Haaruntersuchung auf Mineralstoffstatus und Schadstoffstatus

BESTIMMUNG UND AUSWERTUNG DER HAAR-MINERAL-ANALYSE DURCH SPEZIALISIERTE ANBIETER

Die Haar-Mineral-Analyse ist ein Verfahren, dass spezialisierte Anbieter anwenden, um aus Haarproben Werte zu Mineralstoffmangel, Mineralstoffüberschuss oder Schadstoffbelastungen zu ermitteln. Die Kosten für eine Haar-Mineral-Analyse richten sich nach Art und Umfang der beauftragten Auswertung. Angeboten wird die Haarmineraluntersuchung von klinischen Laboratorien, Haaranalyse-Instituten und einigen Apotheken. Je nach Anbieter muss mit Kosten zwischen 20 € und 160 € für eine Haarmineralanalyse gerechnet werden.

Viele Umweltmediziner und Naturheilpraxen nutzen Haar-Mineral-Analysen, aber auch Endverbraucher können die Haaruntersuchung ohne Rezept oder Überweisung bei einem Anbieter ihrer Wahl frei beauftragen.

Zwar ist die Haar-Mineral-Analyse kein anerkanntes diagnostisches Verfahren, das als alleinige Grundlage für therapeutische Entscheidungen oder Diätvorschläge dienen kann, dennoch können wiederholte Analysen, die nach gleichbleibenden Standards durchgeführt werden, veränderte Zufuhren von Mineralstoffen über die Nahrung zuverlässig aufzeigen und auch Hinweise auf verschiedene Schadstoffanreicherungen in Körper geben.

ANBIETERVERZEICHNIS

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Einsatzbereiche

ANALYSEMETHODE DECKT VERSCHIEDENE BEREICHE AB

Analytische Anbieter nutzen Haar-Mineral-Analysen in verschiedenen Einsatzbereichen. Sowohl Ungleichgewichte als auch Therapiefortschritte können anhand von Haarproben ausgewertet werden. Ein Einsatzbereich ist die Auswertung der im Körper vorhandenen nützlichen Mineralstoffe und ein weiterer Bereich ist die Untersuchung der Haare auf schädliche Elemente und Vergiftungen.

Zu den häufigen Ursachen für Ungleichgewichte im Mineralstoffhaushalt zählen Umweltverschmutzung, unausgewogene Ernährung, Überversorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenteneinnahme, aber auch Belastungen durch toxische Schadstoffe.

Weil Haare ein Körpergewebe sind, das aufgenommene Mineralien und Schadstoffe über lange Zeit speichert, zeigt jeder gewachsene Zentimeter individuelle Veränderungen des Mineralstoffgehalts und Schadstoffgehalts auf. Durch zeitlich versetzt durchgeführte Haar-Mineral-Analysen oder die Auswertung verschiedener Abschnitte derselben Haarprobe können Veränderungen von Vitalstoffkonzentrationen und Schadstoffkonzentrationen aufgezeigt und vergleichbar gemacht werden. Anhand der Entwicklung der Analyseergebnisse lassen sich so Therapieerfolge und Entwicklungen aufzeigen.

Längerfristig überprüft werden können etwa Ergebnisse der Einnahme von Mineralstoffpräparaten oder auch die Ergebnisse einer Ernährungsumstellung zur Erhöhung oder Senkung von bestimmten Mineralstoffkonzentrationen im Körper oder eine Erhöhung oder Senkung von Umweltgiften.

Die Haar-Mineral-Analyse wird mitunter auch eingesetzt, um eine vorsorgliche Bewertung der Mineralstoffvorräte im Körper zu ermitteln und auf dieser Basis die Ernährung anzupassen und vorhandene Nährstoffdefzite auszugleichen.

EINSATZBEREICHE IN DER ERNÄHRUNGMEDIZIN UND UMWELTMEDIZIN

In der Ernährungs- und Umweltmedizin kommt die Haar-Mineral-Analyse oft auch in Verbindung mit einer Blutanalyse und Urinanalyse bei folgenden Anzeichen und Beschwerden zum Einsatz:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen
  • Nervosität
  • Innere Unruhe
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Faltenbildung
  • Erschlaffung des Bindegewebes
  • Akne
  • Ekzeme
  • Brüchiges Haar
  • Haarausfall

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UMFANG DER AUSWERTUNG

Viele Laboratorien, Haaranalyse-Institute und Apotheken bieten eine Auswertung an, die gleichzeitig schädliche und nützliche Mineralstoffe in einem Test erfasst.

