Essentielles Spurenelement

LEBENSWICHTIGER MINERALSTOFF

Als Spurenelement kommt Jod zwar nur in geringen Mengen im Körper vor, dennoch muss der lebenswichtige Mineralstoff täglich über die Ernährung in bestimmten Mengen aufgenommen werden. Jod bildet den Grundstoff für die Produktion der Schilddrüsenhormone, die in der Schilddrüse im unteren Bereich des Halses produziert werden. Schilddrüsenhormone regen nicht nur das Körperwachstum und Organwachstum an, sondern sie sind gleichermaßen auch für die Regulierung weiterer Stoffwechselprozesse verantwortlich. Neben dem Grundumsatz und Wärmehaushalt regulieren Schilddrüsenhormone viele wichtige Körperfunktionen.

In den Körper gelangt Jod in Form von Iodid oder organisch gebunden über Nahrungsmittel. Es wird über den Darm aufgenommen und mit dem Blut in die Schilddrüse transportiert, wo es zur Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 benötigt wird.

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Ein Jodmangel kann mit schweren gesundheitlichen Folgen verbunden sein.

Neben den hormonellen Funktionen erfüllt Jod außerdem wichtige Aufgaben als Antioxidans und Radikalfänger und wirkt so auf verschiedene Funktionen des Immunsystems.

Jod wirkt positiv auf den Fettstoffwechsel und in Form von jodhaltigen Bädern und Mineralwässern wirkt der Mineralstoff auch entzündlich-degenerativen Erkrankungen entgegen.

Forscher vermuten, dass Jod als antioxidativer Cofaktor auch Vorgänge bei der Entwicklung der Arteriosklerose beeinflusst.

Jodgehalt in Lebensmitteln

JODHALTIGE LEBENSMITTEL

Jod ist in vielen Lebensmitteln natürlich enthalten, allerdings schwankt der Jodgehalt je nach Sorte und Anbaugebiet erheblich. Naturbelassene Lebensmittel aus salzhaltigen Gewässern verfügen über die höchsten Jodgehalte, extrem hohe Jodgehalte finden sich dabei in Seetang. Deutsches Trinkwasser enthält im nördlichen Bereich 6,1 µg/l, während im Süden 1,6 µg/l gemessen werden. Ausnahmen bilden nur wenige Mineralwässer mit hohen Salzgehalten, wie z.B. die Adelheidquelle und die Kaiser-Friedrich-Quelle. Trinkwasser gilt nicht als geeignete Zufuhrquelle für Jod, weil das enthaltene Jod sehr flüchtig ist.

Weitere Zufuhrquellen sind Lebensmittel, die mit jodiertem Speisesalz hergestellt sind. Diese enthalten pro Kilogramm 15-25 mg Jod in Form von Kaliumiodat (KIO3), dass stabiler und lagerfähiger ist als Kaliumiodid (KI). Viele Fertigprodukte und industriell hergestellte Lebensmittel tragen zur Jodzufuhr bei.

Hohe Jodanteile finden sich in u.a. in folgenden Lebensmitteln:

Lebensmittelgruppe Jodgehalt in Lebensmitteln in µg/ 100 g
Fische & Meerestiere

Kabeljau 229 µg/100 g, Schellfisch 135 µg/100 g, Thunfisch 50 µg/100 g, Hummer 100 µg/100 g, Miesmuschel 150 µg/100 g, Auster 50 µg/100 g, Aal 4 µg/100 g,
Lachs 34µg/100 g, Barsch 4 µg/100 g, Hering mariniert 91 µg/100 g, Aal geräuchert 5 µg/100 g, Thunfisch in Öl 149 µg/Dose

