Was können Aroniabeere und Aroniasaft?

NEUESTE STUDIE UNTERSUCHT WIRKUNG VON ARONIASAFT GEGEN COVID 19

Die filzige Aroniabeere (Aronia melanocarpa) ist eine heimische Frucht aus der Familie der Rosengewächse, die auch unter dem Namen Schwarze Apfelbeere bekannt ist. Trotzdem die blau-violette Aroniabeere in östlichen Ländern schon lange volksmedizinisch genutzt wird, rückte sie erst Anfang der 90er Jahre überhaupt ins Zentrum der Forschung. Neben vielen wissenschaftlichen Studien im Reagenzglas und mit Tieren, zeigte die Aroniabeere seitdem auch in einigen Humanstudien verschiedene positive Wirkung und zählt zu den heimischen Superfoods. Von Bedeutung ist für deutsche Forscher in Zeiten der COVID-Pandemie neuerdings auch die Untersuchung der antiviralen Wirksamkeit von Aronia als Teil einer Mundspüllösung gegen den widerstandsfähigen Virus COVID 19 und andere Grippeviren, z.B. die der Schweinegrippe.

Wie eine aktuell noch in der Überprüfung befindliche Studie der Universität Ulm ergab, zeigte sich der untersuchte Aroniasaft in Direktsaftqualität dabei gegen den hartnäckigen Virus COVID 19 vergleichsweise wirksamer als Granatapfelsaft und Grüner Tee. Der ebenfalls untersuchte Holunderbeersaft erwies sich gegen COVID 19 als wenig wirkungsvoll. Die Forscher untersuchten die Wirkung der vier pflanzlichen Produkte im Hinblick darauf, ob sie eine Erstinfektion mit verschiedenen Atemwegsviren verhindern oder die Symptome einer Infektion lindern können. Von Interesse war außerdem, ob Aroniasaft, Holunderbeersaft, Granatapfelsaft und Grüner Tee die Verbreitung auf die unteren Atemwege verhindern und die Übertragung auf andere Personen verhindern können.

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Im Rahmen der Studie wurden Kulturen mit verschiedenen Atemwegsviren im Labor angelegt und in Verbindung mit den vier pflanzlichen Produkten untersucht.

Alle getesteten natürlichen Pflanzenprodukte konnten schon nach 5 Minuten 97-99% der Viren der Schweinegrippe deaktivieren. Die Aroniabeere zeigte dabei von allen das größte Potential gegen COVID 19 und andere Influenzaviren.

Der Aroniasaft konnte die Aktivität von SARS-CoV-2 im Vergleich zum Granatapfelsaft und Grünen Tee deutlich stärker reduzieren.

Schon nach 5 Minuten inaktivierte der untersuchte Aroniasaft 99,99% von verschiedenen Influenzaviren, 96,98% der Viren von SARS-CoV-2 und auch den Adenovirus reduzierte der Saft aus der Aroniabeere nach 5 Minuten um 93,23%.

Der sehr widerstandsfähige Adenovirus (AdV5), der in der Studie als Kontrollvirus eingesetzt wurde, ließ sich einzig vom Aroniasaft beeinflussen.

Die Forscher vermuten, dass für die antivirale Wirkung der saure pH-Wert oder die sekundären Pflanzenstoffe in Form von Polyphenolen wie Catechinen, Tanninen und Flavonoiden verantwortlich sind, die in verschiedener Form und Menge in den untersuchten Pflanzenprodukten vorkommen. Es konnte gezeigt werden, dass verschiedene Polyphenole der getesteten Pflanzenprodukte die Oberflächenstruktur der Viren schädigten, ihre Rezeptoren besetzten und notwendige Wechselwirkungen und Fusionen außer Kraft setzten.

Zusammen mit den anderen getesteten Säften und dem Grünen Tee könnte sich nach Einschätzung der Forscher der Aroniasaft als Teil einer antiviral wirksamen Mischung eignen, die vorbeugend oder frühzeitig gegen die umhüllten Influenzaviren eingesetzt werden kann. Ob diese Pflanzensäfte und der Tee aber beim Menschen eine vergleichbare Wirkung wie im Laborexperiment haben, müssen weitere Studien untersuchen.

In Form von Mundspülungen könnten die natürlichen Säfte und Grüner Tee häufiger angewendet werden als chemische Mundspülungen. Chemische Mundspülungen enthalten Substanzen, die die Zellmembran schädigen können, wie z.B. Ethanol, Wasserstoffperoxid, Chlorhexidin u.a., so die Forscher.

