magenübersäuerung (Antazida)
  • Verschiedenen Medikamente zur Hyposensibilisierung
  • Durchfallmedikamente (Kaolin, Attapulgite, Bolus)
  • verschiedene Lipidsenker (Aluminiumclofibrat)
  • Laugenbrezel

Risiken chronischer Belastung mit Aluminium

ALZHEIMER UND BRUSTKREBS DURCH DEO VERMUTET

Die Sicherheit von aluminiumhaltigen Deodorants wird immer wieder angezweifelt, wenn es um die Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer geht. Grund dafür sind Berichte, nach denen man bei Alzheimer-Patienten erhöhte Aluminiumkonzentrationen in den betroffenen Hirnregionen fand. Aluminiumhaltige Schweißhemmer werden als Deoroller, Deopray, Deostick oder Deocreme angeboten. Bei allen Varianten sorgen Aluminiumsalze dafür, das sich die Haut zusammenzieht und eine gewisse Zeit lang die Schweißkanäle verschlossen werden. Geschätzt wird, dass Verwender täglich etwa 10 mg über aluminiumhaltige Deodorants aufnehmen.

Zwar ist bislang noch kein kausaler Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und der erhöhten Aufnahme durch aluminiumhaltiges Deodorant gefunden worden, doch nach Angaben des BfR besteht besonders Forschungsbedarf, wenn es um die Ermittlung der tatsächlichen Menge von Aluminium geht, die über die Haut aufgenommen wird. Außerdem fehlen bislang noch Daten zur Langzeitauswirkung, die notwendig sind, um eine abschließende gesundheitliche Risikobewertung zu aluminiumhaltigen Pflegeprodukten und Kosmetika vorzunehmen.

SCHÄDIGUNGSPOTENTIAL FÜR KNOCHEN, NERVEN UND EMBRYOS ERWIESEN 

Dass hohe Dosen von Aluminium für den Menschen giftig sind und Schäden im Nervensystem hervorrufen, wurde wissenschaftlich erwiesen. Beim Menschen wirkt das Nervengift speziell auf Nervenzellen und Nervengewebe ein und stört die Mebranproteine und die Wechselwirkungen in Ionenkanälen.

Untersuchungen ergaben, dass Aluminium die Blut-Hirnschranke überwinden kann. Vermutet wird, dass Aluminium sowohl in Verbindung mit Citrat, dem Salz der Zitronensäure, als auch in Verbindung mit Transferrin, einem Transportprotein für Eisen ins Gehirn gelangt.

Hohe Dosen Aluminium stören den Haushalt von Kalzium und Phosphat und wirken sich nachteilig auf die Knochengesundheit aus.

Im Tierversuch schädigten schon geringe Dosen der Substanz die Fruchtbarkeit und die Entwicklung des Nervensystems von Föten.

Verbraucherinformationen zum Umgang mit Aluminium

BFR RÄT VERBRAUCHERN ZUR SENKUNG DER ALUMINIUMAUFNAHME

  • Aluminiumhaltige Pflegeprodukte und Kosmetika nicht auf verletzter Haut anwenden
  • Aluminiumhaltige Antitranspirationsmittel gegen aluminiumfreie Produkte austauschen
  • Keine unbeschichtete Alufolie für salzige oder saure Lebensmittel zur Aufbewahrung oder zum Erhitzen nutzen
  • Keine unbeschichteten Verpackungen oder Menüschalen aus Aluminium für saure oder salzige Speisen oder Getränke verwenden
  • Kein mariniertes Grillgut in Aluschalen garen
  • Joghurtbecherdeckel aus unbeschichtetem Aluminium nicht ablecken
  • Aluminiumhaltiges Kochgeschirr/Campinggeschirr vermeiden
  • Espressokannen aus Aluminium mit der Hand spülen und nicht in den Geschirrspüler geben

