Neue multifunktionale Gehhilfe

Interview mit Mirko Borm, Europa-Vertriebsleiter des finnischen Produzenten TUKIMET Oy zum neuen Wheellator ®.

Herr Borm, Sie haben aus Finnland eine vielversprechende Marktneuheit mitgebracht, den Wheellator ® von TUKIMET OY u nd schon viele unserer Leser erwarten mit Spannung Ihre Fachinformationen zu dem Kombi-Rollator. Der Hersteller TUKIMET OY wirbt damit, dass der multifunktionale Wheellator ® das Leben von vielen Menschen, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind, verbessern kann, weil er für mehr Sicherheit und Mobilität im Alltag sorgt. Was genau ist denn die Innovation an diesem Gerät?

Neu ist, dass der Anwender den Wheellator ® selbstständig mit wenigen Handgriffen vom Rollator zum Rollstuhl umbauen und zwischen vier Fortbewegungsmöglichkeiten auswählen kann. Deshalb eignet sich der Wheelator ® nicht nur als Gehhilfe, sondern gleichermaßen auch als Therapiegerät und Sportgerät für den täglichen Bedarf. Etwas Vergleichbares gibt es derzeit nicht. Neu sind auf dem Markt auch die großen 24 Zoll-Räder, die es so bislang in Verbindung mit Rollatoren noch nicht gab. Die größten Vorteile liegen dabei für den Anwender in der besonderen Stabilität und Sicherheit, die der Wheellator ® bietet. Allgemein lässt sich sagen, je größer die Räder, desto sicherer ist der Rollatorbetrieb, denn die Sturzgefahr nimmt mit der Radgröße ab.

Gerade beim Thema Rollator warnen Experten wegen falscher Körperhaltung immer wieder nicht nur vor Sturzgefahr, sondern auch vor Haltungsschäden. Bringt der Wheellator ® dem Anwender auch bei der Körperhaltung Vorteile? 

Ja. Und zwar gleich auf zweierlei Weise. Im Vergleich zu vielen herkömmlichen Rollatoren ist der Wheellator ® zum einen anatomisch so konzipiert, dass er den aufrechten Gang fördert und zum anderen fühlt sich der Anwender sehr sicher, wenn er zwischen den großen Rädern läuft – sie sind quasi für ihn wie eine Schutzwand. Zwischen den großen Rädern kommt der Gang dann automatisch der aufrechten Position entgegen. Im Reha-Bereich gibt es für Therapeuten in unserem Zubehörangebot spezielle Unterarmstützen für den Wheellator ®. Die stellen sicher, dass man in den aufrechten Gang kommt. Diese Unterarmstützen sollen aber nur mit therapeutischer Einweisung und unter therapeutischer Aufsicht zur Anwendung kommen.

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Wheelator Tukimet oy

Bericht zum Wheellator®

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Neue multifunktionale Gehilfe

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Gibt es etwas, das den finnischen Hersteller TUKIMET OY besonders auszeichnet?

Ja. TUKIMET OY stellt seit über 30 Jahren medizinische Hilfsmittel her und wir produzieren schon seit den 70 ern Rollatoren. Was den Bereich Rollatoren angeht, ist TUKIMET OY finnischer Marktführer. Wir können viel Erfahrung einbringen und legen gleichzeitig Wert auf Qualität und lange Haltbarkeit. Die durchschnittliche Lebensdauer von Rollatoren der Firma TUKIMET OY und der eingetragenen Marke Tyke ® beträgt auf dem finnischen Markt 14,7 Jahre.

Während die meisten anderen Produzenten von Gehhilfen mittlerweile fast ausschließlich in Fernost produzieren lassen, stellen wir bis heute alle Produkte zu 100% in Finnland her und jedes Produkt, dass das Werk verlässt, durchläuft eine strenge Qualitätsprüfung.

Für den europäischen Markt besitzt TUKIMET OY eine CE Zulassung.

Ganz besonders freuen wir uns bei TUKIMET OY darüber, dass der Wheellator ® 2017 auf der Expolife in Kassel den 3. Platz beim EXPOLIFE News Award belegen konnte. Auch in England scheint der Wheellator ® gut anzukommen, die Engländer wählten ihn in die Top 5 der innovativsten Markteinführungen, was uns natürlich sehr stolz macht.

Für wen ist der Wheellator ® besonders geeignet? 