Das Spülen, Gurgeln und Trinken der getesteten Pflanzenprodukte würde sich bei entsprechender Wirksamkeit auch für den Langzeitgebrauch eignen und könnte dann nach Einschätzung der Wissenschaftler eine geeignete Vorsorgemaßnahme in der COVID 19 Pandemie sein. Ähnlich, wie schon andere zuvor erfolgreich getestete Pflanzenprodukte, halten die Ulmener Forscher demnach auch diese untersuchten 4 Pflanzenprodukte für einsetzbar, um die Ausbreitung von Virusgrippe-Infektionen zu verringern, Symptome zu lindern und möglicherweise auch, um Infektionen mit Atemwegsviren vorzubeugen. Insofern könnten sich alle 3 Pflanzensäfte und der Grüntee auch für die „klinische“ Anwendung gegen SARS-CoV-2 und andere Grippeviren eignen, wie die Forscher mitteilen. Bevor Empfehlungen abgegeben werden können, seien allerdings noch gut kontrollierte klinische Studien erforderlich.

In der Studie verwendet wurde ein Bio Aroniasaft in Direktsaftqualität mit einem pH-Wert von 3,69, ein klarer Granatapfelsaft mit einem pH-Wert von 2,99 in Direktsaftqualität sowie ein Holunderbeersaft mit einem pH-Wert von 4,13. Der Grüntee der Sorte Sencha in Bioqualität wurde für die Studie mit 0,1 g Ascorbinsäure in 300 ml frisch gekochtem Wasser hergestellt.

Redaktioneller Hinweis: Vorstehende Informationen stützen sich auf einen vorläufigen Bericht (Preprint) und sind noch keine etablierten Informationen. Sie sollten deshalb bis zur Begutachtung der Studie durch Experten und die Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift keinen Einfluss auf die klinische Praxis nehmen oder das gesundheitsbezogene Verhalten leiten.

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ARONIABEERE IN STUDIEN GEGEN VOGELGRIPPE

Die Aroniabeere wurde zuvor auch schon in Studien zur Entwicklung eines Breitband-Influenza-Mittels untersucht, das gegen resistente Virenstämme Wirkung zeigt. Im Tierversuch und im Reagenzglas erwies sich dabei die Aroniabeere ebenfalls gegen die Erreger der Vogelgrippe als wirksam.

Die Wissenschaftler schrieben die schützende Wirkung im Tierversuch den beiden Inhaltsstoffen Ellagsäure und Myricetin zu, die in der Aroniabeere enthalten sind.

Diese Inhaltsstoffe schützten die Mäuse vor der tödlichen Belastung durch die Vogelgrippe. Von den Forschern wurde die Aroniabeere als wertvolle Quelle für ein Anti-Grippemittel eingestuft. Ihre Inhaltsstoffe Ellagsäure und Myricetin schlagen die Wissenschaftler außerdem als Quelle für ein potentielles Therapeutikum gegen Influenza vor.

ARONIABEERE ZUR VORBEUGUNG GEGEN KREBS

Zur vorbeugenden Wirkung der Aroniabeere gegen Krebs gibt es verschiedene vorklinische Studien mit isolierten Polyphenolen aus Aroniabeeren, die an menschlichen Krebszellen im Labor durchgeführt wurden.

Bei den Zelllinien von Leberkrebs ergab sich in einer Studie neben der antioxidativen Wirkung auch eine hemmende Wirkung der Aronia-Polyphenole auf das Wachstum von menschlichen Leberkrebszellen. Aus weiteren Studien meldeten Forscher eine Hemmung des Zellwachstums durch Extrakte aus der Aroniabeere auch an menschlichen Zelllinien von Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Blutkrebs.

Ob sich der Krebsschutz durch Aroniabeeren auch in Humanstudien so darstellt, ist noch unklar, denn solche klinischen Studien stehen bislang aus.

Offizielle Stellen empfehlen zum Schutz vor Krebs eine Ernährung mit vorwiegend pflanzlichen Lebensmitteln aus Obst und Gemüse. Während Nahrungsergänzungsmittel mit Aroniabeere zur Krebsvorbeugung aber nicht empfohlen werden, zählen Aronia-Produkte wie getrocknete Aroniabeeren und natürlicher Aroniasaft zu den pflanzlichen Lebensmitteln, die im Rahmen einer vollwertigen Ernährung durchaus empfohlen werden.

WIRKUNG DER ARONIABEERE AUF DIE LEBER

Ein weiterer Tierversuch aus dem Jahr 2004 sollte die Frage beantworten, ob Aroniasaft auch leberschützende Eigenschaften besitzt. Getestet wurde dazu der Aroniasaft an Ratten mit einem akuten Leberschaden, die 4 Tage lang Dosierungen von 5, 10 und 20 mg/kg Körpergewicht erhielten. Im Ergebnis stellten die Forscher fest, dass abhängig von der Dosierung, der Aroniasaft den Untergang der einzelnen Leberzellen verminderte und darüber hinaus den Anstieg verschiedener Substanzen verhinderte, die für die Zellschädigung verantwortlich waren. Auch der Glutathion-Spiegel normalisierte sich durch den Aroniasaft. Gluthation ist eins der wichtigsten Antioxidantien im menschlichen Körper.