Fleisch & Geflügel Rindfleisch 5 µg/ 100 g, Schweinefleisch 5 µg/ 100 g, Kalbfleisch 3 µg/ 100 g, Hammelkeule 2 µg/ 100 g, Gans 4 µg/ 100 g, Rinderleber 14 µg/ 100 g
Getreide & Getreideprodukte Gerste 7 µg/ 100 g, Haferflocken 5 µg/ 100 g, Reis 2µg/ 100 g, Weizen 7 µg/ 100 g,  Roggenbrot 9 µg/ 100 g, Knäckebrot 6 µg/ 100 g
Eier & Milchprodukte Hühnerei 9 µg/ 100 g, Kuhmilch 3 µg/ 100 g, Ziegenmilch 4 µg/ 100 g, Joghurt 4 µg/ 100 g, Schmelzkäse 5 µg/ 100 g, Gouda 4 µg/ 100 g
Obst & Gemüse Erdbeeren 3 µg/ 100 g, Preiselbeeren 5 µg/ 100 g, Pfirsich roh 3 µg/ 100 g, Weißkohl 3 µg/ 100 g, Brokkoli 15 µg/ 100 g, Grünkohl 5 µg/ 100 g, Spinat roh 12 µg/ 100 g, Meerettich 1 µg/ 100 g
Salz & Meersalz Meersalz 18 µg/ 100 g, jodiertes Speisesalz 1500-2500 µg/ 100 g

VERWERTBARKEIT VON JOD

Einige Jodverbindungen aus Lebensmitteln, Medikamenten und Röntgenkontrastmitteln kann der Körper nicht verwerten. Zu den nicht verwertbaren Verbindungen aus Lebensmitteln zählen vor allem jodhaltige rote Farbstoffe, die in Süßigkeiten und gefärbten Süßwaren eingesetzt werden, wie z.B. Erythrosin. Diese Substanzen reichern sich besonders im Fettgewebe und in der Leber an, sie können aber nicht im Stoffwechsel unter Freisetzung von Jod abgebaut werden.

INTERAKTION VON JOD MIT VERSCHIEDENEN SUBSTANZEN

Jod reagiert mit verschiedenen Substanzen, die in bestimmten Lebensmitteln und Medikamenten vorkommen. Eine Gruppe bilden spezielle Nahrungsmittel, die in jodarmen Regionen kropffördernd wirken. Eine Auflistung kropffördernder Lebensmittel findet sich unter dem Thema Schilddrüsenunterfunktion. Auch Lithium, das in hohen Dosen medikamentös verabreicht wird, führt besonders bei Frauen zu Schilddrüsenstörungen mit Kropfbildung.

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Eine ausreichende Eisenzufuhr verbessert die Schilddrüsenhormonproduktion. Durch Eisenmangel wird dagegen die Herstellung von Schilddrüsenhormonen negativ beeinflusst.

Störungen der Schilddrüsenfunktion beeinflussen den Stoffwechsel von Zink, Mangan und Kupfer.

Jod und Selen gehen interaktive Bindungen ein. Beide Elemente sind für die Schilddrüse lebensnotwendig.

Hohe Konzentrationen von Fluorid beeinträchtigen die Funktion der Schilddrüse.

Speicherfähigkeit

RESERVEN VON JOD IM KÖRPER

Im ausreichend versorgten Körper beträgt der Jodgehalt insgesamt 10-20 mg. Jod wird in verschiedenen Körperbereichen gespeichert, wovon die Schilddrüse den größten Anteil speichert. Ein großer Teil des in der Schilddrüse gespeicherten Jodvorrats ist aber nicht für die Hormonsynthese verfügbar. Außerhalb der Schilddrüse findet sich ein Teil der Jodreserven proteingebunden neben der Leber auch in verschiedenen Abbauprodukten. Nachweisbar ist es z.B. auch in Verbindung mit dem Serum, Schilddrüsenhormonen und den Mitochondrien.

Tagesbedarf Jod

SO VIEL JOD BRAUCHT DER KÖRPER

In der Schilddrüse werden bis zu 80 Prozent des täglich aufgenommenen Jods verbraucht. Zur Deckung des täglich erforderlichen Jodbedarfs in Deutschland gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) altersangepasste Referenzwerte heraus. Auch in Österreich gelten Referenzwerte für die Jodzufuhr in gleicher Höhe. Neben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Schweiz davon abweichende Jodzufuhren, die aus der Tabelle zu entnehmen sind.