Geeignet ist der Wheellator® für junge und alte Menschen, die in der eigenen Mobilität eingeschränkt sind und für die es wichtig ist, wieder in die eigene Mobilität zurückzukommen. Geeignet ist der Wheellator ® besonders dann, wenn Sicherheit und Stabilität wichtig sind. Das trifft eigentlich für alle neurologischen Erkrankungen zu. Darunter fallen Zum Beispiel Multiple Sklerose, Parkinson oder Schlaganfall-Patienten und auch COPD.  Genauso ist er geeignet für Personen mit Gleichgewichts-Störungen.

Gibt es Personengruppen, für die der Wheellator ® eher nicht geeignet ist?

Ja. Nicht geeignet ist der Wheellator ® für Personen, die kein eigenes Interesse mehr an der eigenen Mobilität haben und die sich nur auf Elektro-Rollstühle fokussieren. Auch für Personen, die gar nicht mehr eigenständig laufen können, ist diese Gehhilfe ungeeignet. Empfehlen lässt sich diese Gehhilfe auch nicht, wenn ein Anwender keinen Fahrstuhl hat und das Gerät täglich über mehrere Etagen transportieren müsste.

Was bietet der Wheellator ® für einen Mehrwert gegenüber einem handelsüblichen Rollator?

Der große Mehrwert liegt in den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, die der Wheellator ® im Innenbereich und im Außenbereich bietet. Dazu zählt zum Beispiel das Trippeln, auch kann man auf ihm sitzen und sich entspannen. Im Rollstuhlmodus kann ihn der Anwender über kurze Strecken selber fahren wie einen Rollstuhl oder er kann sich schieben lassen, was beim herkömmlichen Rollator nicht erlaubt ist. Die verschiedenen Fortbewegungsmöglichkeiten geben den Anwendern ein gutes Gefühl, auf jede Situation flexibel reagieren zu können und das motiviert sie, sich zu bewegen. Beim Mehrwert spielt außerdem das Thema Stabilität und Sicherheit wieder eine wichtige Rolle, wenn man diese Gehhilfe mit dem herkömmlichen Rollator vergleichen will – man kann mit dieser Gehilfe nicht so leicht umkippen, sie hat eine ganz andere Standfestigkeit.

Infobox Whellator®

Video Wheelltor

Video auf wheellator.de anschauen

Der Wheellator® in Aktion

zum Wheellator-Video…

Es gibt ja noch andere Kombi-Rollatoren auf dem Markt. Worin unterscheiden sie sich vom Wheellator ®? Was macht ihn so einzigartig?

Es gibt etwa einen weiteren Hersteller aus Holland, der einen Kombi-Rollator anbietet. Der ist faltbar und eignet sich gut für die Reise, etwa mit dem Schiff. Aber man kann so gut wie nicht mit ihm trippeln und sich auch nicht selbstständig im Rollstuhlmodus über die Räder fortbewegen. Außerdem ist der Umbau zum Rollstuhl einigermaßen aufwändig, während beim Wheellator ® schon alles fertig ist. Das Konkurrenzprodukt wird praktisch mehr als Transportstuhl verwendet. Er bietet aber sicherlich etwas mehr Sitzkomfort als der Wheellator ®, bei dem bewusst auf Bequemlichkeit verzichtet wird. Der Wheellator ® will ja nicht in erster Linie das bequeme Sitzen ermöglichen, sondern die Mobilität fördern und insoweit nur zum Ausruhen dienen, bis der Anwender neue Kraft getankt hat, um sich selber wieder gehend fortzubewegen. Anwender, die sich viel sitzend fortbewegen müssen, können aber den Wheellator ® mit einem Sitzkissen nachrüsten.

Wie lange dauert es durchschnittlich, bis sich ein Anwender mit den verschiedenen Funktionen vertraut gemacht hat?

Das geht ziemlich schnell. Wir liefern zum Wheellator ® eine übersichtliche Beschreibung mit und viele Anwender nutzen dazu auch unsere Videos, die in YouTube unter dem Suchbegriff „Wheellator“ verfügbar sind. Nachdem sie die Informationen haben, dauert es erfahrungsgemäß etwa 5 bis 10 Minuten, bis sie das Gerät praktisch bedienen können. Auch ohne persönliche Einweisung kann sich ein Anwender in der Regel schnell mit den Funktionen vertraut machen.

Manchen Patienten wird aufgrund der Diagnose manchmal ein extrem leichter Rollator verordnet. Können auch solche Patienten den Wheellator ® einsetzen, wenn Sie mehr Stabilität wollen?