WIRKUNG VON ARONIA AUF DIE MAGENSCHLEIMHAUT

Verletzungen an der Magenschleimhaut, die zu Magengeschwüren führen können, entstehen durch Faktoren wie oxidativer Stress, Bakterien, Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente.

Um festzustellen, ob verschiedene Mengen Aroniasaft eine schützende Wirkung auf die Schädigung der Magenschleimhaut durch Schmerzmittel haben, erhielten Ratten 1 Stunde vor der Aufnahme des Schmerzmittels Indometacin verschieden hohe Dosen von Aroniasaft. Bei den Ratten, die vor der Einnahme Aroniasaft erhielten, konnte die Schädigung der Magenschleimhaut teilweise verhindert werden. Es zeigte sich, dass der Aroniasaft die Produktion des Schleims im Magen steigerte und so die Tiefe und Stärke der Schädigung minderte.

Eine andere Studie in Verbindung mit dem Schutz der Magenschleimhaut aus dem Jahr 2004 wurde mit Aroniaextrakten und Anthocyanen aus der Aronia an Ratten und im Reagenzglas durchgeführt. Anthocyane sind bioaktive, wasserlösliche und dunkelfarbige Pflanzenstoffe aus dem Zellsaft. Dabei ergab sich, dass 30 mg Anthocyane pro kg Körpergewicht die Magenschleimhautschädigung um ungefähr 50% reduzieren konnte. 2 g Aroniaextrakt pro kg Körpergewicht zeigten fast die gleiche schützende Wirkung wie 100 mg Quercetin. Die Menge von 2 g Aroniaextrakt wirkte ähnlich geschwürunterdrückend wie 300 mg Anthocyane aus der Aronia.

WIRKUNG VON ANTHOCYANEN AUS ARONIA GEGEN ENTZÜNDUNGEN

In einer frühen experimentellen Studie zur entzündungshemmenden Wirkung wurden die Anthocyane aus Aronia mit einem Rutin-Magnesium-Komplex verglichen. Untersucht wurden beide Stoffe im Tierversuch. Dazu wurden an Hinterpfoten von Ratten jeweils Entzündungen mit einer Histaminlösung und einer Serotoninlösung ausgelöst. Vor der Verabreichung der beiden Substanzen wurde der Umfang der Schwellung gemessen. Die Gabe von 30 ml Aronia-Anthocyanen pro kg Körpergewicht reduzierte bereits nach 4 Stunden beide Entzündungen um 90%, während der Rutin-Magnesium-Komplex nur mäßig erfolgreich war. Auch Rutin ist ein bioaktiver Pflanzenstoff mit antioxidativer Wirkung.

Eine weitere Tierstudie zur vergleichenden Wirkung von Aronia-Rohextrakt mit einem Medikament, bezog sich auf eine virale und bakterielle Entzündung der mittleren Augenhaut (Uveitis). Nach der Infektion mit Uveitis erhielten Ratten verschieden hohe Mengen Aronia-Rohextrakt und vergleichsweise das Medikament Prednisolon. Dabei zeigte sich 100 mg des Rohextrakts aus der Aroniabeere genauso wirksam wie 10 mg des verabreichten Medikaments. Der Aronia-Rohextrakt war im Ergebnis entzündungshemmender als der sekundäre Pflanzenstoff Quercetin oder die Anthocyane. Die Forscher gehen davon aus, dass unter anderem die Blockierung bestimmter Enzyme für die positive Wirkung der Aronia verantwortlich ist.

WIRKUNG VON ARONIABEEREN IST HÖHER ALS VON ANDEREN BEEREN

Die meisten wissenschaftlichen Studien zur Wirkung der Aroniabeere stammen aus Russland, Polen und Bulgarien. Sie untersuchten die antioxidative Wirkung mit unterschiedlichen Testmethoden. Eine gängige Methode war die ORAC-Testmethode, bei der die Antioxidantien mit dem Substrat um die eingesetzten Freien Radikale konkurrieren.

Im Vergleich mit anderen Beeren ergab sich bei der Aroniabeere eine deutlich höhere antioxidative Wirkung, die die Forscher dem wesentlich höheren Gehalt an Gesamtphenolen und Anthocyanen zuschreiben.

