Haaraufall kann viele Gründe haben

URSACHEN ERKENNEN UND GEGENWIRKEN

Jeden Tag verlieren wir zwischen 50-100 Haare. Das ist völlig normal. Wenn es zu verstärktem Haarausfall (Alopezie) kommt, sind verschiedene Ursachen möglich. Verstärkt wird Haarausfall etwa durch schlechte Ernährung, Rauchen, ungünstige Lebensgewohnheiten oder Gewichtsabnahme. Auch Stress, Umweltgifte, Allergien, Pilze oder die schlechte Durchblutung der Kopfhaut verstärken den Ausfall.

Wenn man vermehrt Haare verliert, kann das außerdem die Folge von Krankheiten, Bestrahlungen und Chemotherapien sein. Haarausfall ist aber auch eine ganz normale Alterserscheinung, die in den Genen begründet liegt. Zu vorübergehendem Haarverlust kann es bei Frauen nach der Geburt eines Kindes kommen. Dieser Haarverlust gilt als harmlos und die Haare wachsen meist nach einigen Wochen nach.

HAARAUSFALL BEOBACHTEN

Bei Verdacht auf vermehrten Haarausfall lassen sich zur Überprüfung und Selbstkontrolle täglich die ausgefallenen Haare zählen, die man beim Bürsten verliert und die sich nach dem Haarewaschen im Ausguss sammeln. Fallen über einen Zeitraum von mehr als 4 Wochen pro Tag mehr als 100 Haare (Effluvium) aus, sollte man die Ursache für den Haarausfall beim Hautarzt ärztlich abklären lassen. Es gilt, je früher der Haarausfall erkannt wird und seine Ursache festgestellt wird, desto erfolgreicher kann eine Behandlung verlaufen.

UNTERSUCHUNGSVERFAHREN 

Weil Haare als Hautanhangsgebilde gelten, sind Hautärzte auf Patienten mit Haarausfall spezialisiert. Verschiedene Untersuchungen stellen fest, welche ursächliche Erkrankung vorliegt oder sie schließen Erkrankungen als Ursache aus. Im Rahmen der ärztlichen Diagnose finden bei Haarausfall z.B. folgende Untersuchungsverfahren Anwendung:

Haaranalsye - Trichoscan oder Trichogramm?

Mikroskopische Haaranalsye

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Trichogramm & Trichoscan

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ALOPEZIE 

Haare können am ganzen Körper ausfallen, zumeist ist aber das Kopfhaar betroffen. Man unterscheidet zwischen dem lokalisierten Haarausfall, bei dem an kleineren Stellen das Haar ausfällt und dem generalisierten Haarausfall, bei dem es zur Ausdünnung oder dem Ausfall des gesamten Haares kommt. Das Auftreten kann dauerhaft sein oder sich über einen begrenzten Zeitraum erstrecken.

Formen von Haarausfall

URSACHEN – SYMPTOME – VERLAUF – BEHANDLUNG

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ANLAGEBEDINGTER HAARAUSFALL 

Der anlagebedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist bei Männern und Frauen mit 95% die häufigste Form des Haarausfalls. Oft sind mehrere Familienmitglieder betroffen. Anlagebedingter Haarausfall ist genetisch vorbestimmt und basiert auf einer erhöhten Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber den männlichen Sexualhormonen, die als Androgene bezeichnet werden. Bei den Männern sind es 75% und bei den Frauen sind es 50 %, die unter dieser Form von Haarausfall leiden. Auch abhängig vom Typ und von der Veranlagung nimmt der Grad der Alopezie mit dem Alter zu. Die Veränderung beginnt bei Männern und Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Männliche Glatzen können sich teilweise schon in der Pubertät entwickeln. Vorbeugend kann man nichts gegen das Phänomen unternehmen. Das Auftreten liegt in den Genen.

Entstehung

Durch die entwickelte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon DHT (Dehydrotestosteron) folgt eine Verkleinerung der Haarfollikel. DHT ist ein biologisch aktiver Metabolit von Testosteron, der auch zu den männlichen Sexualhormonen zählt. Durch die Verkleinerung der Haarfollikel fallen die Haare schneller aus. Zunächst verkürzt sich die Wachstumsphase und die Ruhephase verlängert sich stetig, bis das Wachstum komplett eingestellt wird und das Haar ausfällt. Im Verlauf werden die Haare immer kürzer und dünner, weil sie sich wegen der verminderten Wachstumsphase nicht mehr vollständig entwickeln können. Der Haarverlust kann auch schubweise erfolgen, so dass es Zeiträume ohne vermehrten Haarausfall gibt.

