Zahlen – Daten – Fakten

IMMER MEHR LANDWIRTSCHAFLICHE ÖKOBETRIEBE UND AGRARFLÄCHEN

Der deutsche Verbraucher legt immer größeren Wert auf ökologisch produzierte Nahrungsmittel – das beweisen die Zahlen. Während 1996 in Deutschland eine Agrarfläche von 354.171 Hektar für den Ökolandbau genutzt wurde, waren es im Jahr 2015 bereits 1.088.838 Hektar. Im Jahr 2018 stieg die Fläche auf 1.521.314 Hektar. Der Anteil des Ökolandbaus an der gesamten Agrarwirtschaft hat sich demnach von 2,1 % auf 6,5% in 2015 und auf 9% in 2018 erhöht. Im europäischen Vergleich schafft Deutschland es aber nur auf einen der hinteren Ränge.

Im Jahr 2015 betrug die Anzahl der landwirtschaftlichen Ökobetriebe noch 24.736, 2018 waren es mit 47.000 Ökobetrieben fast doppelt so viele.

TROCKENE PERIODE DEZIMIERTE NUR TEILWEISE GEWINNE

Trotz des Zuwachses der ökologisch genutzten Getreidefläche, fiel die Erntemenge 5% geringer als im Vorjahr aus. Hier kam es zu Gewinneinbußen. Bei Bioölsaaten und Zuckerrüben verzeichneten die Ökolandwirte dagegen ein Plus. Auch die Milchpreise blieben bei höherer Milchanlieferung stabil und sorgten für einen Anstieg der Verkaufserlöse um 18%. Milch bleibt 2018 der wichtigste Umsatzträger, gefolgt von Eiern, Gemüse, Getreide und Obst.

WEITER STEIGENDE ERLÖSE FÜR BIOLANDWIRTE IN 2018

5,5 Prozent mehr gaben deutsche Verbraucher 2018 für Bioprodukte aus. Der Gesamtumsatz betrug 10,91 Mrd. Euro. Discounter und der Einzelhandel mit Bio-Produkten steigerten den Umsatz um 8,6% mit ausgeweiteten Sortimenten. Allein der Lebensmitteleinzelhandel erwirtschaftete 6,43 Mrd. Euro. Der Naturkosthandel kam 2018 auf einen Umsatz von € 2,93 Mrd,. Euro, alle sonstigen Geschäfte und Märkte erwirtschafteten 1,55 Mrd. Euro Umsatz.

Besonders erfolgreich waren, wie schon 2017, die Sparten Molkereiprodukte und Rindfleisch.  Obst- und Gemüsekonsum waren dagegen leicht rückgängig.

Was kann der Verbraucher vom Bio-Siegel erwarten?

GESETZLICHE VERORDNUNGEN

Bio-Lebensmittel unterliegen einer Zahl gesetzlicher Verordnungen, in denen die Erzeugung im ökologischen Landbau, die Kennzeichnung sowie das Kontrollverfahren geregelt sind.

Umfasst werden von den Verordnungen alle unverarbeiteten Agrarerzeugnisse einschließlich Fischen und die für den menschlichen Verzehr bestimmten verarbeiteten Agrarerzeugnisse, sowie Futtermittel, die mit Öko-Hinweisen vermarktet werden.

WAS GEWÄHRLEISTET EIN BIO-PRODUKT?

  • Landwirtschaftliches Erzeugnis
  • 95% der Agrarzutaten stammen aus ökologischem Landbau (ansonsten ist ein Bio-Hinweis nur auf der Zutatenliste erlaubt)
  • Nur gelistete konventionelle Agrarzutaten enthalten
  • Keine Verwendung genetisch veränderter Organismen
  • Nur gelistete Zusatz- und Verabeitungshilfsstoffe enthalten
  • Keine ionisierende Strahlenbehandlung
  • Erzeuger, Verarbeiter und Importeure unterstehen dem Kontrollverfahren
  • Kontrollen erfolgen im Betrieb
WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 05/2016 aktualisiert 10/2016 | aktualisiert 03/2019

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