Je nach Angebot kann der Auftraggeber den Umfang bestimmen und seinen Test zum Mineralstoffgehalt allgemein, zu einzelnen Mineralstoffen oder zu einzelnen Schadstoffen beauftragen. Auch die Auswertung ganzer Mineralstoffgruppen oder Schadstoffgruppen ist je nach Angebot bestellbar.

Haar-Mineral-Analyse zeigt Zusammenhang zwischen Schadstoffen und Mineralstoffstatus auf

HAARUNTERSUCHUNG AUF SCHADSTOFFBELASTUNG BEI SYMPTOMEN ODER KÖRPERLICHEN VERÄNDERUNGEN

Bei Verdacht auf eine Anreicherung mit Schwermetallen oder Aluminium und auch wenn es bereits zu Symptomen oder körperlichen Veränderungen gekommen ist, können mitunter Haare, Fingernägel, Blut und Urin Aufschluss geben, ob es zu einer Schadstoffanreicherung im Körper gekommen ist.

Viele Mineralstoffe und Spurenelemente sind für reibungslose Stoffwechselprozesse verantwortlich. Sowohl zu geringe Mengen, wie auch zu große Anreicherungen bestimmter Mineralstoffe und Spurenelemente führen zu einem unerwünschten Ungleichgewicht, das mit entsprechenden körperlich spürbaren oder sichtbaren Folgen verbunden sein kann. Aber auch vorhandene Belastungen durch toxische Metalle können einen Mineralstoffmangel auslösen.

Beispielsweise lässt sich bei Haarausfall durch eine Untersuchung des Mineralstoffgehalts im Rahmen einer Haar-Mineral-Analyse ermitteln, ob lediglich ein Nährstoffdefizit der Mineralstoffe und Spurenelemente Zink, Kupfer, Selen und Silizium vorliegt oder ob darüber hinaus ein Zusammenhang mit belastenden Schwermetallen in Betracht kommt, die für das Nährstoffdefizit im Körper verantwortlich sein können. Die Untersuchung des Mineralstoffstatus kann außerdem ermitteln, ob eine Unterversorgung mit Eisen vorliegt, die neben einem Defizit verschiedener Vitamine ebenfalls ein möglicher Grund für Haarausfall sein kann.

Ebenso lassen sich schleichende Schwermetallbelastungen im Körper durch die Haar-Mineral-Analyse aufspüren und darstellen. Verschiedene Elemente sind fähig, sich im Gewebe anzureichern und führen je nach angereicherter Menge zu toxischen Reaktionen. So beeinträchtigen etwa angereicherte Metalle wie Quecksilber, Arsen, Blei und andere die Funktion von Gehirn und Nervensystem. Gleichzeitig beeinträchtigen Toxine wie Arsen die Reparaturmechansimen der DNA, sie erhöhen das Krebsrisiko und führen außerdem zu Selenmangel.

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Durch Selenmangel werden wiederum die Immunabwehr, das Herz-Kreislaufsystem sowie das Nervensystem in ihrer Funktion gestört.

NACHWEIS VON SCHADSTOFFEN 

Beim Nachweis von Schadstoffen ist zu berücksichtigen, dass bei der Haar-Mineral-Analyse nicht zu unterscheiden ist, ob die aus der Haarprobe ermittelte Schadstoffbelastung der Elemente über die Nahrung oder über äußere Faktoren in die Haarprobe gekommen ist.

Häufig untersuchte Elemente

UMFANG EINER HAAR-MINERAL-ANALYSE

Abhängig vom angebotenen Umfang des Haar-Mineral-Tests, lassen sich insgesamt für viele verschiedene Mineralstoffe und Spurenelmente Messwerte aus der Haar-Mineral-Analyse gewinnen. Nicht jedes Labor bietet aber den gleichen Umfang an. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, Angebot und Preise zu vergleichen.