Wie 2005 ein Forschungsteam um Pilaczynska -Szczesniak in einer Studie an einer kleinen Gruppe Menschen zeigen konnte, senkte 150 ml Aroniasaft, der einen Monat täglich eingenommen wurde, den oxidativen Stress und den oxidativen Abbau von Fettsäuren im Körper. Außerdem ergab sich, das die erhöhte Aufnahme der Anthocyane aus der Aroniabeere die oxidativen Schäden in den roten Blutkörperchen senkte, die durch eine körperliche Belastung verursacht wurden. Der Aroniasaft enthielt 23 mg Anthocyane pro 100 ml Saft.

BEWERTUNG DER ANTIOXIDATIVEN WIRKUNG DER ARONIABEERE

Die Forscher Ozmianski und Wojdylo bewerten 2005 die antioxidative Wirkung der Aroniabeere ähnlich hoch wie die Wirkung traditioneller chinesischer Heilpflanzen, die eine Wirkung gegen Krebs aufweisen und diesen verhindern oder hinauszögern können.

ZELLSCHUTZ DURCH ARONIA INHALTSSTOFFE

Wie eine Studie des Forschungsteams um Pool-Zobel aus dem Jahr 1999 ergab, wirkten aus der Aronia isolierte Anthocyanidine und Anthocyanine im Reagenzglas an menschlichen Dickdarmzellen stärker antioxidativ als Vitamin C. Aber die schützende Wirkung der isolierten Aronia Inhaltsstoffe beschränkte sich nur auf den Raum außerhalb der Zellen, innerhalb der Zellen zeigten die Substanzen keinen Einfluss auf eine Erbsubstanz, die durch Freie Radikale geschädigt wurde.

WIRKUNG DER ARONIABEERE AUF HERZ- KREISLAUFERKRANKUNGEN

Im Tierversuch an Ratten wiesen Kowalczyk und sein Forschungsteam 2002 einen schützenden Effekt der in der Aroniabeere natürlich enthaltenen Antioxidantien auf die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen nach. Die Studie bezog sich auf die Antioxidantien, wie sie z.B. über die Nahrung aufgenommen werden.

Verschiedene weitere Studien ergaben eine schützende Wirkung von Präparaten mit Aronia vor Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems und vor deren Risikofaktoren: Aroniapräparate förderten den Schutz vor Freien Radikalen (ROS) und schützten vor Verklumpung von Blutplättchen. Auch schützten Aroniapräparate vor erhöhten Blutfettwerten (Plasma Cholesterin, Triglyceride, LDL-Cholesterin). Schon in geringer Konzentration schützten besonders Aronia-Extrakte die koronaren Arterien vor Freien Radikalen.

EINFLUSS DER ARONIABEERE AUF DIABETES MELLITUS TYP 2

2002 konnten Forscher rund um Simeonov feststellen, dass 2×200 ml Aroniasaft täglich positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 nahmen. Nach 3-monatiger Einnahme sank der Blutzucker der Probanden von 13,3 auf 9,1 mmol/l und der Wert für den Langzeitblutzuckerspiegel sank von 9,4 auf 7,5%. Ebenfalls reduzierte sich der Cholesterinspiegel von 6,5 auf 6,1, während der Plasmaspiegel sich von 2,9 auf 1,7 mmol/l verringerte. Bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck zeigte der Aroniasaft außerdem eine blutdrucksenkende Wirkung.

ANTIMUTAGENE WIRKUNG VON ARONIABEEREN

Aroniapräparate mit isolierten Anthocyanen zeigten in 3 Studien eine antimutagene Wirkung gegen krebserregende Substanzen. Untersucht wurde die Wirkung von Aronia gegen die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe namens Benzapyren und 2-Aminofluoren. Die Aroniapräparate konnten deutlich die mutagene Aktivität hemmen.

Auch gegen die krebserzeugenden Nitrosamine, die mit der Entstehung von Magenkrebs in Verbindung stehen, konnte in einer Studie aus dem Jahr 1997 an Ratten gezeigt werden, dass Aronia-Nektar einen hemmenden Effekt hatte und die Bildung der Nitrosamine verhinderte. Der Aronia-Nektar senkte den pH-Wert im Verdauungstrakt, während der hohe Tanningehalt die Nitrosaminbildung hemmte. Die Studie befasste sich mit der Frage, ob die Einnahme von Aronia-Nektar das Risiko für Magenkrebs senken konnte.

ALLGEMEINE WIRKUNG DER SEKUNDÄREN PFLANZENSTOFFE IN DER ARONIABEERE

Auch die in der Aroniabeere enthaltenen Proanthocyanidine (Taninne), zeigen besondere Wirkung. Tannine sind starke Gerbstoffe, die nicht nur Tierhäute zu Leder gerben können, sondern auch im menschlichen Körper zu verschiedenen Reaktionen führen. Sie sind verantwortlich für den herben Geschmack und reagieren mit Proteinen im Speichel. Sie können die Sekretion von Verdauungsenzymen hemmen und unverdauliche Komplexe mit Proteinen eingehen.