Symptome und mögliche Folgen bei Aluminiumbelastungen

AUCH UNSPEZIFISCHE SYMPTOME MÖGLICH

  • Müdigkeit
  • Sprachstörungen
  • Gedächtnisstörungen
  • Antriebslosigkeit
  • Aggressivität
  • Verhaltensstörungen
  • Hyperaktivität
  • Atemwegsprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Eisenmangel
  • Hauterkrankungen
  • Erschöpfung
  • Blutarmut (Anämie)
  • Muskelschmerzen
  • Osteoporose
  • Nierenentzündungen
  • Leberentzündungen

Diagnose und Nachweis von Aluminium im Körper

OFT HAARANALYSE BEI CHRONISCHER ALUMINIUMBELASTUNG 

Belastungen mit Aluminium können auf verschiedene Weise durch Laborergebnisse abgeklärt werden. Je nach dem, ob es sich um eine Aluminiumvergiftung oder um eine chronische oder akute Aluminiumbelastung handelt, setzt man eine Blutanalyse, Haaranalyse oder Urinanalyse ein. Für Vergiftungen nutzt man einen DFO-Test.

Aluminiumvergiftung

Zum Nachweis von Aluminiumvergiftungen nutzt man in Kliniken den DFO-Test, bei dem der Komplexbildner Deferoxamin zum Einsatz kommt. Werte von mehr als < 150 µg/l im Blutserum weisen auf eine Aluminiumvergiftung hin.

Blutanalyse

Die Blutanalyse ist zum Nachweis geeignet, wenn eine akute Belastung mit Aluminium vorliegt, da das Metall nur etwa 30 Minuten im Blut nachzuweisen ist,  bevor es in Geweben zur Einlagerung kommt. Der Referenzbereich für Aluminium beträgt im Serum <5 µg/l. Durch das hohe Kontaminationsrisiko können sich leicht nicht stimmige, zu hohe Werte ergeben. Eine Blutanalyse liefert ansonsten nur durch zu niedrige Blutparameter wie Selen, Zink, Eisen, Phosphor und Ferretin Hinweise auf eine mögliche Aluminiumbelastung.

Haaranlayse

Bei chronischer hoher Aluminiumbelastung ist eine Haaranalyse zum Nachweis möglich. Sie zeigt Ergebnisse, wenn über einen längeren Zeitraum eine vermehrte Anreicherung von Aluminium stattgefunden hat. Dann ist ein Anstieg der Aluminiumkonzentration in Haaren möglich und dort auch nachweisbar.

Urinanalyse

Aluminium wird über die Nieren ausgeschieden und ist im Urin nachzuweisen. Das Zeitfenster der Nachweisbarkeit beträgt nur wenige Stunden zwischen Aufnahme, bzw. Freisetzung im Körper und dem Ausscheiden. Eine Urinanalyse wird angewendet, wenn eine akute Aluminiumbelastung nachzuweisen ist oder als Kontrolle bei Therapien zur Ausscheidung. Der vorläufige Referenzwert beträgt < 15 µg/l.

Ausleitung von Metallen mit fachlicher Begleitung

KOMPLIKATIONEN UND UNERWÜNSCHTE REAKTIONEN VERMEIDEN

Schwermetalle und Metalle wie Aluminium sollten bei chronischen Belastungen nicht im Alleingang sondern mit fachlicher Begleitung durch einen Arzt oder Heilpraktiker ausgeleitet werden, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden. Bei einer Ausleitung geht es nicht nur darum, die unerwünschten Metalle organisiert aus Körpergeweben freizusetzen, sondern sie auch in verschiedenen Stufen labortechnisch kontrolliert auszuleiten. Dafür sind gesunde und belastungsfähige Entgiftungsorgane notwendig, die in der Regel im ersten Schritt auf Funktion überprüft werden, bevor die Entgiftung schrittweise einsetzt.

