Häufigkeit

MEHR MÄNNER ALS FRAUEN VON MAGENKREBS BETROFFEN

Magenkarzinome machen etwa 7% aller Krebserkrankungen aus. Trotzdem sich die Anzahl der Erkrankungen an Magenkrebs im letzen Jahrzehnt weiter reduziert hat, erkrankten in Deutschland nach Angaben des Deutschen Zentrums für Krebsregisterdaten im Jahr 2011 insgesamt 16.000 Menschen, das entspricht einem Anteil von etwa 24 Personen pro 100.000 Einwohner.

Männer sind davon etwa doppelt so häufig betroffenen wie Frauen. Im Durchschnitt erkranken Männer im Alter von 71 Jahren, während Frauen ab dem 75. Lebensjahr von der Krankheit betroffen sind.

Definition & Beschreibung

DEFINITION MAGENKREBS

Das Magenkarzinom (Magenkrebs) bezeichnet eine bösartige (maligne) Tumorerkrankung des Magens.

EINTEILUNG NACH STADIUM

  • Frühkarzinom: Das Magenkarzinom ist auf die Schleimhaut (Mukosa) und die Gewebsschicht zwischen Schleimhaut und Muskelschicht (Submuskosa) beschränkt. Die Muskelschicht (Muskularis) ist noch nicht befallen.
  • Fortgeschrittenes Karzinom: Das fortgeschrittene Magenkarzinom besitzt größere Eindringtiefe

 EINTEILUNG NACH WACHSTUMSTYP

  • Intestinaler Wachstumstyp: Das Karzinom wächst blumenkohlartig in den Magen hinein
  • Diffuser Wachstumstyp: Das Karzinom wächst frühzeitig in die Magenwand ein

Mögliche Symptome

KAUM BESCHWERDEN IM ANFANGSSTADIUM

Erst im fortgeschrittenen Stadium macht sich Magenkrebs durch verschiedene Symptome bemerkbar. Dazu zählen z.B.:

  • Leistungsknick
  • Gewichtsabnahme
  • Völlegefühl
  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Abneigung gegen Fleisch
  • Mögliche Beschwerden durch Metastasen (Absiedelungen) in Hirn, Knochen, Leber oder Lunge

Mögliche Ursachen

RISIKOERHÖHENDE VORERKRANKUNGEN UND URSACHEN

Prognose

PROGNOSE

Bei Magenkrebs gelten die Überlebensaussichten vergleichsweise eher als ungünstig. Im Jahr 2011 lag die 5-Jahres-Überlebensrate, die die Wahrscheinlichkeit beschreibt, die nächsten 5 Jahre zu überleben, bei 33 %. Die 5-Jahres-Überlebensquote beträgt beim Frühkarzinom dagegen etwa 90 %.

Diagnose

VERSCHIEDENE DIAGNOSEVERFAHREN

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine bildgebende Gastroskopie mit gleichzeitiger Gewebeentnahme (Biopsie), die auf Tumorgewebe hin feingeweblich untersucht wird. Daneben werden zusätzliche Untersuchungen zur Ausdehnung des Tumors eingesetzt.

Mögliche Therapie

EINGESETZTE THERAPIEN BEIM MAGENKARZINOM

Die Therapie beim Magenkarzinom richtet sich im Einzelfall nach dem Stadium. Zum Einsatz kommen folgende Maßnahmen:

Chirurgische Maßnahmen

  • Entfernung des Magens (totale Gastrektomie)
  • Teilentfernung des Magens

Palliative Maßnahmen

  • Lasertherapie
  • Operative Verbindung von Magen und Dünndarm (Gastroenterostomie)
  • Ernährungssonde (Feinkatheterjejunostomie)

MAGENKREBS VORBEUGEN DURCH GESUNDE ERNÄHRUNG

Ernährungsmedizinisch gilt eine optimale Versorgung mit den Vitaminen C und E durch einen hohen Verzehr an Obst und Gemüse im Rahmen der vollwertigen Ernährung als besonders empfehlenswert, um Magenkrebs vorzubeugen. Außerdem wird dazu geraten, den Konsum von gesalzenen, gepökelten und geräucherten Lebensmittel wie Speck, Kassler, Pökelfleich, Räucherfisch oder Schinken zu reduzieren. Mehr Informationen unter Rotes Fleisch & Krebsrisiko – WHO-Studie

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Magenkrebs/magenkrebs_node.html

Möhler, M., Al-Batran, S-E., Andus, T.: Leitlinienprogramm Onkologie. Magenkarzinom: Diagnostik und Therapie der Adenokarinome des Magens und des ösophagogastralen Übergangs. Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. AWMF Register.Nr. 032-009OL. Stand 02.2012

Eiter Josefa, Eder Gerlinde, Mair Maria: Ernährungslehre und Diätetik. 8.Auflage. 2008. Trauner Verlag.

Innere Medizin. 7. Auflage. Weisse Reihe Band 4. 2004. Elsevier GmbH. Urban & Fischer Verlag.

Biesalski, H.K.: Ernährungsmedizin: Nach dem Curriculum der Bundesärztekammer und der DGE. 2010. Verlag Thieme

Bildquelle im Impressum
Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 10/2016