Essentielles Spurenelement

UNVERZICHTBARER MINERALSTOFF

Kupfer ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, den wir über die tägliche Nahrung regelmäßig aufnehmen müssen. Als Spurenelement kommt es nur in sehr geringen Mengen im Körper vor. Der Mineralstoff ist Bestandteil zahlreicher Enzyme. Er wird über den Magen-Darmtrakt aufgenommen und beteiligt sich dort an der Eisen-Aufnahme. Insofern ist der Kupferstoffwechsel eng mit dem Eisenstoffwechsel verknüpft. Beteiligt ist Kupfer außerdem an der Zellatmung, der Funktion des Nervensystems, dem Energiestoffwechsel und dem Erhalt von Bindegewebe. Überschüssiges Kupfer wird vorwiegend über die Galle und den Urin ausgeschieden.

Vorkommen

KUPFERHALTIGE LEBENSMITTEL

Kupfer ist in vielen Lebensmitteln natürlich enthalten, vor allem findet es sich in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs, Nüssen, Meeresfrüchten, Getreide oder Bohnen.

Es kommt beispielsweise in folgenden Anteilen vor: Kalbsleber (5,6 mg/ 100g) Rinderleber (3 mg/ 100g), Auster (4,5 mg/ 100g), Sonnenblumenkerne (2,3 mg/ 100g), Sesam (1,5 mg/ 100g), Buchweizen (0,9 mg/ 100g), Haselnuss (1,3 mg/ 100g), Pfifferlinge (0,4 mg/ 100g).

Tagesbedarf

REFERENZWERTE VON KUPFER

Der empfohlene tägliche Kupferbedarf beträgt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE):

  • Säuglinge bis 4 Monate /0,2-0,6 mg
  • Kinder von 4-12 Monate /0,6-0,7 mg
  • Kinder von 1-7 Jahre/0,5-1,0 mg
  • Kinder und Erwachsene ab 7 Jahre/1-1,5 mg

Kupfer, das über die normale Nahrung aufgenommen wird, gilt für den Menschen als ungiftig.

Folgen erhöhter Aufnahme

ZUVIEL KUPFER IST IM KÖRPER VERMEIDEN

Eine Überversorgung mit Kupfer erzeugt zellschädigende Sauerstoffverbindungen, sogenannte Freie Radikale. Die chronisch erhöhte Aufnahme kann in jungen Jahren zu einer Leberzirrhose führen. Die Aufnahme höherer Mengen ist beispielsweise über kupferverseuchtes Wasser möglich.

Speicherfähigkeit

KUPFERRESERVEN IM KÖRPER

Der Körper ist fähig, ungefähr 40-80 mg Kupfer zu speichern. Die Speicherung erfolgt vorwiegend in der Leber, in geringeren Mengen auch in Muskeln, Knochen und Gehirn. Bei Bedarf wird Kupfer ins Blut abgeben.

Kupfermangel

KUPFERMANGEL FÖRDERT VERMINDERTE IMMUNABWEHR

Ein Mangel an Kupfer kann zu einer geschwächten Immunabwehr führen. Der Kupferstatus wird durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt. Dazu zähen:

Mögliche Ursachen für Kupfermangel

  • Rauchen
  • Erkrankungen (z.B. Kwashiorkhor, nephrotisches Syndrom)
  • Einseitige Ernährung
  • Fehlernährung
  • Gestörte Aufnahmefähigkeit im Magen
  • Erhöhte Ausscheidungen

Mögliche Symptome

  • Blutarmut
  • Abnahme der Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Dermatitis
  • Pigmentstörungen
  • Gestörte Eisenverwertung
  • Kräuselung der Haare
  • Störungen im Zentralervensystem
  • Skelettveränderungen
  • Wachstumsstörungen

Kupferstatus feststellen

ÄRZTLICHE UNTERSUCHUNG

Ob ein Kupfermangel oder erhöhte Werte vorliegen, kann ein Arzt oder Heilpraktiker durch einen Bluttest überprüfen. Erbrankheiten, wie z.B. Morbus Wilson können zu einer Anreicherung von Kupfer führen. Erhöhte Werte gehen auch mit Infekten, Tumoren, Schwangerschaften und Eisenmangelanämien einher.  

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Biesalski H.-K., Fürst P., Kasper H. et al.: Ernährungsmedizin. Georg Thieme Verlag. Stuttgart New York 1995.
https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/stellungnahme/DGE-Stellungnahme-Gemuese-Obst-2012.pdf – Gemüse und Obst in der Prävention ausgewählter chronischer Krankheiten
Die Nährstoffe-Bausteine für Ihre Gesundheit. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn 2015.
Burgerstein, Dr. Lothar: Burgersteins Handbuch Nährstoffe. Haug Verlag
Hans Dietl, Gerhard Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin. Haug, Heidelberg 1994

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 05/2016

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