Tannine beeinflussen ebenfalls die Hormonproduktion im Verdauungstrakt und üben schützende Wirkung auf die Darmschleimhaut (Mukosa aus), weil sie die Bildung der Hormone Gastrin und Histamin vermindern. Tannine vermindern auch die Bildung des Gewebshormons Prostaglandin, das entscheidend bei der Krebsentstehung ist.

Dagegen steigern die in der Aroniabeere enthaltenen Proanthocyanidine das Enzym Superoxid-Dismutase, das die Körperzellen vor schädlichen Sauerstoffverbindungen schützt.

Wie eine Studie des Forschungsteams Eng und Ye ergab, haben Proanthocyanidine auch positiven Einfluss auf das Brustkrebsrisiko. Sie unterdrücken die Herstellung des Hormons Estrogen, das bedeutend für die Tumorentwicklung ist. Die Proanthocyanidine, die in der Studie aus Rotwein und Traubenkernen stammten, zeigten eine chemopräventive Wirkung der eingesetzten Substanzen gegen Brustkrebs.

Zusammenfassend: Die Aroniabeere sowie viele daraus hergestellte Erzeugnisse werden als gesundheitsfördernd eingestuft. Den wissenschaftlichen Untersuchungen nach hat Ariona u.a. folgende Eigenschaften und Wirkungen:

  • antioxidativ
  • adstringierend
  • lipidsenkend
  • antimutagen
  • herzschützend
  • antihypertensiv
  • leberschützend
  • antikanzerogen
  • antidiabetisch
  • entzündungshemmend

Anwendung von Aroniabeere und Aroniasaft

WIEVIEL ARONIASAFT SOLL ES TÄGLICH SEIN?

Aroniasaft liefert durch seinen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, bioaktiven Substanzen und weiteren Nährstoffen einen Beitrag zur gesunden Ernährung. Nach Angaben verschiedener Anbieter sollten Erwachsene täglich 50-100 ml Aroniasaft pur oder verdünnt trinken. Für Kinder wird ungefähr die Hälfte der Portion empfohlen. Am hochwertigsten ist der Direktsaft aus erster Pressung, der auch als Muttersaft bezeichnet wird.

Die Anwendung von Aroniasaft ist auch für Typ-2-Diabetiker geeignet.

Aronia Direktsaft (Muttersaft) behält seine wertvollen Inhaltsstoffe an längsten, wenn er an einem lichtgeschützten und kühlen Ort aufbewahrt wird. Geöffnete Flaschen sollte man im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 10 Tagen verzehren.

WIEVIELE ARONIABEEREN SOLLEN ES TÄGLICH SEIN?

Pro Tag empfehlen Anbieter von Aroniaprodukten etwa 2 Esslöffel getrocknete Aroniabeeren. Anwenden lassen sich die schwarzen Apfelbeeren pur oder als Zutat im Joghurt, Obstsalat, Smoothie, Salat oder Müsli. Aroniabeeren eignen sich, wie Preiselbeeren, auch zum Verfeinern von Wildgerichten oder als Zutat für einen Kuchen.

In der Regel enthalten getrocknete Aroniabeeren keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Zusatzstoffe. Oft sind sie aus biologischem Anbau.

DIE ARONIABEERE WIRD IN OSTEUROPA ALS HEILPFLANZE EINGESETZT

Während Aroniabeeren in Deutschland fast nur zur Fruchtsaftpressung und Lebensmittelfärbung verwendet werden, dienen sie in Osteuropa und Russland als Heilpflanze zur Behandlung vieler Krankheiten. Die Aroniabeere wird in der Volksmedizin und auch in der Schulmedizin genutzt. Anwendung findet sie oft in Form von Aroniapulver, Aroniaextrakt und Aroniasaft, der traditionell auch als Stärkungsmittel eingesetzt wird.

Aber auch als Herz-Kreislaufmittel sowie als Mittel gegen Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) kommt Aroniasaft zur Anwendung. Dokumentiert ist ebenfalls die Behandlung mit Aroniapräparaten bei Erkrankungen des Darms, des Magens, der Drüsen, der Leber und der Gallenblase. Auch Magenentzündungen durch niedrige Sekretionsfunktion können den Angaben nach durch die Einnahme von Aroniapräparaten erheblich gelindert werden. Die Aroniabeere kam bei Vitaminmangelerkrankungen und auch bei typischen Kinderkrankheiten wie Masern und Scharlach zur Anwendung. Weiterer Einsatz erfolgt in der Frauenheilkunde zur Behandlung von Myomen und Schwangerschaftserbrechen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet der Aroniabeere sind Strahlenkrankheiten, Schwermetallvergiftungen mit Cadmium oder Strontium und somatische Strahlenschäden.