Es kommt auf den Einzelfall an. Bei einem leichten Rollator muss der Patient immer Kompromisse eingehen. Es gibt mittlerweile Leichtrollatoren mit um die 4,7 Kilogramm Gewicht. Aber eingespartes Gewicht geht in der Regel auf Kosten von Stabilität und Sicherheit. Wer nun mit einer besonderen körperlichen Beeinträchtigung auf einen leichten Rollator angewiesen ist, weil er ihn vielleicht sehr häufig im Auto verstauen, in Bus und Bahn transportieren muss oder ihn über Treppen in obere Stockwerke bewegen muss, für den ist der Wheellator® mit seinen 16 Kilogramm als alleinige Gehhilfe sicher nicht geeignet. Wir haben aber einige Anwender ohne Fahrstuhl, die wegen ihrer hohen Sturzgefahr den stabileren Wheellator ® im Außenbereich nutzen und sich dann zusätzlich mit einem Indoor-Rollator für die Wohnung ausgestattet haben. Was die leichte Bedienbarkeit angeht, kann der stabile Wheellator ® einen Leichtrollator durchaus ersetzen, denn er lässt sich mit minimalstem Kraftaufwand dank seiner schwenkbaren Vorderräder sogar um 360° drehen, wenn man das möchte. Diese Eigenschaft erleichtert vielen Betroffenen das Leben sehr, denn viele Alltagssituationen, wie etwa das Besteigen eines Aufzugs, können nämlich mit dem Wheellator ® wesentlich leichter und unkomplizierter bewältigt werden, als mit dem herkömmlichen Rollator.

Benötigt der Patient fremde Hilfe, um den Wheellator ® von der Rollator-Funktion auf die Rollstuhl-Funktion umzustellen?

Nein. Er braucht lediglich die Hand auf die Rückenlehne legen und das Gerät um sich herum zu drehen, dann kann er sofort den Rollstuhlmodus nutzen. Dabei ist es wichtig, vor dem Setzen und auch vor dem Aufstehen immer erst die Feststellbremse anzuziehen.

Modelle Wheellator

Das Gerät wirkt deutlich massiver, als ein Rollator. Ist der Wheellator ® trotzdem auch für die kleine Wohnung geeignet?

In Wohnungen mit Standard-Türenbreiten von 76 cm ist der Einsatz ohne weiteres möglich. Der Wheellator ® hat eine Breite von 68 Zentimetern und kann um die eigene Achse gedreht werden, so braucht er keinen großen Wendekreis und kann deshalb auch in kleinen Wohnungen gut eingesetzt werden, wenn ein entsprechender Gang zwischen den Möbeln zur Verfügung steht.

Was bringt der Wheellator ® in der Standardausstattung schon mit?

Standardmäßig ist der Wheellator ® mit belastbarer Sitzfläche, Korb, Rückenlehne, Fußstützen, Rückenlehnen-Reflektoren und hochwertigen Trommelbremsen aus Metall ausgestattet. Die Sitzbreite beträgt 56 cm. Vom Werk aus hat er auch schon verstellbare Schiebegriffe für Anwendergrößen von 1,50 m bis 1,95 m.

Was gibt es für Sonderausstattungen und Zubehör?

Sondermäßig kann man die Schiebegriffe für Körpergrößen von 1,95 m bis 2,15 m bestellen.

Als Zubehör führen wir aktuell eine Kühltasche mit Reflektoren, Stockhalter, ergonomische Handgriffe sowie Behältnisse für Medizinbeutel, Katheter oder Sauerstoffgeräte im Programm. Auch luftbereifte Outdoor-Räder sind zusätzlich lieferbar. Für Technik-Begeisterte haben wir in Zusammenarbeit mit der Universität einen Chip hergestellt, der sich an ein Rad anbringen lässt und über den I-Pad kann man dann unter anderem einen Schrittzähler aufrufen und Trainingsziele festlegen. Den Chip gibt es allerdings nur auf Anfrage. Weitere Ausstattung und Sicherheitspakete liefern wir sonst individuell nach Bedarf. Ende September soll unser Zubehörangebot für den Wheellator® noch erweitert werden.

Was gibt es für Modelle und Farben?

Vom Wheellator ® gibt es im Moment allein das Standardmodell.  Für besondere Ansprüche lässt sich das Standardmodell ganz einfach umrüsten, indem man die standardmäßigen Vollgummiräder gegen luftbefüllte Räder in Mountainbike-Qualität aufsteckt, die man zusätzlich bestellen kann. Der Umbau dauert nur Sekunden, weil ein Rad per Knopfdruck sofort von der Steckachse gelöst werden kann. Ich habe die Outdoor-Reifen selbst auf so schwierigen Böden wie Sand, Rasen und Holz-Terrassen getestet und sie funktionieren wirklich gut. Lieferbar ist der Wheellator ® aktuell in den Farben orange, grün und schwarz. Auf Anfrage ist er auch in blau-weiß lieferbar. Sonderfarben liefern wir auf Wunsch bei bestimmten Abnahmemengen.