Der androgenetische Haarausfall tritt bei Frauen erst mit den Wechseljahren ein. Ursache ist eine verminderte Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen. Es ist bislang nicht klar, ob auch beim Mann von einem „Klimakterium“ gesprochen werden kann, denn bei Männern vermindert sich mit dem Alter die Produktion des männlichen Sexualhormon Testosteron. Die Verminderung verläuft aber langsamer als bei den Frauen. Der anlagebedingte Haarausfall tritt bei Männern durch eine Verminderung der Testosteronproduktion auf, während bei den Frauen ein vermehrter Anteil von männlichen Geschlechtshormonen den Haarverlust auslöst. Der Haarausfall tritt dann durch die verminderte Produktion von weiblichen Sexualhormonen (Östrogenen) ein.

Bei Frauen verläuft die androgenetische Alopezie nicht gleich wie beim Mann. Meist kommt es zu einer mehr oder weniger gleichmäßigen Ausdünnung im Scheitelbereich. Aber auch bei Frauen kann ein Zurückweichen des Haaransatzes an der Stirn auftreten. Nur sehr selten bekommen Frauen eine Stirnglatze, wie sie bei Männern üblich ist. Der Anteil der betroffene Frauen über 40 Jahre, die die Hälfte der Kopfbehaarung verloren haben, beträgt etwa 30%. Im Alter von 50 Jahren haben etwa 50% der betroffenen Frauen die Hälfte ihrer Haare verloren.

Hervorgerufen werden kann ein massiver Verlust von Haaren bei Frauen aber auch durch eine androgenhaltige „Pille“. Der Haarverlust tritt unter Umständen erst verzögert auf und hält auch nach Absetzen der „Pille“ möglicherweise noch länger an.

Folgen

Bei Männern beginnt die androgenetische Alopezie im Alter zwischen 18 und 20 Jahren. Etwa ab dem 25. Lebensjahr ist sie für gesteigerten Bartwachstum und eine Vermehrung der Talgdrüsen auf dem Kopf verantwortlich, die wiederum zum Haarausfall führen. Ab dem 40. Lebensjahr verläuft der Verlust der Haare dagegen nur noch langsam. Der genetisch bedingte Haarausfall kennt beim männlichen Geschlecht vier Stadien. Meist verläuft der genetisch bedingte Haarausfall stärker, wenn er schon frühzeitig aufgetreten ist.

Zuerst weicht beim Mann der Haaransatz zurück und es bilden sich Geheimratsecken. Im zweiten Stadium lichtet sich das Haar am Hinterkopf (Tonsur) und im Scheitelbereich, während im dritten Stadium die Geheimsratecken mit der Tonsur zusammenlaufen können. Im vierten Stadium bildet sich im Laufe der Zeit der Oberkopf zu einer Glatze aus. Es kommt aber meist nie zum vollständigen Haarverlust, da die Haare an Schläfen und dem unterem Bereich vom Hinterkopf erhalten bleiben.

Während es bei Männern im vierten Stadium zur Glatzenbildung kommen kann, lichtet sich bei Frauen oft das Haupthaar nur. Frauen mit androgenetischer Alopezie entsprechen häufig dem männlichen Behaarungstyp mit Haaren an Unterschenkeln, Zehen und im Gesichtsbereich. Der weibliche anlagebedingte Haarausfall verläuft in drei Stadien nach Ludwig. Im Stadium I nach Ludwig lichtet sich das Haupthaar vom Mittelscheitel aus mäßig, so dass die Kopfhaut durchschimmert. Im Stadium II nach Ludwig nimmt der Haarverlust um den Scheitelpunkt weiter zu, so das die Kopfhaut deutlich zu sehen ist, während im Stadium III nach Ludwig kein Scheitel mehr zu sehen ist und im Bereich des Oberkopfes die Kopfhaut nur noch mit wenigen dünnen und kurzen Haaren besetzt ist.

Behandlung

Je früher der anlagebedingte Haarausfall erkannt wird, desto erfolgreicher kann eine Behandlung sein. Bis ein Erfolg sichtbar wird, vergehen nicht selten 3 Monate. Nur teilweise wachsen an kahlen Stellen wieder Haare, denn eine Verkleinerung der Haarfollikel lässt ist in aller Regel nicht umkehrbar.

Bislang ist nicht ausreichend belegt, dass sich der anlagebedingte Haarausfall durch übliche Produkte zur Haar-Reinigung, Haar-Pflege oder kosmetische Haarwuchsmittel wirksam beeinflussen lässt.

Medikamente und Haarwasser

Neue Medikamente können den Haarausfall stoppen. bei Frauen kommen häufig Hormonpräparate in Form von z.B. hormonhaltigen Verhütungsmitteln oder östrogenhaltige Mitteln zum äußerlichen Auftragen zur Anwendung.