Empfohlene Zufuhr von Jod

Alter Jod µg/Tag | D & AU Jod µg/Tag | WHO & Schweiz
Säuglinge
o bis 4 unter Monate 40 50
4 bis unter 12 Monate 80 50
Kinder
1 bis unter 4 Jahre 100 90
4 bis unter 7 Jahre 120 90
7 bis unter 10 Jahre 140 120
10 bis unter 13 Jahre 180 120
13 bis unter 15 Jahre 200 150
Jugendliche & Erwachsene
15 bis unter 19 Jahre 200 150
19 bis unter 25 Jahre 200 150
25 bis unter 51 Jahre 200 150
51 bis unter 65 Jahre 180 150
65 und älter 180 150
Schwangere 230 200
Stillende 260 200

Erhöhte Jodaufnahme und ihre Folgen

KAUM RISIKEN BEI KURZZEITIG ERHÖHTER AUFNAHME

Bei Personen mit normaler Schilddrüsenfunktion sind mit einer kurzzeitig erhöhten Jodzufuhr keine besonderen Risiken verbunden. Man nimmt an, dass auch eine längere Jodzufuhr von bis zu 1 mg täglich nicht riskant ist, sofern die Schilddrüse nicht vorgeschädigt oder verändert ist. Überschüssiges Jod wird über den Verdauungstrakt ausgeschieden.

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ZUVIEL JOD BEI EINIGEN KRANKHEITEN SCHÄDLICH 

Eine zusätzliche Jodaufnahme kann für Menschen, die unter bestimmten Schilddrüsenerkrankungen leiden, schädlich sein. Zu diesen Erkrankungen zählen eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Schilddrüsenentzündung vom Typ Hashimoto.

Hochdosierte Jodgaben können bei Akne-Patienten zu einer Verschlimmerung der Akne führen, die als Jod-Akne bezeichnet wird.

Bei älteren Patienten mit einer autonom funktionierenden Schilddrüse kann ein Überangebot von Jod zu einer akuten Schilddrüsenüberfunktion führen.

Jodzufuhren von mehr als 2 mg können dagegen eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen, die als Jodid-Myxödem bezeichnet wird.

Jodmangel

VIELE MENSCHEN VON JODMANGEL BETROFFEN

Bei einem Großteil der Bevölkerung wird Jodmangel festgestellt. Deutschland zählt zu den jodärmsten Regionen Europas, da Jod nur in sehr geringen Mengen in den Böden vorkommt und auch im Trinkwasser kaum vorhanden ist. Lange Zeit war die BRD deshalb als Jodmangel-Land ausgewiesen.

VIELE SPEISESALZPRODUKTE MIT JOD VERSETZT

Die Jodaufnahme hat sich seit 1975 nahezu verdoppelt. In Deutschland wird verstärkt jodiertes Speisesalz in Lebensmitteln eingesetzt und vor allem Neugeborene und Kinder haben heutzutage einen ausgeglichenen Jodhaushalt. Trotzdem ist Experten zufolge mindestens ein Drittel der Bevökerung immer noch nicht optimal mit Jod versorgt. Man schätzt, dass die tägliche Jodaufnahme nur ein Drittel der Menge beträgt, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt.

Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganistaion (WHO) sind weltweit etwa 750 Millionen bis eine Milliarde Menschen von Jodmangel betroffen. In West- und Zentraleuropa betrifft dies mehr als 380 Millionen Menschen. Die Unterversorgung mit Jod führte noch Ende 1990 in Deutschland zu 100.000 Schilddrüsen-Operationen jährlich.