Ist das Gerät transportabel und wenn ja, wie leicht lässt es sich transportfähig machen?

Ja. Der Wheellator ® ist leicht transportfähig zu machen, indem man die Schiebegriffe runterdreht und eindreht. Dann nimmt man per Knopfdruck die Reifen von der Steckachse ab, klappt das Gestell zusammen und verstaut einfach alles im Kofferraum.

Wie verhält er sich bei Regen und im Winter bei Schnee?

Bei Regen, Schnee und Schneematsch ist der Wheellator ® schon mit der Standardbereifung aus Vollgummi gut einsetzbar. Er hat nicht nur eine stabile Trommelbremse, sondern alle bremsführenden Teile sind aus Metall, so dass der Einsatz auch mit starker Belastung bei schlechten Wetter sicher ist. Viele andere Rollatoren haben stattdessen häufig Kunststoffteile, die dann leicht abbrechen können. Während bei Standardrollatoren zwischen Rad und Gestell nicht viel Platz ist und der Schnee sich gefährlich leicht festsetzen kann, ist beim Wheellator ® aber ausreichend Platz, so dass der Betrieb auch da ganz unproblematisch ist.  

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Für welche Untergründe ist der Wheellator ® nicht geeignet?

Eigentlich ist der Wheellator ® in der Standardbereifung für alle üblichen Bodenbeläge in Innenräumen und im Außenbereich geeignet. Die Reifen haben wir noch einmal verbessert, so dass es auf Fußböden keine Streifenbildung durch Reifenabrieb mehr gibt. Abseits von normal befestigten Wegen kann man ihn mit der sekundenschnell austauschbaren Outdoor-Bereifung auch, wie schon gesagt, auf Sand, Rasen und Holz-Terrassen fahren.

Die meisten Rollatoren haben ja eine Belastungsgrenze von 130 kg. Ist der Wheellator ® auch für schwerere Personen geeignet?

In der Standardvariante ist der Wheellator ® bis 150 Kilogramm belastbar. Es ist eine XXL Version geplant, die dann bis über 200 Kilogramm belastet werden kann.

Bei vielen Rollatormodellen besteht in beladenem Zustand leicht die Gefahr zu kippen. Kann das beim Wheellator ® auch passieren?

Der Korb kann bis 9 kg ohne Bedenken belastet werden.

Wenn nun jemand den Wheellator ® ausprobieren möchte, ist das in Deutschland irgendwo möglich?

Ja. Wer Interesse hat und den Wheellator ® ausgiebig ausprobieren möchte oder ihn für einen bestimmten Anlass braucht, kann den Wheellator ® auch mieten, er kommt dann ganz bequem per Spedition. Das Miet-Angebot gilt deutschlandweit. Ansonsten geben wir auf Anfrage auch Kontakte von Sanitätshäusern heraus, in denen man sich persönlich beraten lassen kann.

Können Patienten, die im Moment einen üblichen Rollator nutzen, auf den Wheellator ® umsteigen?

Grundsätzlich ja. Wenn es aber um die ärztliche Verordnung mit Krankenkassenzuschuss geht, ist wichtig zu wissen, dass der Wheellator® eine eigenständige Nummer im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung hat, denn er ist weder Rollator noch Rollstuhl, sondern ein eigenes Sport- und Therapiegerät, dass der Arzt dann mit der entsprechenden Hilfsmittelnummer auf dem Rezept verordnen kann. Je nach Krankheitsfall und Begründung des Arztes, kann es beim Wheelator ® zur kompletten Kostenübernahme kommen, während es für Standardrollatoren in der Regel nur einen Zuschuss von 40 bis 80 Euro gibt.

Was zahlen gesetzlich versicherte Patienten für den Wheellator ® bei ärztlicher Verordnung zu? 

Auch beim Wheellator ® gilt die übliche Zuzahlung für Hilfsmittel. Sie beträgt für Versicherte bei gesetzlichen Krankenkassen jetzt aktuell im Sommer 2018 mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro. Privat Versicherte können vor dem Kauf einen Kostenvoranschlag bei ihrer Privatkasse einreichen, um die Kostenfrage zu klären.