DEUTSCHES FORSCHUNGSPROJEKT ZUR ARONIABEERE

Zur Erforschung der gesundheitsfördernden Wirkung der Procyanidine und zur Entwicklung funktioneller Lebensmittel gibt es ein deutsches Verbundprojekt der Universitäten Potsdam und Braunschweig und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke sowie der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe. Untersucht werden dort Procyanidine aus Aroniabeeren und Weitrauben, die nach der Pressung u.a. zu Trockenextrakten verarbeitet und gesundheitsfördernden Lebensmitteln zugesetzt werden.

Zusammensetzung von Aroniabeere und Arionasaft

NÄHRSTOFFANTEILE IN DER ARONIABEERE UND IM ARONIASAFT

Die Aroniabeere besteht aus verschiedenen Nährstoffgruppen und hat einen durchschnittlichen pH-Wert von 3,23-3,79. Während die schwarze Apfelbeere kaum Fette enthält, beträgt ihr Wassergehalt bis zu 85%. Von den organischen Säuren ist die L-Apfelsäure (2-Hydroxybernsteinsäure) mit einem Gehalt von 9,0 g pro Liter Direktsaft am stärksten vertreten. Danach folgt die Chlorogensäure mit einem Anteil von 4 g pro Liter Direktsaft und die Bernsteinsäure mit 1,5 g/l. Weiter enthält der Direktsaft aus Aroniabeeren in geringen Konzentrationen Zitronensäure, Shikimisäure und Iso-Zitronensäure.

Der Gesamtzucker in der Aroniabeere setzt sich aus verschiedenen Zuckern zusammen. Den größten Anteil bildet der reduzierende Zucker mit 18,21-19,36 g/100 g, gefolgt von Saccharose mit 0,22-0,48 g/100 g. Weiter enthalten sind Glucose, Fructose und Sorbit.

Der Aroniasaft weist im Vergleich mit der Aroniabeere einige Unterschiede in der Zusammensetzung auf.

Zusammensetzung Aroniabeere Aroniasaft
Protein 0,6-0,81 g/100 g 0,2 g/100 g
Fett 0,09-0,17 g/100 g unter 0,1 g/100 g
Kohlenhydrate 13,73-15,06 g/100 g 17,9 g/100 g
Ballaststoffe o,3 g/100 g
Lösliche Ballaststoffe o,81-1,03 g/100 g
Unlösliche Ballaststoffe 4,01-5,25 g
Gesamtzucker 6,21 g/100 g 82,24-162,37 g/100 g
Organische Säuren 8,21-16,812 g/l 12,27-21,87 g/l

Inhaltsstoffe der Aroniabeere

ARONIABEERE IST EINE DER REICHHALTIGSTEN BEERENFRÜCHTE

In der Aroniabeere finden sich auch jede Menge wertvolle Mikronährstoffe und bioaktive Substanzen in höheren Mengen. Der Gehalt an Flavonoiden aus der Stoffgruppe der Polyphenole ist mit 71 mg/100 g Frischgewicht vergleichsweise sehr hoch. Er beträgt das Fünffache im Vergleich zu anderen Beeren wie etwa der Blaubeere, der Cranberry oder der Preiselbeere. Zu 66% kommt die flavonoide Verbindung Proanthocyanidin in der Aroniabeere vor. Die noch kaum erforschte bioaktive Verbindung bildet eine Vorstufe der Anthocyanidine. Diese sekundären Pflanzenstoffe aus der Stoffgruppe der Polyphenole sind zum Schutz der Pflanze in den äußeren Randbereichen angesiedelt.

Einen der höchsten Gehalte an Anthocyanen hat die Aroniasorte Nero mit 1590 mg/l, gefolgt von der Sorte Aron mit 1530 mg/l. Am höchsten sind die Gehalte der Sorte var. elata mit 1970 mg/l.

Anthocyane und Proanthocyane sind für die schwarze Färbung der Beere verantwortlich.