Während manche Anbieter ausschließlich umfangreichere Haar-Mineral-Analysen anbieten, bieten andere Basis-Analysen zu den Hauptmineralen und zusätzlich auch differenziertere Testungen an, die sich z.B. nur auf Dosierungen von Nahrungsergänzungsmitteln oder Spurenelemente oder Schwermetalle beziehen.

HAUPTSÄCHLICH ANALYSIERTE MINERALSTOFFE, SPURENELEMENTE UND SCHADSTOFFE 

Häufig untersuchen Anbieter die Haarproben auf folgende Elemente:

Hauptmineralstoffe:

Spurenelemente:

Toxische Mineralstoffe:

Verfahren der Haar-Mineral-Analyse

ANALYSEMETHODEN SIND UNTERSCHIEDLICH

Je nach Labor kommen bei der Haar-Mineral-Analyse unterschiedliche Analyseverfahren zum Einsatz. Zu den neueren und häufigsten Analysemethoden zählt die Massenspektroskopie (ICP-MS), bei der gleichzeitig bis zu 60 Elemente in Haarproben nachweisbar sind.

Beauftragung einer Haar-Mineral-Analyse

ANALYSE KANN AUCH ALS SELBSTTEST FÜR ZUHAUSE BESTELLT WERDEN

Wenn nicht ein Arzt oder Heilpraktiker die Haarprobe entnimmt und die Haar-Mineral-Analyse für einen Patienten beim analytischen Labor beauftragt, kann jeder Verbraucher bei Bedarf eine Haar-Mineral-Analyse selbst bei dem Labor, Haaranalyse-Institut oder der Apotheke seiner Wahl beauftragen. Das funktioniert meist sehr einfach über die Webseite des Anbieters, die alle Angebote, Preise und weiterführende Informationen auch für Endverbraucher bereithält. Nach Auswahl des geeigneten Tests, können Bestellung und Bezahlung oft ganz unkompliziert über den Online-Shop des Anbieters abgewickelt werden. Per Post erhält der Verbraucher wenige Tage nach der Bestellung sein Set zur Haar-Mineral-Analyse.

RÜCKSENDUNG DER HAARPROBE INS LABOR

Die Postsendung des Labors enthält im allgemeinen neben ausführlichem Infomaterial, einem Datenblatt für persönliche Angaben und einer genauen Anleitung auch ein Behältnis für die Haarprobe sowie einen Rückumschlag. Nach der Probenentnahme sendet der Auftraggeber den Rückumschlag mit der Haarprobe an das Labor zur Untersuchung zurück. Je nach Labor und Analyse wird auch nach eventuell bestehenden Erkrankungen, verwendeten Haarprodukten und auch der Ernährungsform gefragt. Auch diese Faktoren können das Ergebnis beeinflussen und manchen Anbieter berücksichtigen diese Angaben bei der Auswertung des Analyseergebnisses, bzw. in ihren Therapieempfehlungen.

Probenmaterial und Probenentnahme für die Haar-Mineral-Analyse

NUR GEEIGNETES PROBENMATERIAL EINSENDEN

Für die Haar-Mineral-Analyse ist nicht jedes Haar geeignet. Damit die Analyseergebnisse möglichst nicht durch innere oder äußere Faktoren verändert sind, muss bei der Probenentnahme verschiedenes berücksichtigt werden und auch das Probenmaterial sollte verschiedene Voraussetzungen mitbringen. Danach eignen sich Haare, die chemisch mit z.B. Tönungen, Bleiche, Dauerwelle oder Färbungen behandelt sind, nicht gut für die Untersuchung.

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Zwar lassen sich im Labor nicht nur Waschmittel, sondern auch Haarfärbemittel mit Ether, Aceton oder hochreinem Wasser auswaschen, dennoch verlangen die meisten analytischen Labore Probenmaterial aus unbehandeltem Haar.

Achselhaare eignen sich dann nicht, wenn sie durch die Verwendung von aluminiumchloridhaltigem Deodorant belastet sind. Neben belasteten Achselhaaren können aber auch rostige oder verschmutzte Scheren ein Analyseergebnis verfälschen.

Am besten eigen sich zur Entnahme der Haarprobe daher Scheren aus Titan, Edelstahl oder Keramik.