Nicht selten kommen bei Männern Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid  zum Einsatz. Bei Frauen ist der Einsatz des Wirkstoffs dagegen nicht erlaubt. Finasterid ist in der Lage, DHT zu blockieren und soll bei über 90% der Anwender erfolgreich den anlagebedingten Haarausfall stoppen. Allerdings traten nach der Markteinführung Nebenwirkungen wie sexuelle Dysfunktion einschließlich erektiler Dysfunktion, Ejakulationsstörung und verminderter Libido sowie psychische Störungen auf. In einzelnen Fällen können die Nebenwirkungen auch länger als 10 Jahre nach Absetzen der Therapie mit Finasterid bestehen bleiben. Daneben berichteten behandelte Patienten über Depressionen, depressive Verstimmungen und Suizidgedanken. Auch Angst wurde als neue Nebenwirkung nach Risikoinformationen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in die Gebrauchsinformation von Finasterid aufgenommen.

Daneben stoppen östrogenhaltige Haarwässer ebenfalls relativ zuverlässig den Haarverlust. Die Östrogene neutralisieren die Wirkung von DHT im Haarboden solange, wie die Haarwässer angewendet werden. Ohne Anwendung verliert man die Haare weiter.

Auch eine hormonfreie Lösung mit dem rezeptpflichtigen Wirkstoff Minoxidil wird gegen diese Form der Alopezie eingesetzt und regt das Haarwachstum zeitweilig wieder an. Auch hier fallen die Haare wieder aus, wenn das Produkt abgesetzt wird. Für Frauen gibt es eine Lösung mit geringerer Konzentration.

Haarersatz und Haartransplantationen

Neben Perücken und Toupets bieten Haartransplantationen eine dauerhafte Lösung gehen kahle Stellen der Kopfhaut. Bei der Haartransplantation gibt es verschiedene Techniken. Bei der autologen Haartransplantation wird nach der Verabreichung eines Betäubungsmittels unter örtlicher Betäubung aus dem Nacken oder hinter den Ohren ein Hautstreifen mit Haaren und Haarfollikeln entfernt und an der Empfängerstelle wieder eingesetzt. An der Empfängerstelle werden die Haare der Spenderstelle mit einer Pinzette in viele kleine Einschnitte eingefügt, die zuvor mit dem Skalpell gemacht wurden. Kurz nach der Transplantation fallen die Haare aus und die Follikel bilden im Zeitraum zwischen 3 Wochen und 3 Monaten neue Haare aus. Die Dauer einer autologen Transplantation beträgt etwa 1 Stunde. Nach 5 Tagen ist die Wundheilung abgeschlossen.

KREISRUNDER HAARAUSFALL 

Ein kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine Autoimmunerkrankung. Dabei richtet sich wahrscheinlich fehlgesteuerte körpereigene Immunzellen der Haut gegen die Haarwurzeln, wobei sie eigentlich krankmachende Keime abwehren sollten. Kreisrunder Haarausfall tritt gleich nach dem genetisch bedingten Haarverlust am häufigsten auf. Typischerweise fallen die Haare im Bereich von Kopf oder Bart in einem scharf abgegrenzten Herd aus, die Kopfhaut bleibt glatt und blank. Die Haarzwiebeln sind von Entzündungszellen umgeben, die verhindern, dass das Haar weiter wächst. Es bricht ab und fällt aus. Die Haarfollikel bleiben jedoch lebendig und „schlafen“ oder lassen das Haar kleiner wieder nachwachsen. Auch schlafende Haarfollikel können wieder nachwachsen. Betroffen sind Männer und Frauen gleichermaßen. Die Alopecia areata kann  in jedem Alter auftreten, findet sich aber am häufigsten bei jüngeren Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Etwa 25 % der Patienten erkranken vor der Pubertät. Die Autoimmunerkrankung kommt ab dem 50. seltener vor. Das Phänomen tritt ohne Vernarbungen oder Gewebeschwund auf.

Man unterscheidet zwischen der Form Alopecia areata totalis, bei der der Haarverlust alle Kopfhaare betrifft und der Alopecia areata univeralis, bei der Nicht nur die Kopfhaare, sondern auch alle Körperhaare ausfallen, sogar die feinen Haare in Ohren und Nase.

Entstehung

Die Ursachen der Entstehung sind bislang weitgehend ungeklärt, deutsche Forscher sehen die Ursache im Immunsystem. Bislang ist auch noch nicht eindeutig erwiesen, ob ein kreisrunder Haarausfall nicht auch genetisch veranlagt ist. Zwar gibt es einige mögliche Zusammenhänge durch gleichermaßen betroffene Eltern und Kinder, diese werden derzeit noch näher untersucht. Wissenschaftler diskutieren auch die Möglichkeit, dass die Erkrankung Folge eines seelischen Schocks oder Traumas sein kann, das in Verbindung mit Stress etwa durch einen Schicksalsschlag wie Tod oder Trennung ausgelöst wird. Bei manchen Betroffenen tritt etwa drei Monate nach einem derartigen Ereignis ein kreisrunder Haarausfall auf. Bei der Mehrzahl der Kinder, die an Alopecia areata erkranken, ensteht die Krankheit z.B. nach schulischen Misserfolgen, Wohnortwechsel oder einer elterlichen Trennung. Behandelt werden diese Patienten von speziellen psychosomatischen Dermatologen.

