Die Digitalisierung hat Einzug in das Gesundheitswesen gehalten und dieses massiv verändert. So gibt es mit der Telemedizin und Online-Apotheken heutzutage Möglichkeiten, die noch vor einem Jahrzehnt unvorstellbar gewesen wären. Für Patienten vereinfachen sich durch die Digitalisierung viele Prozesse im Bereich Medizin. Welche Möglichkeiten es gibt und welche Vorteile diese mitbringen, erklärt dieser Artikel.

Telemedizin

Die Digitalisierung hat unter anderem zur Etablierung der Telemedizin geführt. Ärzte haben nun die Möglichkeit, Online-Sprechstunden anzubieten und Patienten über digitale Kanäle zu untersuchen. Betroffene haben so den Vorteil, dass sie kurzfristig Termine erhalten und für die Untersuchung ihr Zuhause nicht verlassen müssen. Sie können sich somit ganz darauf konzentrieren, zu entspannen und wieder gesund zu werden.

Für den Erfolg der Telemedizin war es erforderlich, zuverlässige digitale Kanäle zu etablieren. Nur so ist eine einwandfreie Kommunikation zwischen Arzt und Patienten möglich, die für ein solides Vertrauensverhältnis unerlässlich ist. Ebenso müssen bei der Nutzung der Telemedizin Sicherheitstools genutzt werden, damit personenbezogene Daten und medizinische Informationen jederzeit optimal geschützt sind. Für Ärzte bedeutet das, dass sie ein hochwertiges technisches Equipment in ihrer Praxis zur Verfügung haben müssen, um entsprechende Angebote überhaupt unterbreiten zu können.​

Online-Apotheken

Durch die Digitalisierung haben sich Online-Apotheken etabliert. Heutzutage ist es nicht mehr nötig, sich krank in eine Apotheke zu schleppen, sondern sämtliche Medikamente können online bestellt werden. Diese werden dann direkt bis zur Haustür geliefert, sodass sich Patienten schonen und mit ihren Kräften haushalten können. Außerdem bieten Online-Apotheken viele Zusatzinformationen wie zum Beispiel Gesundheitsratgeber von mycare.de, die den Patienten einen echten Mehrwert bieten.

Ein großer Vorteil von Online-Apotheken besteht darin, dass Medikamente innerhalb kürzester Zeit versandfertig sind. Sie müssen somit nicht erst bestellt werden, bevor sie in einer Apotheke verfügbar sind. Online-Apotheken haben zudem meist ein besonders großes Sortiment, aus dem Patienten wählen können. Hinzu kommt, dass viele Medikamente deutlich preiswerter zu haben sind als in klassischen Apotheken, da keine Filialen und Mitarbeiter bezahlt werden müssen.

Fitness-Tracker

Fit

Fitness-Tracker haben die Art und Weise verändert, in der Menschen sich um ihre Gesundheit kümmern. Heutzutage ist es dank solcher digitalen Geräte ohne weiteres möglich, ganz unterschiedliche Daten zu erheben. Die Nutzer wissen, wie viele Schritte sie am Tag zurücklegen, wie es um ihren Puls bestellt ist und wie viele Kalorien sie beim Sport verbrennen. Ebenso haben sie die Möglichkeit, Sporteinheiten zu analysieren und beispielsweise zu prüfen, wie es um die Sauerstoffsättigung im Blut bestellt ist.

All diese Daten können dann genutzt werden, um die eigene Gesundheit zu schonen und zu stärken. Beispielsweise ist es möglich, die einzelnen Trainingseinheiten auf die persönliche Fitness und die eigenen Zielsetzungen anzupassen. Ebenso erkennen Betroffene Schwankungen beim Herzschlag oder Einbußen bei der Fitness zeitnah. Sie können dann entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Abhängig von der jeweiligen Zielsetzung bieten sich Fitness-Tracker mit unterschiedlichen Funktionen und Features an.