Nicht jeder Körper kann ohne gesundheitliche Risiken eine Aluminiumausleitung oder eine Schwermetallausleitung vertragen, denn es gibt verschiedene Gegenanzeigen, die eine Entgiftungsmaßnahme zum aktuellen Zeitpunkt unmöglich machen oder nur eingeschränkt möglich machen oder eine vorbereitende Maßnahme nötig machen. Vorbereitend werden etwa festgestellte Nährstoffmangel ausgeglichen, um eine Ausleitung nicht zu gefährden. Denn verschiedene Nährstoffe sind wegen ihrer Bindungsfähigkeit an der Entgiftung beteiligt und müssen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

GEGENANZEIGEN

Zu den Gegenanzeigen, bei denen eine Ausleitung gar nicht oder nicht ohne weiteres möglich ist, zählen u.a. folgende Störungen und Krankheitsbilder:

  • Akute Infekte wie Grippe, Blasenentzündungen, Bronchitis u.ä.
  • Anämie
  • Ausgeprägte Herzrhythmusstörungen
  • Schwere Nierenfunktionsstörungen
  • Schwere Leberfunktionstörungen
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Nährstoffmängel z.B. durch Kalium, Zink, Magnesium, Kalzium, Eisen oder Zink

Aluminium wird zusammen mit Metallen wie Arsen im Rahmen einer Schwermetallentgiftung ausgeleitet. Verschiedene Ausleitungsverfahren sind hierbei  möglich. Eine Therapie beinhaltet entsprechende Voruntersuchungen und Kontrolluntersuchungen nach Ausleitungen. Nähere Informationen zum Ablauf einer Schwermetallausleitung im Bericht auf Infothek-Gesundheit > Schwermetalle | Diagnose und Ausleitung

Aluminiumausleitung macht zusätzliche Nährstoffe wichtig

ALUMINIUM BEEINTRÄCHTIGT VERSCHIEDENE MIKRONÄHRSTOFFE

Weil Aluminium mit einigen Mikronährstoffen in Wechselwirkung tritt, stört es deren Stoffwechsel oder erhöht deren Bedarf. Betroffen sind davon folgende Mikronährstoffe:

  • Kalzium
  • Chrom
  • Fluor
  • Kupfer
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Silizium
  • Zink
  • Vitamin D
  • Vitamin B6

VERSCHIEDENE NÄHRSTOFFE SCHÜTZEN UND FÖRDERN BEI AUSLEITUNG

Zur beschleunigten Ausleitung von Aluminium werden aus orthomolekularmedizinischer Sicht täglich verschiedene zusätzliche Nährstoffe empfohlen. Dazu zählen z.B.:

  • Vitamin B6 fördert die Aluminiumausscheidung
  • Vitamin C wirkt als Antioxidanz mit breitem Spektrum und fördert die Ausscheidung
  • Zink reduziert die toxische Wirkung und oxidative Zellschädigung und wirkt ausscheidungsfördernd
  • Vitamin E und Selen schützen vor Aluminiumtoxizität
  • Kalzium und Magnesium – ungenügende Bestände fördern einen Anstieg der Aluminiumaufnahmefähigkeit

Ausleitung durch Lebensmittel

TÄGLICHE ALUMINIUMAUSLEITUNG FÖRDERN

Nach einer Entgiftung oder wenn keine chronische Belastung vorliegt, lässt sich der Körper auch mit verschiedenen Lebensmitteln bei der täglichen Entgiftungsaufgabe unterstützen. Bestimmte Lebensmittel eignen sich besonders, wenn es darum geht Aluminium auszuleiten oder seine Einlagerung zu verhindern.

SILIZIUM LEITET ALUMINIUM AUS

Schon seit 20 Jahren weiß man, dass Kieselsäure (Silizium) im Wasser die Aufnahme von Aluminium über den Verdauungstrakt effektiv verhindern kann.