Verlauf und Begleitsymptome

Der Haarausfall bei Alopecia areata beginnt schlagartig in einem oder auch in mehreren Bereichen, die flächenmäßig groß oder klein sein können. Er kann sich  auf die gesamte Kophaut ausweiten und sogar ein Kahlwerden über Nacht kann auftreten. Bei etwa 80% der Betroffenen entseht die gewöhnliche Form, bei der weiger als 10% in totalen Haarausfall übergehen. Bei dieser Form entwickeln sich nur vereinzelt kahle Stellen. Diese heilen oft ohne Behandlung nach einigen Monaten wieder ab. Zwischen dem Zuwachsen und einem erneuten Haarverlust kann ein Zeitraum zwischen 6 Monaten und mehreren Jahrzehnten liegen. Bezeichnend ist, dass das Haarwachstum im Zentrum der Kahlstelle beginnt, an der die Haare zuvor zuerst ausgefallen sind. Nachgewachsene Haare, die anfangs farlos und dünn sein können, nehmen mit der Zeit die normale Farbe an.

Wenn im Randbereich der kahlen Stellen bei der Alopecia areata die typischen Stummelhaare (Ausrufezeichenhaare) auftreten, gilt das als Signal für eine aktive Erkrankung, die weiter fortschreitet. Sie bedecken die Kopfhaut meist nur wenige Millimeter. Mehr als 30% der Betroffenen klagt in Verbindung mit der Alopecia areata über weitere Erkrankungen und Störungen des Immunsystems.

Folgende Symptome können den kreisrunden Haarausfall u.a. begleiten:

  • Beim Kämmen juckende, brennende oder empfindliche Kopfhaut (Trycodynie)
  • Angeschwollene Lymphknoten
  • Nägel mit Längsrillen, Grübchen, Verdickungen oder Tüpfelnägel
  • Neurodermitis
  • Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
  • Angststörungen
  • Phobien
  • Depressionen 
  • Schilddrüsenerkranikungen (Hashimoto Thyreoiditis)
  • Rheuma
  • atrophische Gastritis

Behandlung

In den meisten Fällen ist kein Auslöser beim kreisrunden Haarausfall zu ermitteln. Die Behandlung kann langwierig sein und viel Geduld erfordern, denn es gibt keine erfolgreiche Standardtherapie. Auch können durch einen schubweisen Verlauf der Alopecia areata trotz wirksamer Behandlung Verschlechterungen einsetzen. Betroffene haben gute Heilungschancen – je eher die Behandlung einsetzt, desto günstiger.

Zur Auswahl stehen u.a. verschiedene schulmedizinische und naturheilkundliche Therapien, die oft auch kombiniert angewendet werden:

  • Kortisongaben innerlich/ äußerlich zur Unterdrückung der Immunentzündung
  • Medikamentöse Behandlungen zur innerlichen, bzw. äußerlichen Behandlung, z.B.  Sulfasalazin, Lamprene, Cyclosporin A, Minoxidil, Nicotinat
  • Laserbehandlungen
  • Reiztherapie
  • Infusionen mit Vitamin C
  • Botoxbehandlungen
  • Ätherische Ölkombinationen
  • Langfristige Basistherapie mit Vitaminen und Mineralstoffen
  • Haarersatz mit Haarteilen oder Perücke

Empfohlen wird besonders Betroffenen, bei denen ein traumatischen Erlebnissen krankheitsauslösend ist, immer auch ein geeignetes Stressmanagement, um ihren Stress besser bewältigen zu können. Geeignete Methoden sind u.a. etwa die Progressive Muskelentspannung, Yoga, Autogenes Training oder eine Atemtherapie.

Die Möglichkeit einer Spontanheilung ist bei den Betroffenen besonders groß, bei denen vor einem neuen Ausbruch es zu längeren krankheitsfreien Intervallen kommt. Bei dieser Form des kreisrunden Haarausfalls ist die Mehrzahl der Therapien erfolgreich.

Dagegen lässt sich der kreisrunde Haarausfall in seiner permanenten und dauerhaften Form oft nicht so erfolgreich behandeln. Besonders dann nicht, wenn die Haare am Hinterkopf schnell ausfallen.

DIFFUSER HAARAUSFALL

Diffuser Haarausfall umfasst jede Alopezie, bei der keine Entzündung der Kopfhaut vorhanden sind oder es zum Abbrechen der Haare kommt. Bei diffusem Haarausfall ist ebenso ein hormonbedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) auszuschließen und es kommt auch nicht zu einzelnen Kahlstellen auf dem Kopf. Der diffuse Haarausfall ist dadurch gekennzeichnet, dass die Haare über den Kopf verteilt ausfallen und die Dichte des Haares ständig abnimmt. Oft ist die Kopfhaut zu sehen, jedoch kommt es nicht zur Glatzenbildung, weil einige Haare erhalten bleiben. Diffuser Haarausfall umfasst alle Alopezien, die ohne Kahlstellen sind, keine genetisch bedingte Ursache haben, bei denen keine entzündete Kopfhaut zugrunde liegt und bei dem die Haare nicht abbrechen. Er kann in jedem Alter auftreten. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer.

