Lithium & Lithiummangel

  • Lithium und Lithiummangel Mineralstruktur

Lithium & Lithiummangel

Ultraspurenelement Lithium

Inhalt

– Studien – Funktion & Wirkung
– Tagesbedarf
– Gehalte in Lebensmitteln
– Gehalte in Mineralwasser
– Mangelanzeichen
– Folgen erhöhter Aufnahme
– Quellenangaben

NUR GERINGER LITHIUMGEHALT IM KÖRPER

Als Ultraspurenelement findet sich Lithium im menschlichen Körper nur in sehr geringen Mengen in Lymphknoten, Organen und Gehirn. In Verbindung mit Phosphor tragen wir das Alkalimetall außerdem in unseren Zähnen. Lithium geht auch Wechselwirkungen mit anderen Mineralstoffen und Botenstoffen (Neurotransmittern) ein. Das Metall ist fähig, unlösliche Substanzen wie Harnsäure zu lösen. Zwar gilt Lithium bislang nicht als essentielles Spurenelement, dennoch ist bereits erwiesen, dass das Ultraspurenelement äußerst wichtige Körperfunktionen beeinflusst.

Studien – Funktion und Wirkung von Lithium im Körper

POSITIVE WIRKUNG AUF PSYCHE UND AGGRESSIVES VERHALTEN

Lithium wirkt erwiesenermaßen therapeutisch auf die Psyche und wird in Form von Lithiumsalzen regelmäßig nicht nur als Medikament bei einer Gruppe von stimmungsbeeinträchtigenden, psychischen Krankheiten (affektiven Störungen) eingesetzt, sondern auch bei Migräne und Cluster-Kopfschmerzen. Zur Gruppe dieser psychischen Krankheiten, die seit mehr als 50 Jahren erfolgreich mit Lithium behandelt werden, zählen die chronische Depression, bipolare Störungen und die Manie.

Nach neueren Untersuchungen soll Lithium ebenfalls bei leichten psychischen Belastungen wirksam sein und zur Minderung von aggressivem Verhalten führen. Gleichermaßen ist mittlerweile bekannt, dass das Alkalimetall zum seelischen Gleichgewicht und zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit beiträgt.

Sogar hohe Lithiumgehalte im Wasser senkten nachweislich die Selbstmordrate bei Depressionen, wie eine Wiener Studie aus dem Jahr 2011 belegte.

Lithium Gehalt Wasser Glas Wasserhahn

LITHIUM VERLÄNGERT DIE LEBENSERWARTUNG

Eine Studie der Universität Jena ergab, dass ein höherer Lithiumspiegel die Lebenserwartung deutlich verlängern kann. Zu diesem Ergebnis kam ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Ristow gemeinsam mit japanischen Kollegen, als sie die Sterberate in 18 japanischen Gemeinden untersuchten und mit dem jeweiligen Lithiumgehalt des Wassers verglichen. Es bestätigte sich die Annahme, dass die Sterberate tatsächlich in den Gemeinden geringer ausfiel, in denen ein höherer Lithiumspiegel im Wasser gemessen wurde.

Zum gleichen Ergebnis gelangte daneben eine zweite unabhängige Studie mit Fadenwürmern. Allerdings ist nach Angaben der Wissenschaftler der genaue Wirkmechanismus bislang noch ungeklärt.

LITHIUM AUCH ERFOLGREICH GEGEN GEDÄCHTNISSTÖRUNGEN UND DEMENZ

Nach Ergebnissen einer dänischen Studie erkrankten Bewohner im Alter seltener an einer Demenz, wenn das Trinkwasser einen hohen Lithiumgehalt aufweist.

Eine positive Wirkung von Lithium konnte eine kleinere klinische Studie bei leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) und Gedächtnisstörungen belegen. Die Patienten erhielten eine Dosis von 150 mg bis 600 mg/Tag. Bei der plazebokontrollierten Studie, die an der Universität von Sao Paulo durchgeführt wurde, war nach 12 Monaten ein leichter Rückgang der Konzentration von P-tau im Liquor zu verzeichnen. P-tau ist ein Marker des Morbus Alzheimer. Zudem ergaben sich verbesserte Ergebnisse im ADAS-Cog-Test. Dieser Test misst die kognitiven Leistungen von Alzheimer-Patienten.

Eine weitere brasilianische Studie wurde mit Patienten mit manifester Alzheimer-Demenz durchgeführt und ergab, dass sich mit einer Dosis von 300 µg Lithium eine (vorübergehende) Stabilisierung des MMSE-Scores erzielen ließ.