Ursachen von Jodmangel

MÖGLICHE URSACHEN 

Jodmangel kann entstehen, wenn die täglich benötigte Menge über die Nahrung nicht regelmäßig zugeführt wird oder wenn der Jodbedarf steigt. Ein leichter Jodmangel muss nicht unbedingt Beschwerden verursachen. Ein schwerer Jodmangel hingegen kann zu vielen Beschwerden führen. Mögliche Ursachen für Jodmangel können sein:

  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Jodarme Ernährung
  • Hohe sportliche Leistung

Schwangere Frauen haben einen erhöhten Jodbedarf. Eine ausreichende Deckung des Jodbedarfs ist vor allem während einer bestehenden oder geplanten Schwangerschaft wichtig, denn es müssen zwei Schilddrüsen mit Jod versorgt werden. Während bei der Mutter ein erhöhtes Risiko für einen Kropf (Struma) besteht, hängt beim Baby die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems von einer guten Jod-Versorgung ab. Der Bedarf ist auch in der Stillzeit erhöht, weil Jod mit der Muttermilch abgegeben wird.

Sportler, die sich bei dauerhaft niedriger Kalorienzufuhr einer gleichbleibenden hohen körperlichen Belastung aussetzen, erleiden häufig eine durch Jodmangel verursachte Schilddrüsenunterfunktion. Forscher vermuten, dass auch Zyklusstörungen bei Sportlerinnen mit dem Low-T3-Syndrom zusammenhängen.

Symptome von Jodmangel

VIELE BÜRGER LEIDEN UNTER JODMANGEL 

Jodmangel führt zu krankhaften Veränderungen oder Störungen der Schilddrüse. Jeder dritte Deutsche ist von Jodmangel betroffen, ab dem 45. Lebensjahr sogar jeder Zweite, Frauen etwa gleich häufig wie Männer. Die begleitenden Symptome eines Jodmangels zeigen sich zumeist schleichend. Aber schon bei milden Defiziten ist die geistige Leistungsfähigkeit herabgesetzt. Erst bei einer stärkeren Unterfunktion werden Beschwerden wahr genommen und der Körper sendet klare Symptome aus.

  • extreme Müdigkeit
  • Antriebsschwäche
  • Wachstumsstörungen
  • Entwicklungsstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Kälteempfindlichkeit
  • Enge- und Druckgefühl im Hals
  • Atembeschwerden
  • Schluckbeschwerden
  • Hautveränderungen

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Schilddrüsenunterfunktion Hypothyreose

Schilddrüsen-Unterfunktion - oft Folge von Jodmangel

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Störung der Schilddrüsenfunktion

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Folgen von Jodmangel

VERSCHIEDENE STÖRUNGEN MÖGLICH

Sehr häufig führt Jodmangel in der Folge zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

  • Störungen der Schilddrüsenfunktion
  • Vergrößerung der Schilddrüse (Struma)
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Gewichtszunahme
  • Schlafstörungen
  • Depressive Verstimmungen

FOLGEN VON JODMANGEL AUF SCHWANGERSCHAFT, FÖTUS UND KIND

Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann sich bei der Mutter auf Zeugungsfähigkeit und Schwangerschaft auswirken. Mögliche Folgen für den Fötus können sein:

  • Minderentwicklung
  • Taubheit
  • Bewegungsstörungen
  • Sprachstörungen
  • Mangelhafte Lungenreifung

Auch langfristig können Folgen für das Kind entstehen. Darunter fallen u.a.

  • Verminderte Intelligenz
  • Lernstörungen
  • Entwicklungsstörungen

Aber nicht nur für den Fötus und das Kind kann Jodmangel gesundheitliche Folgen haben, auch während und nach der Schwangerschaft kann ein Mangel an Jod sich in verschiedener Weise auf werdende Mütter und Frauen mit Kinderwunsch auswirken. Dazu zählen:

  • Fehlende Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutter
  • Abort
  • Fehlgeburt
  • Todgeburt
  • Fehlbildung
  • Erhöhte kindliche Sterblichkeit

Bei schwerem Jodmangel während der Schwangerschaft kann es bei den Kindern zu Kleinwuchs und mentalen Defekten kommen. Darunter fallen u.a. Taubstummheit, Schielen, und Störungen des Innenohrs.