MINERALSTOFFE UND SPURENELEMENTE IN ARONIABEERE UND ARONIASAFT

Mineralstoffe Aroniabeeren Aroniasaft
Kalium (K) 1356,3-3659,7 mg/kg 848-3204 mg/kg
Kalzium (Ca) 190-552,3 mg/kg 138-1225 mg/kg
Magnesium (Mg) 83,3-314,2 mg/kg 370,8-2501,0 mg/kg
Phosphor (P) 257-417,5 mg/kg 167-1037 mg/kg
Zink (Zn) 4,09-8,40 mg/kg 0,89-3,45 mg/kg
Eisen (Fe) 9,8-14,2 mg/kg 7,2-25,2 mg/kg
Selen (Se) 0,21-0,28 mg/kg 1,73 mg/kg
Kupfer (Cu) 0,82-2,11 mg/kg 0,68-4,51 mg/kg
Molybdän (Mo) 0,016-0,021 mg/kg 0,064 mg/kg
Mangan (Mn) 5,49-17,89 mg/kg 2,98-11,77 mg/kg
Nickel (Ni) 0,143-0,740 mg/kg 0,130-0,860 mg/kg
Vanadium (V) 0,40-1,58 mg/kg 0,47-1,43 mg/kg
Silizium (Si) 2,37-6,37 mg/kg 7,4 mg/kg
Chrom (Cr) 0,49-0,53 mg/kg 0,55-0,74 mg/kg
Lithium (Li) 6,75 mg/kg 0,072 mg/kg
Strontium (Sr) 1,57-7,05 mg/kg 0,34-3,67 mg/kg
Aluminium (Al) 2,88-4,40 mg/kg 1,64-9,7 mg/kg
Zinn (Sn) 0,62-0,72 mg/kg 0,86-1,09 mg/kg
Cadmium (Cd) 0,016-0,041 mg/kg 0,050-0,064 mg/kg
Barium (Ba) 1,48-6,66 mg/kg 0,77-2,06 mg/kg
Blei (Pb) 0,048-0,091 mg/kg 0,053-0,205 mg/kg
Antimon (Sb) 0,29 mg/kg 0,54 mg/kg
Cobalt (Co) 0,019-0,043 mg/kg 0,144 mg/kg
Bor (B) 2,88-14,22 mg/kg 9,32 mg/kg
Chlorid 13 ppm
Nitrat 45,2-98,5 mg/kg 9 ppm
Nitrit 0,62-1,87 mg/kg
Phosphor 184 ppm
Sulfat 1368 ppm

VITAMINE IN ARONIABEEREN UND ARONIASAFT

Aroniabeeren und Aroniasaft enthalten viele Vitamine und Antioxidantien in nennenswerten Mengen. Der Vitamingehalt ist vom Anbaugebiet abhängig. Aroniabeeren aus östlichen Regionen sind deshalb reichhaltiger als amerikanische Beeren.

Die fettlöslichen Carotinoide, die eine gelbliche bis rötliche Färbung bewirken, liegen in der Aroniabeere in vielen verschiedenen Formen vor. De Gesamtgehalt an Carotinoiden umfasst Lycopin, alpha-Carotin, beta-Carotin, zeta-Carotin, beta-Cryptoxanthin, Lutein, 5,6-Epoxylutein, trans-Violaxanthin, cis-Violaxanthin, Neoxanthin und Xantophyll.

Vitamin E liegt ebenfalls in verschiedenen Formen in der Aroniabeere vor. Enthalten sind alpha-Tocopherpol, beta-Tocopherol, gamma-Tocopherol, gamma-Tocotrienol sowie delta-Tocopherol.

Vitamine Aroniabeeren Aroniasaft
Vitamin C 1,9-31 mg/100g 29 g/l
Vitamin B1 0,017-0,019 mg/100 g 0,05 mg/100 ml
Vitamin B2 0,016-0,027 mg/100 g 0,06 mg/100 ml
Niacin 0,27-0,34 mg/100 g 0,34 mg/100 ml
Panthotensäure 0,225-0,382 mg/100 g 0,22 mg/100 ml
Vitamin B6 0,024-0,029 mg/100 g 0,055 mg/100g
Folsäure 0,002-0,004 mg/100 g
Vitamin A 0,77 mg/100 g
Carotinoide insgesamt 48,6 mg/kg 97,8 µg/l
Vitamin E insgesamt 1,58-1,8 mg/100 g
Vitamin K 17,8-28,8 µg/100 g

AMINOSÄUREN IN DER ARONIABEERE

In der Aroniabeere sind über 20 Aminosuren enthalten. Die nachfolgende Tabelle enthält Mittelwerte von Arionabeeren.