LITHIUMKARTE VOM MENSCHLICHEN GEHIRN

An der Technischen Universität München (TUM) entwickelt man ein spezielles Messverfahren für Gewebeproben, mit dessen Hilfe eine Lithiumkarte des menschlichen Gehirns aufgezeichnet werden kann, um so die Funktionsweise und den Wirkungsort des Ultraspurenelements im Gehirn zu verstehen. Die Meßmethode kann die Lithiumkonzentration in Gewebsschnitten von Menschen mit Lithiumtherapie nachweisen und ist auch geeignet, bei ungeklärten Todesfällen festzustellen, ob ein Suizid aufgrund einer depressiven Phase vorliegt oder nicht.

Tagesbedarf

LITHIUMBEDARF UNBEKANNT

Der Tagesbedarf an Lithium ist bislang nicht genau bekannt. Nach Schätzungen der U.S. Environment Protection Agency (EPA) nimmt ein 70 kg schwerer Erwachsener täglich etwa eine Lithiummenge von 0,65 mg bis 3,1 mg über die Nahrung auf. Die Aufnahmemenge ist von der Ernährung und dem Lithiumgehalt des Grundwassers abhängig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) hat keinen Referenzwert für Lithium herausgegeben.

Eine Überdosierung durch natürliche Lebensmittel ist nicht zu erwarten.

Lithiumvorkommen und Lithiumgehalte

LITHIUM IN LEBENSMITTELN

Das Alkalimetall Lithium (Li) ist das leichteste aller Metalle und zählt zu den Mineralstoffen, die wir über die tägliche Nahrung aufnehmen. Die Lithiumkonzentration in der Natur gilt als ziemlich gering. So kommt es nur mit einem Anteil von 20 – 70 ppm in der Erdrinde vor und ist auch im Meerwasser nur mit einem Anteil von 0,1 – 0,2 ppm enthalten.

Lithium ist nur in geringen Anteilen in tierischen Lebensmitteln wie Eiern, Butter und Fleisch zu finden. Der Lithiumgehalt im Fleisch beträgt ungefähr 12 µg/kg. Dagegen befinden sich in Vollwertgetreide und Gemüse, wie Zwiebeln, Knoblauch, Zuckerrüben und Kartoffeln nennenswerte Lithiumanteile mit 0,5 mg  – 3,4 mg/kg.

LITHIUMKONZENTRATIONEN  IM GRUNDWASSER

Neben geringen Spuren im Boden findet man das Ultraspurenelement jedoch in unterschiedlich hohen Konzentrationen im Grundwasser. Die Lithiumkonzentration im Grundwasser ist abhängig von der Region und beträgt zwischen 0 – 500 µg/l.

Lithium in Heilwasser und Mineralwasser

Lithium Quelle Mineralwasser Heilwasser

LITHIUMGEHALT IM WASSER VON QUELLE ABHÄNGIG

Einige Wasserquellen enthalten neben anderen Mineralstoffen, Spurenelementen und Ultraspurenelementen auch das Mineral Lithium in unterschiedlich hoher Konzentration. Verschiedene Minerlawässer und Heilwässer weisen besonders hohe Lithiumgehalte auf, teilweise mehr als 10 mg/l. Der Lithiumgehalt im Wasser hängt jeweils vom Standort der Quelle ab.

VOR DEM VERZEHR DIE GESAMTZUSAMMENSETZUNG PRÜFEN

Manche lithiumhaltige Quelle enthält aber gleichzeitig auch hohe Konzentrationen von z.B. NatriumKalium, Uran oder anderen Bestandteilen wie Glaubersalz, die eine Aufnahme des Heil- oder Mineralwassers nicht uneingeschränkt für jeden Anwender empfehlenswert machen.

Wer also langfristig auf ein Wasser mit natürlichem Lithiumgehalt umsteigen möchte, kann vor dem Kauf einen Blick in die Analyse der ausgewählten Marke werfen. Dort kann man sich vergewissern, ob die Massenkonzentration der darin enthaltenen Mineralien den individuellen Anforderungen entspricht und daneben individuell gut verträglich ist. Wenn eine Erkrankung vorliegt, kann sich vor der dauerhaften Verwendung auch die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker empfehlen.