Diffuser Haarausfall kann auch in einer Mischform vorliegen und dann besonders schwierig zu diagnostizieren sein kann. Dabei ist möglich, dass z.B. eine diffuse Alopezie, die hormonelle Ursachen hat, von einer diffusen Alopezie überlagert wird, die eine andere Ursache hat. Auch kann ein kreisrunder Haarausfall auftreten, der seine Ursache in einer diffusen Alopezie hat.

Ursachen

Ursächlich ist in der Regel das Wachstum in den Haarfollikeln gestört, die aber grundsätzlich funktionsfähig bleiben. Die Ursache für diffusen Haarausfall kann ganz unterschiedlicher Natur sein. Ursächlich sein können etwa:

  • Stress
  • Infektionen
  • Ernährungsbedingter Nährstoffmangel
  • Medikamente, Z.B. Chemotherapien
  • Hormonelle Störungen
  • Vergiftungen durch Umwelteinflüsse
  • Schwermetallvergiftung
  • Geburt
  • Allergische Reaktionen
  • Schwere Operation
  • Radioaktive Verstrahlung

Diagnose und Therapie bei diffuser Alopezie

Die Ursache bei diffusem Haarausfall zu diagnostizieren, ist am schwierigsten. Bei Frauen kann es auch zu Fehldiagnosen mit dem androgenetsichen Haarausfall kommen. Meist sind umfangreiche Untersuchungen dafür erforderlich. Die Wahl der Therapie richtet sich bei diffusem Haarausfall nach der Ursache. Ist die Ursache herausgefunden und wird schnell behandelt, sind die Heilungsaussichten sehr gut. Je länger die diffuse Alopezie aktiv ist, desto länger dauert nach der Diagnose und Behandlung auch der Heilungsprozess. Wenn Untersuchungen ergeben, dass eine Erkrankung zugrunde liegt, muss diese entsprechend behandelt werden.

Bei akutem und schnell voranschreitendem Haarverlust besteht die Möglichkeit, dass der Haarwuchs schneller wieder einsetzt als bei diffusem Haarausfall, der schon länger besteht.

Einfluss von Nährstoffen auf diffusem Haarausfall

Durch einseitige Ernährung oder längerfristige Diäten kann ein Vitaminmangel an Vitamin A, Vitamin K, den Vitaminen der B-Gruppe und Biotin entstehen, der zu Haarausfall führt.

Haare können aber auch durch eine starke Überdosierung von Vitamin A, Vitamin C und Folsäure ausfallen. Begünstigt wird der Ausfall durch Nierenfunktionsstörungen und auch eine vorgeschädigte Leber.

Neben Schwefel und essentiellen Fettsäuren kann auch ein starker Mangel der Spurenelemente Kupfer, Silizium, Zink und Selen Haarverlust auslösen.

Schwermetalle können zu Haarverlust führen

Die chronische Aufnahme von Schwermetallen wie Blei oder Cadmium kann Haare ausfallen lassen.

Schwermetallwerte im Körper können durch eine Analyse der Haarminerale ermittelt werden. Chronische Schwermetallbelastungen können über spezielle Verfahren ausgeleitet werden.

Krankheiten als Ursache für Haarausfall

Auch Stoffwechselerkrankungen wie Morbus Crohn und Diabetes Mellitus können neben Magersucht oder Bulimie in Verbindung mit verminderter Nahrungsaufnahme Haarausfall verursachen. Ebenso können Eisenmangel, Schildrüsenunterfunktion, Allergien, Depressionen, Wundrose oder eine Grippe zum vermehrten Ausfall von Haaren führen.

Außerdem kann es bei Geschlechtskrankheiten wie Syphilis in fortgeschrittenem Stadium sowie bei verschiedenen Infektionskrankheiten wie Scharlach und Typhus zum Haarverlust kommen. Ebenfalls können Pilzerkrankungen die Ursache für Haarausfall sein.

Sowohl einige Unterfunktionen, Fehlfunktionen wie auch Traumata mit psychíscher Ursache werden mit Haarausfall in Verbindung gebracht. Haare können etwa auch durch eine Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems oder durch eine verminderte Funktion der Hirnanhangdrüse ausfallen.

Chemikalien können Haarverlust auslösen

Auf Inhaltsstoffe von Haarpflegeprodukten kann der Körper allergisch reagieren und so den Haarausfall beschleunigen. Experten raten zur Verwendung natürlicher Produkte.

