Gelungenene Imitationen

ECHT ODER UNECHT?

Oftmals war bislang nicht einmal auf den zweiten Blick zu erkennen, ob es sich bei einem rohen Schinken oder gekochten Schinken um ein natürlich gewachsenes oder ein verklebtes Fleischprodukt (Formfleisch) handelt. Mittlerweile sind verklebte Fisch-, Fleisch-, Wurst- und Milchprodukte nicht mehr aus den Regalen der Supermärkte wegzudenken.

Möglich werden die täuschend echten Kopien durch das Enzym Transglutaminase, das auch im menschlichen Körper vorkommt, beispielsweise beim Aufbau von Haut und Haaren oder der Blutgerinnung. Industriell wird Transglutaminase aus dem Bakterium Stretomyces mobaraensis erzeugt.

NEUE KENNZEICHNUNGSREGELN ZUGUNSTEN DER VERBRAUCHER SEIT 2014

Nun gilt Klarheit bei Klebefleisch & Co, denn seit Dezember 2014 sind Produkte, die mit Verarbeitungsstoffen wie biologischen Klebstoffen hergestellt sind, zum Schutz vor Irreführung des Verbrauchers kennzeichnungspflichtig. Verklebte Fleischerzeugnisse müssen nun den Hinweis „aus Fleischstücken zusammengefügt“ tragen. Für Fischerzeugnisse gilt entsprechend der Hinweis „aus Fischstücken zusammengefügt.

Denn schließlich erwartet ein Verbraucher von einem Schinken mit der Aufschrift „Rohschinken“ tatsächlich einen hochwertigen und natürlich gewachsenen Schinken, zumal dieser in der Herstellung auch teurer ist als ein zusammengefügter Klebeschinken, der in der Regel aus Resten bestehen kann.

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 05/2016

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