Jodmangel feststellen

JODSTATUS ÜBERPRÜFEN

Ob ein Jodmangel vorliegt, kann per Bluttest überprüft werden. Normalwerte für den Jod-Spiegel im Vollblut betragen 100-160 µg/l.

Messbar sind auch schilddrüsenstimulierende Hormone im Serum. Ein Mangel lässt den Serumspiegel ansteigen. Ihr Normalwert beträgt durchschnittlich 2 µE/ml, während ein Wert von mehr als 10 µE/ml einen Jodmangel anzeigt. 

Ein Jodmangel senkt gleichermaßen den Serumspiegel des Gesamt-Thyroxins (T4). Im Normalfall betragen die Werte zwischen 4-11 µg/dl.

Die Auswertung der 24 Stunden Jod-Ausscheidung über die Nieren gilt als verlässlicher Indikator, um sowohl einen Jodmangel, als auch eine Überversorgung festzustellen. Ausscheidungswerte von täglich mehr als 100 µg zeigen einen leichten Mangel an, während mehr als 25 µg auf einen schweren Jodmangel hinweisen.

Therapie über Ernährung und jodhaltige Nahrungsergänzungsmittel

JODMANGEL AM BESTEN ÜBER ERNÄHRUNG AUSGLEICHEN

In erster Linie wird bei Jodmangel eine jodreiche Ernährungsweise mit entsprechenden Lebensmitteln empfohlen. Falls eine Aufnahme über Lebensmittel nicht erfolgreich oder möglich ist, wird die Aufnahme über jodhaltige Nahrungsergänzungsmittel empfohlen.

Ein akuter Jodmangel kann am einfachsten über die Nahrung ausgeglichen werden. Besonders empfehlenswert sind Seefische. Auch die konsequente Verwendung von jodiertem Speisesalz kann helfen, vorhandene Defizite auszugleichen.

AUSGLEICH ÜBER MEERESALGE KELP ODER JODTABLETTEN

Die tägliche Jodaufnahmemenge sollte auch bei der Einnahme von jodhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln in Höhe der Zufuhrempfehlungen erfolgen. Frei verkäuflich sind Jodtabletten als Nahrungsergänzungsmittel, die oft auch vorbeugend oder bei Struma eingenommen werden. Jodtabletten bestehen meist aus Kaliumiodid, das in höheren Dosen auch im Strahlenschutz eingesetzt wird. Eine andere Möglichkeit, Joddefizite auszugleichen, besteht in der Aufnahme von stark salzhaltigen Meeresalgen (Kelp).

Empfohlen wird die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Jod während der Mahlzeiten. Die tägliche Gesamtzufuhr sollte am besten über mehrere Einzeldosen aufgenommen werden, die über den Tag verteilt sind.

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Iodine Status Worldwide. WHO 2004

https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/stellungnahme/DGE-Stellungnahme-Gemuese-Obst-2012.pdf – Gemüse und Obst in der Prävention ausgewählter chronischher Krankheiten

Ernährung in der Stillzeit – kindergesundheit-info.de: unabhängiges Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Nährstoffe-Bausteine für Ihre Gesundheit. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE) Schweizerische Vereinigung für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn, 2. Auflage, 3 aktualisierte Ausgabe 2017

Prof. Dr. I. Elmadfa, W. Aign et al. Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle. 2. Auflage. Verlag Gräfe und Unzer. 2012

Burgerstein, Dr. Lothar, Prof. Dr. med. M. Zimmermann et al.: Burgersteins Handbuch Nährstoffe. 11. vollständig neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Haug Verlag. 2007

H.K. Biesalski, J. Köhrle, K. Schümann. Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Georg Thieme Verlag. 2002

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 05/2016 | aktualisiert 11/2018 |03/2019

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