Ob Mann oder Frau, jeder hätte gerne sein Leben lang gesundes und fülliges Haar. Doch viel zu früh zeigen sich bei den meisten Menschen kahle Stellen auf dem Kopf. Männer trifft es mit den sogenannten Geheimratsecken und schütterem Hinterhaupthaar. Frauen entdecken während der Menopause, dass die Kopfhaut im Bereich des Scheitels deutlicher sichtbar wird. Woran liegt das und lässt sich etwas dagegen tun?

Warum fallen Haare aus?

Haare sind in der Kopfhaut verankert und daher auf ein gesundes Kopfhautklima angewiesen. Erhalten die Zellen in diesem Bereich ausreichend Nährstoffe, entwickeln sich kräftige Haarwurzeln, aus denen gesundes Haar wachsen kann. Beim Haarausfall sind diese Bedingungen nicht länger gegeben, was sich auf Stress, hormonelle sowie erblich bedingte Ursachen und auf die Ernährung zurückführen lässt.

Stress und hormonelle Ursachen

Das Eintreten der Menopause, das Ende einer Schwangerschaft oder das Absetzen der Pille können Auswirkungen auf das hormonelle System im Körper einer Frau haben. Das Gleichgewicht der Hormone ändert sich, was sich in Form von Haarausfall bemerkbar machen kann. Stress muss ebenfalls als Ursache genannt werden, wenn es um hormonelle Ursachen geht. Ein dauerhaft angespannter Zustand, Ängste und Überforderung bewirken ihrerseits das ständige Ausschütten von Stresshormonen. Diese erhöhte Konzentration im Blut sorgt dafür, dass sich die Nährstoffzufuhr zu den einzelnen Zellen verringert. Symptome können ausfallende Haare sein, weil die Haarwurzeln von der Kopfhaut nicht länger festgehalten werden.

Erblich bedingter Haarausfall

Wenn den Vätern die Haare frühzeitig ausgehen, ist das gleiche Schicksal für die Söhne sehr wahrscheinlich. Es sei denn, man ergreift bewusst Gegenmaßnahmen. Genetisch bedingter Haarausfall mag sich nicht komplett verhindern lassen, aber es gibt innere und äußere Maßnahmen der Vorbeugung.

Fehlerhafte Ernährung

Der menschliche Körper kann eine Mangelernährung über einen langen Zeitraum ausgleichen, bis die ersten Symptome auftreten. Bei Haarausfall sollte an fehlendes Vitamin-B, freie Radikale in der Blutbahn und eine Unterversorgung mit ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (Krill-Öl) gedacht werden. Hinzu kommt der Mangel an:

  • Eisen
  • Zink
  • Vitamin A​
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Folsäure

Nur wenn alle Mineralien und Vitamine im richtigen Verhältnis im Körper vorhanden sind, können Haare in ihrer natürlichen Pracht wachsen. Die überwiegende Ernährung mit Fertigprodukten und Fast Food sorgen jedoch dafür, dass die heutige Nährstoffbilanz unausgewogen ist. Der Ausfall der Haare ist nur ein Symptom in Folge dieser Mangelernährung.

Hilfe für die Kopfhaut

Kann die Kopfhaut die Haarwurzeln nicht mehr festhalten, braucht es Hilfe. Beispielsweise mit verschiedenen Kopfhaut-Therapeutika, die durch ihr Auftragen das Milieu der Kopfhaut verändern und positiv beeinflussen. In diesem Zusammenhang sei auch die Brennnessel genannt, die als Tee oder in die Kopfhaut einmassiert, wichtige Nährstoffe liefert. Sie bringt eine Übersäuerung des Körpers ins Gleichgewicht, was die Voraussetzung für eine optimale Nährstoffversorgung ist.

Koffein-Shampoos versprechen ebenfalls kräftigeres und volleres Haar, speziell im Zusammenhang mit den Wechseljahren. Hier muss jeder selbst testen, welche Veränderungen möglich sind. Oft sind auch Grunderkrankungen als Ursache für hormonellen Haarausfall zu berücksichtigen. Dann muss dieser von innen therapiert werden, da äußere Anwendungen nur am Symptom ansetzen.

Tipps:

Speziell kreisrunder Haarausfall macht Angst. Während hormonell bedingter Haarausfall dafür sorgt, dass sich die Anzahl der Haare auf dem gesamten Kopf gleichmäßig reduziert, treten bei kreisrundem Haarausfall größere kahle Stellen auf. Besonders bei langen Haaren kann der plötzliche Anblick der nackten Kopfhaut Panik hervorrufen. Aber mit etwas Geduld wachsen die Haare wieder nach. Dazu folgende Tipps:

  • Jeglichen Stress und alle negativen und ängstlichen Gedanken aus dem Kopf verbannen
  • Die Ernährung umstellen und gegebenenfalls Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in Form von Nahrungsergänzungsstoffen einnehmen
  • Die Haare nach dem Waschen nur mit den Fingern kämmen
  • Zug an den Haaren vermeiden (Zopfbänder oder Haarspangen)
  • Regelmäßige Behandlungen der Kopfhaut mit rohen Eiern und Brennnesseltee
  • Akupunkturpunkte für den Kopfbereich stimulieren

Haarausfall muss nicht hingenommen werden, denn es gibt Möglichkeiten, dieses Symptom zu mildern oder es auch zu heilen. Voraussetzung dafür ist ein gesunder Körper, der sich mit den richtigen Nährstoffen und ausreichend Bewegung selbst regenerieren kann.

Autor: Silke Fröhlich
Bildquelle: © cottonbro von Pexels (CCO)
Datum: 06.10.2021

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Suche