Ernährungs-Apps

Unsere Ernährung hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie gesund unser Körper ist und wie fit wir uns fühlen. Häufig bleibt aber nicht die Zeit, um Kalorien zu zählen, gesunde Gerichte zuzubereiten und sich Gedanken über die Inhaltsstoffe bestimmter Lebensmittel zu machen. All diese Aufgaben übernehmen Ernährungs-Apps. Diese helfen dabei die eigene Ernährung im Blick zu behalten und im Namen der Gesundheit zu optimieren.

Beispielsweise haben Nutzer die Möglichkeit, zu prüfen, ob das Verhältnis von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten in ihrer Ernährung optimal ist. Außerdem behalten sie den Überblick über die Kalorien, die sie zu sich nehmen, und wissen genau, ob sie ausreichend viel trinken. Ernährungs-Apps können auf die
individuellen Bedürfnisse der Anwender angepasst werden und helfen dabei, Diätziele zu erreichen oder den eigenen Gesundheitsstand zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. Einige Apps machen zudem Rezeptvorschläge und helfen bei der Erstellung eines individuellen Ernährungsplans. So ist es möglich, sich gesund zu ernähren und den Körper fit zu halten.

Arztsuche

Noch nie war es so einfach, einen qualifizierten Arzt zu finden, wie heute. Im Internet stehen die meisten Mediziner und Praxen mit einem eigenen Webauftritt bereit. Somit ist es leicht möglich, aus unterschiedlichen Anbietern zu wählen und deren jeweilige Leistungsschwerpunkte in den Blick zu nehmen. Auf diese Weise finden Patienten schnell einen Arzt, der nicht nur fachlich kompetent ist, sondern auch durch seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten überzeugt.

Ein Vorteil bei der Online-Suche besteht darin, dass hier zahlreiche Rezensionen anderer Patienten zur Verfügung stehen. Diese teilen ihre Erfahrungen mit einem Arzt oder einer Praxis mit, sodass andere Menschen davon profitieren. Außerdem ist es so im Urlaub oder auf Reisen leicht möglich einen Arzt oder eine Praxis zu finden, an die man sich im Krankheitsfall wenden kann.

Medizinische Online-Lexika

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Lexika zu ganz unterschiedlichen Themen. Unter anderem steht Fachliteratur zu medizinischen Fragen zur Verfügung. Auf diese Weise können sich Patienten über eine diagnostizierte Krankheit informieren und sich Zusatzinformationen holen, damit sie ihre Krankheit optimal auskurieren können. Gelegentlich kommt es vor, dass Ärzte mit Fachbegriffen um sich werfen oder komplizierte Begriffe in ihrer Diagnosestellung nutzen. Solche medizinischen Lexika helfen dabei, die Fachaussagen zu verstehen und einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie es einem geht und was man tun kann, um wieder gesund zu werden.

Weniger Bürokratie dank der Digitalisierung

Durch die Digitalisierung lässt sich der bürokratische Aufwand für Ärzte und Patienten spürbar reduzieren. Die elektronische Gesundheitskarte speichert beispielsweise alle relevanten Daten, die dann von Ärzten ​ausgelesen werden können. Diese müssen dann wichtige Dokumente nicht erst anfordern. Außerdem
können die Praxen ihre Korrespondenz und ihre Patientenakten digital erstellen und führen. Das spart eine Menge Zeit und Papier und reduziert den Platzbedarf für die Einlagerung von Daten erheblich.

Fazit

Die Medizinbranche hat sich durch die Digitalisierung spürbar verändert. Mittlerweile werden Technologien wie die Telemedizin oder Online-Apotheken von vielen Menschen angenommen und gerne genutzt. Solche digitalen Lösungen reduzieren den bürokratischen Aufwand , der nötig ist, um einen Arzttermin zu
bekommen. Entsprechend muss man weniger lang warten, bis man untersucht und behandelt wird. Aber auch für die Ärzte bietet die Digitalisierung eine gute Unterstützung. Sie können effizient arbeiten, mehr Patienten versorgen und ihre Buchführung optimieren.

Autor: Matthias Pfeiffer
Datum: 27.10.2022

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