Aminosäure Menge in mmol/l
Asparagin 7,0
g-Aminobuttersäure 0,8
Glutamin 0,7
Asparaginsäure 0,5
Glutaminsäure 0,5
Serin 0,5
Threonin 0,5
Ammoniak 0,4
Prolin 0,4
Alanin 0,3
Arginin 0,15
Glycin 0,1
Lysin 0,1
Valin 0,1
Histidin 0,09
Phenylalanin 0,05
Isoleucin 0,04
Leucin 0,03
Tyrosin 0,02
Methionin in Spuren
Ornithin in Spuren

Aroniaprodukte auf dem Lebensmittelmarkt

EINSATZ DER ARONIABEERE IN DER ERNÄHRUNG

Aus der Aroniabeere werden für die Lebensmittelindustrie und Pharmaindustrie folgende Produkte gewonnen:

  • Aroniasaft
  • Fruchtpüree
  • Fruchtpulver
  • Aroniakerne
  • Aromaextrakte und Farbextrakte

Folgende Produkte aus der Aroniabeere sind im stationären Handel und Onlinehandel erhältlich:

  • Aroniasaft in Form von Direktsaft (Muttersaft)
  • Aroniasaft in Form von Nektar
  • Aronia Sirup
  • Aronia Fruchtriegel
  • Aronia Bonbons
  • Aronia Pralinen
  • Aronia Tee
  • Aroniabeeren getrocknet
  • Aronia Gebäck
  • Aronia Marmelade
  • Aronia Fruchtaufstrich
  • Aronia Wein und Glühwein
  • Aronia Likör

Nahrungsergänzungsmittel mit Aronia sind in verschiedenen Formen im Handel und Onlinehandel erhältlich:

  • Aroniasaft als Muttersaft
  • Aroniapulver zum Einrühren
  • Aroniabeeren getrocknet
  • Aroniaextrakte und Aroniapulver in Kapseln und Tabletten
  • Multipräparate mit Aroniapulver oder Aroniaextrakten in fester und flüssiger Form

BLAUSÄUREGEHALT IN ROHEN ARONIABEEREN IST HOCH ABER UNBEDENKLICH

In 100 g frischen rohen Aroniabeeren ist zwischen 11-20 mg Amygdalin enthalten. In dieser Menge Amygdalin befinden sich etwa 0,6-1,2 mg Blausäure, die an Glycoside gebunden ist, die beim Zerkauen der Kerne freigesetzt wird. Amygdalin, ist eine cyanogene Verbindung in Pflanzensamen, bzw. Pflanzenkernen der Pflanzengattung Prunus.

Nach Angaben des Max-Rubner-Instituts (MRI) ist bei kleinen Portionen roher Aroniabeeren der Blausäuregehalt in den Kernen für den Menschen aber gesundheitlich nicht bedenklich, da der Körper die kleinen Mengen gut entgiften kann. Außerdem gehen die Experten davon aus, dass auch nicht alle Kerne beim Genuss der rohen Beeren zerkaut werden. Verarbeitete Aronia-Produkte sind auch in höheren Mengen unbedenklich, das der Blausäuregehalt durch das Erhitzen nochmals reduziert wird.

Amygdalin gelangt beim Pressen nicht in den Aroniabeersaft.

Vergleichsweise befinden sich in Snacks aus Aprikosenkernen mit 2,4 mg/100 g höhere Gehalte an Blausäure.

Herkunft der Aroniabeere

AUCH IN DEUTSCHLAND WIRD ARONIA ANGEBAUT

Ursprünglich ist die schwarze Aroniabeere eine Wildbeere aus dem östlichen Nordamerika und dem Süden Kanadas, die bis zu -30 °C frostbeständig ist und auf feuchtem, saurem Boden gut gedeiht. Wegen ihrer günstigen Eigenschaften kam sie im 18. Jahrhundert wegen ihres bunten Herbstlaubes zunächst als dekoratives Ziergehölz nach Russland, Osteuropa und Skandinavien. Sie wurde in Russland in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als neue, empfohlene Obstart eingeführt und erreichte nach Kriegsende über den Balkan auch Mitteleuropa. Ebenfalls in Deutschland wird die Apfelbeere seitdem angebaut, Hauptlieferant ist aber Polen. Weil die Aroniabeere sehr widerstandsfähig gegen Pilze und Schädlinge ist, wird weitgehend auf Pflanzenschutzmittel verzichtet.

Die Aroniabeere hat die Größe einer Heidelbeere und fand schon bei den amerikanischen Urvölkern Anwendung in der Naturheilkunde.

Ursprünglich wuchsen die schwarzen Beeren am Aroniabaum, der bis zu 15 m Höhe erreichte. Heute wachsen sie an den Neutrieben vom Halbstämmen oder an stark verzweigten Sträuchern, die nur noch bis zu 3 m Höhe haben. Die schwarze Apfelbeere wächst häufig auch an speziell kultivierten Sträuchern, Hecken oder Fußstämmchen von bis zu 1 m Höhe, um die Ernte zu erleichtern.

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MRI Aroniabeeren und Aroniasaft. Amygdalingehalt

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Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 12/2020

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