QuelleGehalte an Lithium
Standort: Donat-Quelle, Rogaska, Slowenien | Website: www.rogaska-medical.com | Analyse ansehen
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Anwendungsgebiete
Als Fertigarzneimittel dient Rogaska Heilwasser zur Vorbeugung und Behandlung von > Magnesium-Mangelzuständen. Daneben fördert das Sauerwasser die Magenfunktion.
Gegenanzeigen
Nicht angewendet werden darf Rogaska Heilwasser bei Störungen des Säure-/Basenhaushalts (Alkalose), Wassersucht und Nierenversagen.
Wechselwirkungen
Rogaska Heilwasser kann die Aufnahme und Ausscheidung von Medikamenten beeinflussen. Fragen beantwortet der Arzt oder Heilpraktiker.
Dosierung
300 ml/Tag in drei Trinkportionen a‘ 100 ml zu den Mahlzeiten
Überdosierung
Durch Überdosierung kann es zu Durchfall kommen

Standort:

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Analyse/Massenkonzentration:

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Folgen von Lithiummangel

LITHIUMMANGEL IN DEUTSCHLAND

In Deutschland wird die Aufnahme von Lithium über die normale Nahrung generell als ausreichend eingeschätzt. Ein Mangel soll selbst bei einer Fehlernährung nicht zu befürchten sein.

Allerdings konnte Anke im Jahr 1997 nachweisen, dass die Anzahl von depressiven Patienten in Regionen mit relativ niedrigem Lithiumgehalt im Wasser höher war, als in den Regionen mit lithiumreichem Mineralwasser. Im Umkehrschluss bedeutet das,  dass lithiumreiches Mineralwasser die psychische Stabilität fördert.

MÖGLICHE ANZEICHEN VON LITHIUMMANGEL

Bislang ist vielfach unerforscht, ob ein Lithiummangel Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. In Tierversuchen wurden u.a. folgende Mangelerscheinungen von Lithium festgestellt:

  • Geringe Geburtsgewichte
  • Verminderte Fruchtbarkeit
  • Kürzere Lebenserwartung

FREI VERKÄUFLICHE LITHIUMPRÄPARATE

Lithium ist in geringer Dosierung freiverkäuflich als homöopathisches Mittel im Angebot.

Folgen erhöhter Lithiumaufnahme

MÖGLICHE ANZEICHEN VON ÜBERDOSIERUNGEN

In der Psychotherapie wird Lithium häufig bei Depressiven Erkrankungen medikamentös verabreicht. Hohe Lithium-Dosierungen (200 mg/Tag) können bei missbräuchlicher Anwendung schwere Nebenwirkungen und Vergiftungserscheinungen auslösen. Folgende Nebenwirkungen können bei Überdosierung von Lithium auftreten:

  • Epileptische Anfälle
  • Zittern
  • Erbrechen
  • Muskelzucken
  • Schilddrüsendisfunktionen
  • Bluthochdruck
  • Nierenschäden
  • Knochenveränderungen

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Jürgen Deberitz, Gernot Boche: Lithium und seine Verbindungen – Industrielle, medizinische und wissenschaftliche Bedeutung. In: Chemie in unserer Zeit 37, Nr. 4, 2003
Brigitte Woggon: Behandlung mit Psychopharmaka. Huber, Bern 1998
Irmgard Niestroj. Praxis der Orthomolekularen Medizin: Physiologische Grundlagen Therapie mit Mikro-Nährstoffen. Hippokrates Verlag. Stuttgart. 2. Auflage 2000.
H.K. Biesalski et al.. Ernährungsmedizin: Nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. Verlag Thieme. 2010.
Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77832/Lithium-im-Trinkwasser-koennte-vor-Demenzen-schuetzen 08/2017
 Lithium-in-drinking-water and suicide mortality. 
TUM. Josef Lichtinger. Spurenelementenachweis von Lithium in organischem Gewebe mit Neutronen (PDF)
M. Schou: Lithiumbehandlung der manisch-depressiven Krankheit. Thieme, 2001
Zarse k, Terao T, Tian J et al.: Low-dose lithium uptake promotes longevity in humans and metazoans. Eur J Nutr, 2011 Aug; 50 (5):387-389
http://www.bfr.bund.de/cm/343/verwendung_von_mineralstoffen_und_vitaminen_in_lebensmitteln.pdf
Melvyn R. Werbach: Nutriologische Medizin
Die Nährstoffe-Bausteine für Ihre Gesundheit. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn 2015.
Burgerstein, Dr. Lothar: Burgersteins Handbuch Nährstoffe. Haug Verlag
Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 05/2016 | aktualisiert 11/2017

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2018-05-31T18:04:12+00:00