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Professor Christopher Exley, der an der englischen Keele Universität seit den 80er Jahren zum Thema Aluminium und Alzheimer forscht, riet im Oktober 2017 in der Sendung Quarks dazu, täglich etwa 1 Liter siliziumreiches Wasser zu trinken. Silizium sorgte auch bei Alzheimerpatienten dafür, das Aluminium über den Urin aus dem Körper geleitet wird. Gleichzeitig verbesserte sich durch Silizium bei einigen Personen die kognitive Leistungsfähigkeit messbar.

Zur Entgiftung tragen neben siliziumhaltigem Wasser auch siliziumhaltige Lebensmittel bei.

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ALUMINIUMKONZENTRATION DURCH VITAMINE VERRINGERT 

Verschiedene Vitamine haben sich in Untersuchungen als förderlich erwiesen, wenn es um die Aufnahmefähigkeit und Aluminiumausleitung geht.

Eine Untersuchung, die an chronisch nierenkranken Patienten vorgenommen wurde, ergab, dass ein verbesserter Vitamin-D-Spiegel bei den Patienten zu einer deutlichen Abnahme der Aluminiumkonzentration im Blut führte.

Daneben hat sich auch Vitamin C als wirksam gezeigt. Studien ergaben, dass Vitamin C neben Aluminium auch Arsen und Fluorid unschädlich machte, indem es die Metallionen an sich bindet.

FOLSÄURE REDUZIERT EINGELAGERTES ALUMINIUM

Außerdem gibt es Hinweise darauf, das das Vitamin Folsäure, das auch unter dem Namen Vitamin B9 bekannt ist, bereits vorhandene Aluminiumansammlungen in Knochen, Nieren und Gehirn vermindern kann. Folsäure befindet sich in grünem Gemüse und Kohl, Kräutern, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.

PEKTIN HILFT BEI AUSSCHEIDUNG

Pektin ist in in großen Teilen in Äpfeln und Zitrusfrüchten enthalten. Es zählt zu den gesundheitsfördernden Ballaststoffen. Verwendet werden Apfelpektin und Citruspektin in vielen Lebensmitteln als Geliermittel. Pektin wirkt nicht nur positiv auf den Blutglukosespiegel und erhält einen gesunden Cholesterinspiegel. Pektine werden auch mit der Fähigkeit in Verbindung gebracht, verschiedene Metalle und Schwermetalle zu binden und über den Stuhl und Urin ausleiten zu können.

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

EFSA. Efsa-Beratung zur Sicherheit von Aluminium in Lebensmitteln. 15. Juni 2008

BfR Forschung: http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2017/21/bfr_forschung__nachweis_des_uebergangs_von_aluminium_aus_menueschalen_in_lebensmittel-200871.html

Instiut kritisiert BfR-Warnung vor Aluminiumschalen. https://www.presseportal.de/pm/67946/3693088

http://www.bfr.bund.de/cm/343/aluminiumhaltige-antitranspirantien-tragen-zur-aufnahme-von-aluminium-bei.pdf

http://www.bfr.bund.de/cm/343/aluminium_in_apfelsaft_lagerung_von_fruchtsaeften_nicht_in_aluminiumtanks.pdf

http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-aluminium-in-lebensmitteln-und-verbrauchernahen-produkten.pdf

Dr. Lothar Burgerstein et al. Burgersteins Handbuch der Nährstoffe. Verlag Haug. 11. überarbeitete und aktualisierte Auflage.2007

K.-D. Runow: Wenn Gifte auf die Nerven gehen – wie wir Gehirn und Nervensystem durch Entgiftung schützen können. Südwest Verlag. 6. Auflage. 2008.

K.-D. Runow: Der Darm denkt mit. Wie Bakterien, Pilze und Allergien das Nervensystem beeinflussen. Südwest Verlag.  2011

M. Wilhelm. Praktische Umweltmedizin. Springer Verlag. Berlin 1994

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 04/2018

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2018-06-09T16:37:59+00:00