Erkrankung der Kopfhaut führt zu narbigem Haarausfall

Narbiger Haarausfall bezeichnet eine Gruppe von Störungen, die für dauerhaften Haarausfall verantwortlich gemacht werden. Diese Form des Haarausfalls beruht auf einer Erkrankung der Kopfhaut, die mit einer Schädigung der Haut und der haarbildenden Organe in unteren Hautschichten einhergeht. Narbiger Haarausfall lässt sich nur verhindern, wenn die zugrunde liegende Ursache bekämpft werden kann. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zur dauerhaften Zerstörung der Haarfollikel, zur Hautvernarbung und zum irreversiblen Haarausfall.

Während der Entstehung können Pusteln auftreten oder häufig werden auch rote Flecken beobachtet, die sich an der Basis des Haarschaftes entzünden. Narbige Alopezie kann aber auch ohne sichtbare Entzündungen auftreten und das Haar tief in der Kopfhaut zerstören. Meistens schreitet der Haarausfall langsam voran, beobachtet werden aber auch narbige Alopezien mit schnellerem Haarausfall.

Symptome

Neben verschiedenen möglichen Symptomen, die die Grunderkrankung hervorruft, kann narbiger Haarausfall außerdem von folgenden Symptomen begleitet sein:

  • Juckreiz
  • Entzündlicher, rotgefärbter Rand um die Kahlstellen
  • Schmerzende Kopfhaut
  • Narbenbildung
  • Verlust der Augenbrauen

Ursachen

Als Ursache für den narbigen Haarausfall gelten verschiedene  Ursachen. Dazu zählen:

  • Radioaktive Verstrahlung
  • Gürtelrose
  • Verbrennungen
  • Infektionen durch Bakterien und Pilze
  • Medikamentöse Nebenwirkungen
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Lupus erythematodes)

Haupttypen von Haarausfall durch Entzündungen der Kopfhaut

Allgemein unterscheidet man die narbige Alopezie grob nach Art der vorliegenden Entzündungszellen (Lymphozyten oder Neutrophile) in zwei Haupttypen, für die in Studien verschiedene Ansätze von medikamentösem Behandlungsformen erforscht werden. Allerdings gibt es auch Fälle, die nicht nach diesem Muster klassifizierbar sind.

Lymphozyten

  • Chronischer Lupus erythematodes (CCLE)
  • Lichen planopilaris
  • Zentralzentrifugale Narbenalazie (CCCA)

Neutrophile

  • Folliculitis Decavans
  • Dissecting Cellulitis

Diagnose

Bei Verdacht auf eine Entzündung der Kopfhaut wird dazu geraten, diese schnellstmöglich ärztlich behandeln zu lassen, um fortschreitenden Haarausfall durch weitere Narbenbildung zu verhindern. Narbiger Haarausfall lässt sich nur aufhalten, die zugrunde liegende Ursache diagnostiziert und behandelt wird.

Zur Abklärung werden häufig neben der Untersuchung der Haut, Mundschleimhaut und der weiteren Hautanhangsgebilde wie Fingernägel auch eine Bluttests und eine Biopsie der Kopfhaut vorgenommen. Diese Gewebeprobe erstreckt sich auf meist auf einen Hautbereich mit aktiver Entzündung, der noch Haarreste enthält. Beim narbigen Haarausfall vermisst der Arzt in der Regel die befallenen Partien und hält den Zustand fotografisch fest.

Behandlung

Der narbige Haarausfall lässt sich nicht mit den üblichen Therapien und Haarwuchsmitteln behandeln. Je nach Art der auslösenden Erkrankung wird diese behandelt. Zum Einsatz kommen häufig auch Antibiotika und kortisonhaltige Salben, die das Immunsystem beruhigen können. Auf vernarbtem Gewebe ist jedoch ein Haarwachstum nicht mehr möglich. Da die narbige Alopezie oft mit nicht mehr veränderbaren, unästhetischen Hautveränderungen auftritt, ist es den Betroffenen kaum zumutbar, eine Glatze zu tragen. Wenn ausreichend eigenes Haar vorhanden ist, besteht in vielen Fällen die Möglichkeit einer Haartransplantation, ansonsten stehen weitere kosmetische Möglichkeiten zur Verfügung. Neben operativen Eingriffen können Haarersatz, Haarteile oder Haarintegrationen für Betroffene eine Lösung darstellen.

Kostenübernahme bei narbiger Alopezie durch die Krankenkasse

Je nach Krankenkasse werden bei narbiger Alopezie die Behandlungskosten ganz oder anteilig übernommen.

