Brillenträger, die sich mit einer Maske schützen möchten bzw. müssen, kennen das Problem: plötzlich keine Sicht mehr. Die Gläser beschlagen und das Reinigen hilft nur kurzzeitig. Ursächlich dafür ist vor allem das Material der genutzten Maske. Doch es gibt Abhilfe: Antibeschlagmasken. Sie machen sich eine einzigartige Technologie zunutze, welche die Natur als Vorbild hat.

Anti-Fog-Maske – So funktioniert sie in der Praxis

Das Tragen einer medizinischen Maske ist in öffentlichen Räumen häufig freiwillig. Doch es gibt Anwendungsbereiche, wo eine Maskenpflicht besteht. Hierzu gehören vor allem zahlreiche Tätigkeitsfelder aus der Medizin oder der Verarbeitung von Lebensmitteln. Die Maske soll nicht nur andere, sondern auch die Tragenden vor Verunreinigungen/Gefährdungen schützen. Für Brillentragende eine enorme Herausforderung, denn die Masken führt oft zu beschlagenen Gläsern und einer verminderten Sicht.

Damit trotz Maskenpflicht maximaler Durchblick herrscht, ist das richtige Material entscheidend. Neben dem klassischen medizinischen Mund-Nasenschutz gibt es auch spezielle Antibeschlagmasken (u.a. von Virshields). Sie sorgen mit ihrer speziellen Materialzusammensetzung dafür, dass auch Brillentragende jederzeit gut geschützt sind und einen optimalen Durchblick genießen können.

Was ist bei den Antibeschlagmasken anders?

Der Aufbau bei medizinischen Mund-Nasenschutz sieht zunächst identisch aus. Doch es gibt einen kleinen, aber hochwirksamen Unterschied bei den Anti-Fog-Massen: den Antibeschlagstreifen. Von außen nicht sichtbar, jedoch beim Umdrehen der Maske und dem Blick auf die Innenseite. Der Streifen sorgt dafür, dass die Maske sich optimal auf der Nase und unter den Augen platzieren lässt. Die Brille sitzt durch die minimale Erhöhung deutlich komfortabler und beschlägt beim Tragen nicht ​mehr, da fortan Luft zwischen der Maskenoberfläche und der Brille zirkulieren kann. Das Ergebnis: glasklare Sicht ohne Beschlagen.

So wird die Maske richtig getragen

Damit die medizinische Mund-Nasenbedeckung bzw. die FFP2-Maske ihre gewünschte Wirkung entfalten und optimal schützen, muss sie richtig getragen werden. Die Anwendung ist gar nicht so schwer. Die Anti-Fog-Maske wird beispielsweise ungefaltet angelegt. Sobald sie über Mund und Nase platziert und die Bändchen über die Ohren gezogen worden, wird der Nasensteg mit drei Fingern vorsichtig gegen die Nase gedrückt. Dadurch lässt sich die Maske optimal an die Nasenform anpassen.

Auch im Bereich der Wangenknochen ist ein kurzes Andrücken empfehlenswert, um der Maske optimalen Sitz zu geben. Nun wird die Maskenunterseite über das Kinn gezogen, bis es vollständig umschlossen ist. Im finalen Schritt wird die Brille aufgesetzt.

Maske max. 4 Stunden tragen

Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes bzw. einer FFP-Maske kann rasch anstrengend sein. Deshalb sind Erholungszeiten dringend zu empfehlen. Ganztägig eine Maske ohne Unterbrechung zu tragen, empfehlen weder Berufsgenossenschaft noch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Die FFP-Maske sollte laut Empfehlung nur ca. zwei Stunden mit einer anschließenden Erholungszeit von 30 Minuten getragen werden. Der Mund-Nasenschutz hat eine weniger dichte Materialstruktur und kann, laut Experten, etwa drei bis vier Stunden getragen werden. Auch hier sollte im Anschluss ein Tausch der Maske bzw. eine Erholungszeit von rund 30 Minuten erfolgen.

Hände vor dem Aufsetzen reinigen

Damit die Maske maximale Sicherheit bietet, sollte sie richtig angewandt werden. Dazu gehört es auch, vor dem Anfassen der Maske Hände zu waschen. Am besten Handflächen und Finger eine Minute mit Seife reinigen, abspülen und abtrocknen. Im Anschluss wird die Maske an den Bügeln angefasst und über das Gesicht und hinter die Ohren gezogen.