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Interview Wheellator Daten GKV-Verzeichnis

Produktdaten im GKV-Verzeichnis

Produktdaten & Artikelnummern

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Können Patienten für den Wheellator ® eine private Aufzahlung leisten, wenn Ihnen nur ein übliches Rollator-Standardmodell verordnet wird?

Grundsätzlich ist der Wheellator ® frei verkäuflich und eine entsprechende private Aufzahlung ist immer möglich, auch wenn nur ein übliches Standardmodell verordnet wurde. In manchen Fällen können sich aber bedürftige Patienten auch später nach der ärztlichen Verordnung von einem behandelnden Physiotherapeuten eine Hilfsmittelempfehlung für den Arzt ausstellen lassen.

Wenn der Therapeut den Wheellator ® für empfehlenswert für den Patienten hält, kommen Ärzte der Empfehlung nicht selten nach. So besteht für einige Versicherte auch nachträglich noch eine Möglichkeit, dass sich die Kasse am Wheellator ® beteiligt.

Wo kann man den Wheellator ® bestellen?

Bestellbar ist der Wheellator ® online und bei angeschlossenen Sanitätsgeschäften. Einzelheiten können Interessenten über unser Kontaktformular  erfahren.

Viele Krankenkassen arbeiten ja mit festen Vertragspartnern. Kann es Schwierigkeiten mit der Krankenkasse geben, wenn der  Wheellator ® mit ärztlicher Verordnung online bestellt wird?

Seit Mitte Dezember 2017 hat der Wheellator ® als eigenständige Produktgruppe eine Hilfsmittelnummer im Hilfsmittelverzeichnis vom Spitzenverband GKV erhalten und kann somit auch auf Verordnung bei den Krankenkassen eingereicht werden. Nach unseren bisherigen Erfahrungen versuchen gesetzliche Krankenkassen aktuell noch gerne, die Kostenübernahme abzulehnen. Ganz unproblematisch war bislang die Abwicklung bei privaten Krankenkassen und Unfallversicherungen. Dabei spielte es bislang weniger eine Rolle, ob online bestellt wird.

Wenn man den Wheellator ® im Online-Shop bestellt, kommt er dann vormontiert oder muss er erst montiert werden?

Der Wheellator ® ist schon vormontiert und in wenigen Minuten einsatzbereit. Wenn er eintrifft, muss man nur noch die Schiebegriffe einstecken, die Räder auf die Steckachse stecken und Fußstützen und Rückenlehne in der Höhe verstellen, um sie auf die persönliche Körpergröße anzupassen.

Mit einem Hilfsmittel wie dem Wheellator ® macht die Firma TUKIMET OY bestimmt viele Menschen unabhängiger und glücklicher. Welches war bislang Ihr beeindruckendstes Erlebnis?

Da gibt es schon Einiges, was mich sehr beeindruckt hat. Zwei Erlebnisse würde ich gerne erzählen. Letztes Jahr kam eine Mutter auf der Karlsruher Messe REHAB mit ihrem 20-jährigem Sohn zu unserem Messestand. Der Sohn hatte bei der Bahn gearbeitet und saß nach einem Elektrounfall im Rollstuhl, konnte aber noch laufen. Für den Sohn hatte es bislang keine Alternative zum Rollstuhl gegeben, denn die üblichen Rollatoren waren für ihn nicht stabil genug. Die Mutter hat ihren Sohn in den Wheellator ® gesetzt und der Sohn kam wieder in Mobilität. Das hat mich sehr berührt, denn ohne den Wheellator ® hätte er für immer im Rollstuhl sitzen bleiben müssen.

Lebhaft in Erinnerung ist mir auch eine 80-jährige Dame, die noch sehr rüstig ist und sich bislang ihr halbes Leben fast nur um ihren behinderten Mann gekümmert hat. Seit er vor kurzem durch den Wheellator ® die Möglichkeit bekam, sich wieder selbst zu bewegen, hat die Frau viel mehr Zeit für sich und ist uns sehr dankbar dafür.

Ganz sicher können Sie in Zukunft mit dieser innovativen Gehhilfe noch vielen Menschen eine neue Perspektive geben. Herr Borm, vielen Dank für Ihre Informationen zum Wheelator ®.                 

Dieses Interview wurde gesponsort von TUKIMET OY

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Bildquelle © TUKIMET OY
Autor: Katja Schulte Redaktion | Interview mit Mirko Borm, Europa-Vertriebsleiter von TUKIMET OY, Finnland
Datum: 07/2018