Bei Haarausfall fehlen oft Nährstoffe

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VERSCHIEDENE LEBENSMITTEL FÖRDERN HAARWUCHS

Fehlende Nährstoffe in der täglichen Ernährung können zu Mängeln führen, die sich negativ auf den Haarwuchs auswirken und zu Haarausfall beitragen können. Hierzu zählt besonders der Mangel an B-Vitaminen, essentiellen Fettsäuren, Schwefel und den Spurenelementen Zink, Kupfer und Silizium. Auch hochwertiges Protein aus Nahrungsmitteln wie magerem Fleisch, Fisch, Eiern und Milch sollte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Essentielle Fettsäuren für das Haar liefern kaltgepresste Öle aus Leinsamen, Mais, Distel und Sesam.

ORTHOMOLEKULARMEDIZINER EMPFEHLEN BEI HAARAUSFALL VERSCHIEDENE NÄHRSTOFFE 

Orthomolekularmedizinisch werden bei Haarausfall täglich verschiedene Nährstoffe empfohlen, die dem Haarausfall entgegenwirken können, der nicht altersbedingt ist. Nebenbei sorgen diese Nährstoffe für normalen Haarwuchs und gesunde Haare. In ausreichenden Mengen kann man sie über die tägliche Ernährung oder über entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zuführen.

BIOTIN

Biotin wird auch als Haut- und Haarspezialist bezeichnet. Es sorgt für normales Haarwachstum.

Biotinmangel kann zu schuppender und entzündeter Kopfhaut und zu Haarausfall führen. Enthalten ist Biotin in hohen Mengen in Lebensmitteln wie Hefe, Eigelb, Nüssen und auch in Innereien wie Nieren und Leber. Für normales Haarwachstum ist Biotin unverzichtbar. Empfohlen wird Biotin bei Alopezie in einer Tagesdosis von 2,5 mg.

B-VITAMINE

Alle B-Vitamine für sind für die Gesundheit und das Wachstum von Haaren lebensnotwendig. Orthomolekularmediziner empfehlen bei Haarausfall einen Vitamin-B-Komplex in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Dieser sollte täglich mindestens jeweils 50 mg an Vitamin B6, Panthotensäure und Inositol liefern. Die anderen B-Vitamine sollten außerdem in ausgewogenen Mengen enthalten sein.

VITAMIN E

Vitamin E kann die Durchblutung der Kopfhaut anregen und hilft gegen Haarausfall nach Bestrahlungen. Die orthomolekularisch empfohlene Tagesdosis beträgt 400 mg Vitamin E.

NIACIN

Niacin hilft der Kopfhaut bei der Durchblutung. Bei Haarausfall empfehlen Orthomolekularmediziner eine Tagesdosis von 50 g Niacin.

VITAMIN C

Eine Tagesdosis von 0,5 mg – 1 mg Vitamin C verbessert die Haarstruktur.

SILIZIUM

Silizium wird neben der Behandlung von Osteoporose, Nagelbrüchigkeit und fehlender Hautelastizität auch zur Behandlung von Haarausfall eingesetzt. Empfohlen wird es besonders in Form von Silizium-Gel oder in Pflanzenform. Sowohl in Silizium-Gel, als auch in Pflanzen wie Brennessel oder Schachtelhalm  liegt Silizium als Kieselsäure vor, die der Körper bedeutend besser aufnehmen kann. Schlechter verwertbar sind dagegen Kieselerde oder kieselerdehaltige Basenmischungen.

L-CYSTEIN

Die Aminosäure L-Cystein sorgt für den Schwefel, der für die Bildung von Haar benötigt wird. Bei Haarausfall beträgt die täglich benötigte Menge zwischen 500 – 1000 mg L-Cystein.

GAMMA- LINOLENSÄURE (GLS)

Die ungesättigte Fettsäure Gamma-Linolen hilft nicht nur gegen brüchiges Haar, sie verbessert auch die Struktur des Haares und beugt Alopezie vor. Gamma-Linolensäure wird in Verbindung mit Vitamin E empfohlen. Die empfohlene Tagesdosis liefern 4 -6 Kapseln Nachtkerzenöl (EPO).

PROTEIN-SUPPLEMENT

Hochwertige Eiweiße gewährleisten den Haarwuchs. Optimal wirken bei Alopezie 10 – 20 g Primärhefe oder niedermolekulares Protein.

BASENMISCHUNG UND MULTIMINERAL-SUPPLEMENT

Neben den wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Kalium sollte ein Präparat mindestens 10 – 15 mg Zink und  2 – 3 mg Kupfer enthalten. Ein Mangel an Zink und Kupfer kann für Alopezie verantwortlich sein. Zudem sorgt Kupfer für die Pigmentierung der Haare.