Gut geeignet für eine Haar-Mineral-Analyse sind in der Regel unbehandelte Kopfhaare, Barthaare oder Schamhaare. Ob ein Mischen der verschiedenen Körperhaare bei der Probenentnahme erwünscht ist, hängt vom Anbieter ab, manche Anbieter bestehen auf die Einsendung von Kopfhaar-Proben, während andere alternativ auch Fingernägel für die Untersuchung nutzen.

Einige analytische Anbieter fordern ausdrücklich Haarproben an, die der Auftraggeber vor der Entnahme mit einem milden Shampoo reinigt. Für andere Anbieter ist eine Verschmutzung der Haarprobe nicht hinderlich, weil sie selbst die Haare vor der spektralanalytischen Untersuchung grundsätzlich waschen. Um alle Voraussetzungen sicher zu stellen, empfiehlt es sich, vor der Probenentnahme die anbieterspezifische Anleitung genau befolgen, die dem eingesendeten Infomaterial beiliegt oder die auf der Anbieter-Website nachzulesen ist.

VIELE FAKTOREN KÖNNEN DAS ERGEBNIS DER HAAR-MINERAL-ANALYSE BEEINFLUSSEN 

Die Aussagefähigkeit der Haaranalyse ist grundsätzlich durch verschiedene innere und äußere Faktoren beeinflussbar. Zu den Faktoren, die das Ergebnis der Haar-Mineral-Analyse beeinflussen können, zählen neben genetischen Faktoren wie Alter, Rasse und Geschlecht auch körperliche Faktoren wie Anhaftungen von Talg und Schweiß. Gleichfalls können ökologische Faktoren wie Arbeitsplatz, Entnahmeort oder Haarlänge genauso Einfluss nehmen, wie die Verwendung von Haarspray, Färbemitteln oder Körperpflegemitteln. Und auch pharmazeutische Mittel sind in der Lage, den Zustand einer Haarprobe zu beeinflussen.

ENTNAHME DER HAARPROBE

Die Haare sollte man bei der Probenentnahme nicht mit den Haarwurzeln ausreißen, sondern kurz über der Kopfhaut abschneiden. Während manche Anbieter vorgeben, dass die Kopfhaare für die Haarprobe an verschiedenen Stellen des Kopfes entnommen werden, beschränken sich andere Anbieter auf die Entnahme vom Hinterkopf. Geeignet für die Haarprobe sind Kopfhaare, die nahe an der Kopfhaut sind und je nach Anforderung des Anbieters nicht länger als ca. drei bis fünf Zentimeter sind. Längere, abgeschnittene Haarsträhnen sollte man bis auf die vom Labor angeforderte Länge kürzen.

Die benötigte Menge der Haarprobe ist immer von der Art des/der gewünschten Haar-Mineral-Analyse-Tests abhängig. Die erforderliche Menge kann zwischen 1 Teelöffel und zwei Eßlöffeln an Haaren betragen.

Wenn die Kopfhaare chemisch behandelt wurden und sich nicht für die Haarprobe eignen, bieten viele Anbieter alternativ die Einsendung einer entsprechender Menge von Schamhaaren an.

Wenn ein Anbieter allerdings auf eine unbelastete Kopfhaarprobe besteht, so muss man warten, bis das Kopfhaar entsprechend nachgewachsen ist. Das dauert in der Regel zwischen 4 bis 5 Monaten. Pro Monat wächst das Kopfhaar durchschnittlich einen Zentimeter.

Entnommene Haarproben, die in Alufolie und in Plastiktütchen gegeben werden, können durch die Anhaftungen zu verfälschten Ergebnissen. Besser geeignet ist deshalb ein Umschlag aus Pergament oder Papier, z.B. ein Briefumschlag oder ein Papiertütchen.

Auswertung von Haar-Mineral-Analysen

ANALYSEERGEBNISSE KOMMEN MEIST PER E-MAIL

Nach Einsendung des Probenmaterials dauert es je nach Anbieter zwischen 5 – 15 Werktage, bis das Ergebnis der Haar-Mineral-Analyse ausgewertet ist und beim Auftraggeber eintrifft. Übermittelt wird die Auswertung der Haar-Mineral-Analyse vom Anbieter in der Regel per E-Mail.