Wichtig dabei auch: Haarsträhnen, die sich in der Maske bzw. im Bügel befinden, unbedingt entfernen. So sitzt die Maske optimal am Gesicht und umschließt alle neuralgischen Punkte.

Für maximalen Tragekomfort sorgen nicht nur die hochwertigen Materialien, sondern auch die vielen Farben. Zuverlässigen Mund-Nasenschutz gibt es nämlich nicht nur in weiß.

Auf zertifizierte Maskenhersteller achten

Am Markt gibt es unzählige Hersteller für die zahlreichen Masken-Varianten. Für Verbraucher schwer, renommierte Anbieter herauszufiltern. Damit Masken am deutschen Markt veräußert werden dürfen, brauchen sie die sogenannte CE-Kennzeichnung. Häufig haben minderwertige Maskenprodukte diese Kennzeichnung nicht. Wer in seinem Arbeitsumfeld, in dem Massenpflicht herrscht, Exemplare ohne CE-Kennzeichnung einsetzt, macht sich strafbar.

Wichtig auch: die hygienische Verpackung. Ein prüfender Blick auf den Verpackungszustand zeigt ebenfalls, ob es sich um einen renommierten Hersteller handelt. Wer seine Masken durch seriöse Anbieter (beispielsweise Virshields) bezieht, geht durch die nachweislich vorhandenen Zertifizierungen auf Nummer sicher und verwendet nur Mund-Nasenschutz, der offiziell für anspruchsvolle Einsatzbereiche konzipiert wurde.

Keine Anti-Fog-Maske zur Hand? Erste Hilfe für beschlagene Brillengläser

Die Antibeschlagmasken erfreuen sich bei Brillentragenden wachsender Beliebtheit, denn ihre Anwendung ist komfortabel und einfach zugleich. Was passiert, wenn es plötzlich Lieferengpässe für die Anti-Fog-Masken gibt? Rasche Abhilfe bietet das eigene Brillenputztuch. Mittlerweile gibt es sogar spezielle Tücher, die dem Beschlagen vorbeugen. Durch ihre einzigartige Beschichtung tragen die Tücher etwas von dem Antibeschlag-Material auf die Glasoberfläche.

Wer kein Tuch zur Hand hat, kann auch ein Spray anwenden. Erhältlich ist es in Drogerien und auch bei Brillen-Experten. Aber Vorsicht, denn beim Auftragen und Verreiben können die Gläser durch feine Spuren beschädigt werden.

Tipp: Maske kann auch bei Pollenflug und Co. helfen

Für Allergiker ist das Frühjahr eine echte Bewährungsprobe. Während andere sich an den ersten Sonnenstrahlen sowie dem Erwachen der Pflanzen aus dem Winterschlaf erfreuen, leiden sie: Tränende Augen, eine verstopfte Nase, Husten, Kopfschmerzen und andere Begleiterscheinungen – Allergiezeit stellt Gesundheit und Wohlbefinden auf die Probe.

Mittlerweile gibt es zahlreiche alternative Behandlungsmethoden, um die Symptome allergischer Reaktionen durch Pollenflug und Co. zu mildern (u. a. Akupunktur). Doch es geht auch viel pragmatischer. Experten empfehlen das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung (kann auch selbst genäht sein), um der allergiegeplagten Nase Entspannung zu bringen.

Wichtig bei der Maske: Sie sollte gut abschließen und Nase sowie Mundbereich bedecken. Damit bietet die Maske eine mechanische Barriere, die Allergene abhält und für eine weniger ausgeprägte Reaktion des Körpers sorgt. Aber Vorsicht, denn die Maske sollte ebenfalls nicht durchgängig mehrere Stunden getragen werden. Spätestens nach vier Stunden ist Durchatmen ohne Maske empfehlenswert; optimalerweise im Innenraum, um den Pollen nicht zusätzlich ausgesetzt zu sein.

Autor: Marius Platte.
Datum: 21.04.2022

Bildquellen: 

  • Abbildung 1: pixabay.com @ Katja Fissel (CC0 Creative Commons)
  • Abbildung 2: pixabay.com @ k-e-k-u-l-é (CC0 Creative Commons)

Quellen und weiterführende Links:

  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua). Wie lange dürfen FFP2/FFP3-Masken ohne Unter­­brechung getragen werden? Wie lange muss die Erholungs­­dauer nach dem Tragen sein?
  • RKI. Hinweise zur Verwendung von Masken (MNS, FFP-Masken sowie Mund-Nasen-Bedeckung)