Ketose begünstigt Haarausfall und Hautkrankheiten

Ketogene Diät und kohlenhydratarme Diät - pro & contra

Ketogene Diäten - Pro & Contra

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Ketogene Diäten haben verschiedene Nebenwirkungen

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HAARAUSFALL DURCH KETOGENE DIÄT 

Wie eine Tierstudie zeigt, kann auch eine ketogene Diät Haarausfall und Dermatitis verursachen. Grund ist nach Angaben der Wissenschaftler ein Biotinmangel, der sich über den Zeitraum von 9 Wochen entwickelte. Im Tierversuch erhöhte die ketogene Diät die Bioverfügbarkeit und den Verbrauch von Biotin erhöhte. Die kohlenhydratarme Diätform förderte die Energieproduktion durch Gluconeogenese und den Stoffwechsel der verzweigtkettigen Aminosäuren, was bei den Versuchstieren zu einem übertriebenen Biotinmangel führte. Gluconeogenese bezeichnet einen Stoffwechselweg bei allen Lebewesen. In diesem Prozess wird aus den körpereigenen Nichtkohlenhydratvorstufen wie z.B. Milchsäure, Glycerin sowie den meisten Aminosäuren Zucker gebildet.

Die Forscher halten eine Biotin-Ergänzung (Supplementation) für Mäuse bei ketogener Diät für wichtig, um Biotinmangel bestmöglich vorzubeugen. Gleichzeitig gehen sie aber davon aus, dass eine ketogene Diät bei allen Lebewesen mit einem erhöhten Bedarf an Biotin einhergeht, nicht nur bei Mäusen aus dem Tierversuch.

Haarausfall durch Testosteronmangel unwahrscheinlich

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STUDIENERGEBNISSE ERGEBEN KEINEN ZUSAMMENHANG MIT NIEDRIGEM TESTOSTERONSPIEGEL

Wie die klinische Studie der Universität Greifswald nach der Auswertung der Daten von 373 männlichen Teilnehmern zeigen konnte, besteht kein Zusammenhang zwischen dem männlichen Sexualhormon Testosteron und männlichem Haarausfall. Weder das Haarwachstum noch die Haardichte ließen sich mit Testosteron in Zusammenhang bringen.

Gleichzeitig untersuchten die Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Robin Haring außerdem die Sexualhormone Androstendion oder DHEAS und konnten auch für diese eine Verbindung zu männlichem Haarverlust ausschließen. Nach neueren Erkenntnissen diskutiert man neben genetischen Faktoren auch eine Beteiligung des Hormons Dehydrotestosteron (DHT), und des Gewebshormons Prostaglandin D2, die eventuell für die dünneren männlichen Haare verantwortlich sein könnten.

Persönliche und soziale Auswirkungen von Haarverlust

HAARAUSFALL BEEINTRÄCHTIGT WOHLBEFINDEN

Für die meisten Betroffenen bedeutet der über die Norm gesteigerte Haarverlust eine starke Beeinträchtigung, die sich verschieden äußern kann und die nicht selten auch die persönliche, soziale und berufliche Entwicklung mitbestimmt. Betroffene empfinden sich oft selbst als unattraktiv. Alopezie kann Depressionen, Neurotizismus und Introversion hervorrufen.

Es gibt Untersuchungen, wonach das Umfeld Männer mit Haarverlust u.a. als weniger männlich, älter, weniger dominant und weniger dynamisch wahrnimmt. Auf der anderen Seite werden Männer mit weniger Haaren aber auch als intelligenter eingestuft.

HAARAUSFALL BEEINFLUSST BERUFLICHE CHANCEN

Eine EMNID-Studie untersuchte, wie sich die Fremdwahrnehmung der Personalleiter auf Bewerber mit Haarausfall auswirkte. Im Ergebnis kam heraus, dass Bewerber mit vollem Haar viel häufiger zum persönlichen Bewerbungsgespräch geladen wurden, als Bewerber mit weniger dichtem Haar, trotzdem sie die gleichen Voraussetzungen mitbrachten.

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Prof. Dr. habil. Robin Haring. Testsoteron ist nicht Schuld an männlichem Haarausfall. https://www.uni-greifswald.de/fileadmin/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medieninfo_PDF/Medieninfo_2017/Dokumente_2017/2017-042-Testosteron-Haring.pdf

Deutsches Endokrinologisches Versorgungszentrum. Anlagebedingter Haarausfall. https://www.endokrinologen.de/androgenetische-alopezie.php

Arzneimittel Risiko-Information des BfArM zu Finasterid. https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2018/rhb-finasterid.pdf?__blob=publicationFile&v=3 

NAHRS. American Hair Research Society. Cicatricial Alopecia. Dirk. M Elston, MD & Elise Olsen, MD.

Dr. David R. Goldmann. Praxishandbuch Medizin & Gesundheit. Verlag Dorling Kinderley. London, New York, München, Melbourne, Dehli. 2002

B. Tischer. Einfluss von Haarausfall auf Personalentscheidungen. EMNID-Institut. Healtcare. 1999.

Burgerstein. Handbuch Nährstoffe. Verlag Haug. 11. Auflage. 2007.

J. Latz. Wirksame Hilfe bei Haarausfall. Verlag Trias. 2007.

P. Reuter: Springer Lexikon Medizin. Verlag Berlin heidelberg New York. 2004

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 09/2018

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