ANALYTISCHE ANBIETER NUTZEN MEIST D-A-C-H-REFERENZWERTE 

Die meisten Anbieter werten bei chronischen Fehlernährungen oder Mangelernährungen durch mineralische Vitalstoffe die vorhandenen Ungleichgewichte auf Basis der D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr aus. Spezielle Referenzwerte für Haar-Mineral-Analysen, an denen sich die Ergebnisse standardmäßig orientieren, gibt es aktuell nicht. Die D-A-C-H-Referenzwerte gelten für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

ABWEICHENDE WERTE BEI AUSLÄNDISCHEN LABORATORIEN MÖGLICH

Zu deutlichen Abweichungen bei Ergebnissen kann es durch Beauftragung von Laboratorien kommen, die außerhalb von Europa eine Haar-Mineral-Analyse vornehmen und sich anderen, meist abweichenden Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr orientieren. Je nach Gebiet weichen Nährstoffempfehlungen voneinander ab. Besonders in den USA geht man bei vielen Nährstoffen von sehr viel höheren Referenzmengen aus, gerade auch bei Mineralstoffen und Spurenelementen.

AUFSCHLÜSSELUNG DER HAAR-MINERAL-ANALYSE

Ermittelt werden im Rahmen der Haar-Mineral-Analyse niedrige und erhöhte Wert der einzelnen Elemente. Bei einer Gesamtuntersuchung wird in der Regel  abgegrenzt zwischen potentiell toxischen Elementen, Mineralstoffen und Spurenelementen unterteilt.

Jedem untersuchten Element steht in der Auswertung neben dem Referenzwertbereich das persönliche analytische Ergebnis in Zahlenform gegenüber. Zusätzlich enthalten die meisten Auswertungen eine graphische Darstellung nach dem Ampelsystem. So sind auf einen Blick alle vom grünen Referenzwertbereich abweichenden Ergebnisse farblich in orange und rot abgesetzt.

In Verbindung mit der individuellen Auswertung der Analyse liefern viele Anbieter gleichzeitig am Ergebnis orientierte Therapiemempfehlungen mit.

Haar-Mineral-Analyse nicht als einzige Basis für Therapieentscheidung empfohlen

ANALYSEERGEBNIS ERSETZT NICHT ÄRZTLICHE DIAGNOSE ODER FACHMÄNNISCHEN RAT 

Haar-Mineral-Analysen bieten im Vergleich zu Blutproben und Urinproben eine leichtere Probenentnahme und die Möglichkeit, zeitabhängige Einflüsse und höhere Konzentrationen an Spurenelementen zu erfassen, als es in einer einzelnen Blutprobe oder Urinprobe möglich ist. Dennoch wird unter Wissenschaftlern kontrovers diskutiert, inwiefern sich die Mineralkonzentration im Haar im Vergleich mit den anderen Körperspeichern wie Blut, Knochen und Urin generell übereinstimmend darstellen lässt, weil die Speicher nicht zueinander im Gleichgewicht stehen.

Während sich die Haar-Mineral-Analyse in toxikologischen und forensischen Untersuchungen sowie auch zum Nachweis einzelner nahrungsabhängiger Konzentrationen von Spurenelementen als erfolgreich erwiesen hat, gilt nach wissenschaftlicher Auffassung die Haar-Mineral-Analyse allein aber nicht als sichere Methode, um den aktuellen individuellen Spurenelemente-Status widerzuspiegeln.

Wenn ein Ergebnis der Haaranalyse vom Normalstatus abweicht, wird deshalb zu weitergehenden Untersuchungen von z.B. Nägeln, Blut und/oder Urin geraten.

Insofern kann das Haar-Mineral-Analyseergebnis, das vom Verbraucher ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker beauftragt wurde, bei Abweichungen zwar einen Hinweis liefern, aber es kann eine persönliche ärztliche oder therapeutische Diagnose nicht ersetzen. In Verbindung mit Entscheidungen zu Therapien oder der Einnahme von Medikamenten, wird bei einem auffälligen Ergebnis der Haar-Mineral-Analyse ärztlicher bzw. therapeutischer Rat empfohlen und möglicherweise sind auch weitergehende Untersuchungen von Nägeln, Blut und Urin sowie andere Diagnosemethoden notwendig.

Umweltbundesamt. Haaranalyse in der Umweltmedizin.(PDF)

Institut für Umweltmedizin Wolfhagen (IFU)

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 11/2019

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

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