Rollator auf Rezept – was Patienten wissen sollten

MOBILITÄT VERBESSERN

Nicht nur bei gesundheitlichen Problemen oder nach Operationen kann ein Rollator gehbehinderten Menschen zu mehr Mobilität verhelfen, auch für immer mehr Senioren ist der Rollator eine Stütze und ein praktischer Alltagsbegleiter geworden. Unter der Bezeichnung „Gehhilfen“ findet man ihn als „fahrbare Gehhilfe“ im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen, die bei Bedarf ärztlich auf Rezept verordnet wird.

Gesetzliche Zuzahlung für den Rollator

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WER ZAHLT WAS BEIM HILFSMITTEL?

Die Höhe der Zuzahlung ist bei verordneten Hilfsmitteln gesetzlich geregelt. In aller Regel sind es 10 % der Kosten, die der Versicherte bei einem Rollator auf ärztliches Rezept selber tragen muss. In der Summe macht das mindestens 5 Euro, maximal aber 10 Euro, den Rest trägt die gesetzliche Krankenkasse.

Wenn die Zuzahlungen über der Belastungsgrenze von 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen liegen, können Patienten sich von

Zuzahlungen befreien lassen. Chronisch Kranke haben eine geringere Belastungsgrenze, die bei 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen liegt. Den Zuzahlungsbetrag zahlt der Patient in der Regel an den Vertragspartner der gesetzlichen Krankenkasse oder an einen anderen Leistungserbringer, über den der Patient den Rollator bestellt. So ein Vertragspartner oder Leistungserbringer ist in der Regel ein Sanitätshaus.

Bei der Wahl des günstigen Standardmodells hat der Patient bei einem Vertragspartner der Krankenkasse nicht immer Einfluss auf das Rollator-Modell oder die Farbe. Der Sanitätshändler kann als Vertragspartner der Krankenkasse auch einen gebrauchten Rollator aus dem Depot der Krankenkasse übergeben.

ROLLATOREN AUF REZEPT BLEIBEN EIGENTUM DER KRANKENKASSE

Rollatoren verbleiben üblicherweise im Eigentum der Krankenkasse und stehen dem Patienten lediglich für Zeiträume von drei bis fünf Jahren zur Verfügung. Für eine Verlängerung oder einen neuen Rollator ist je nach Kasse eine weitere ärztliche Verordnung nötig. Wenn der Rollator fahrlässig beschädigt wird, kann die Krankenkasse, bzw. der Fachhändler den Patienten dafür in Anspruch nehmen. Falls ein Rollator auf Rezept nicht mehr benötigt wird oder der Patient verstirbt, fällt der Rollator in der Regel zurück an die Krankenkasse, wenn nichts anderes vereinbart wurde.

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Der Weg zum Rollator auf Rezept

ÄRZTLICHE VERORDNUNG VOM FACHARZT ODER HAUSARZT NOTWENDIG

Zunächst sollte man sich bei der eigenen Krankenkasse über die genauen Bedingungen informieren, die der eigene Tarif hergibt. Je nach Beschwerden verordnet der behandelnde Hausarzt oder Facharzt anschließend einen erforderlichen Rollator. Als Patient sollte man unbedingt darauf achten, dass der ärztlich verordnete Rollator auch alle Anforderungen der Krankenkasse erfüllt, denn Zusatzleistungen

wie etwa besonders leichte oder stabile Modelle kosten extra und werden nur anerkannt, wenn der Arzt sie als medizinisch notwendig betrachtet und das auch auf dem Rezept vermerkt. Hilfsmittel unterliegen keiner Beschränkung in der Verordnung. Bei Beschwerden wie Atemnot, oder Muskel- und Gelenkerkrankungen wird ein  besonders leichter Rollator oder ein besser ausgestattetes Rollatormodell notwendig. Bei Leichtgewichtrollatoren empfiehlt sich die Angabe des Maximalgewichts auf der Verordnung. Sofern das Hilfsmittelverzeichnis ein geeignetes Modell enthält, kann der Arzt dieses gezielt verordnen. Die Kasse übernimmt dann oft die Kosten, auch wenn sie höher sind, als beim Standardmodell.

Wer beim Physiotherapeuten oder einem ähnlichen Therapeuten in Behandlung ist, kann sich dort erkundigen, ob der Therapeut eine Hilfsmittelempfehlung über einen bedarfsgerechten Rollator, bzw. bestimmte Ausstattungsmerkmale für den Arzt ausstellen kann. Oft kommen Ärzte diesen Empfehlungen nach. Beraten lassen kann man sich auch bei Sozialverbänden und Pflegestationen.

Die größten gesetzlichen Krankenversicherungen
Vergleich – Rollator im Detail

Rollator auf Rezept *

Ärztliche Verordnung: Ja
Vertragspartner: Ja
Zuzahlung: Mind. 5 Euro bis höchstens 1o Euro
Bezug über andere Quellen erlaubt: Ja, aber keine volle Kostenübernahme
Service: Beratung zuhause, Lieferung nach Hause, Reparatur, Ersatz
Grundausstattung: Sitzfläche, anatomische Feststellbremse, Klappmechanismus, rundum bewegliche Räder, Rückengurt, Stockhalter, Einkaufskorb oder Einkaufsnetz
Vorherige Bewilligung nötig: Nein
Gewicht: 9 kg
Zusatzausstattung erlaubt: Ja, aber nur bei privater Aufzahlung
Alternatives Modell erlaubt: Ja, aber nur bei privater Aufzahlung
Versorgungszeitraum: 5 Jahre
Kostenfreier Austausch nach Ablauf des Versorgungszeitraums: Ja

Rollator auf Rezept *

Ärztliche Verordnung: Ja
Vertragspartner: Ja
Zuzahlung: Mind. 5 Euro bis höchstens 1o Euro
Bezug über andere Quellen erlaubt: Nein
Service: Beratung und Lieferung auch nach Hause in Absprache mit dem Vertragspartner, Einweisung, Montage, Reparatur, Ersatz
Lieferzeit: innerhalb von 72 Stunden
Grundausstattung: Luftbereifte Räder oder Vollgummiräder, Bremssystem, Faltvorrichtung für den Transport, höhenverstellbare Handgriffe
Nach medizinischer Verordnung: Stockhalter, Korb, Tablett, Sitzfläche, Leicht-Rollatormodelle, besonders stabile Rollatormodelle
Vorherige Bewilligung nötig: Nein
Zusatzausstattung erlaubt: Ja, aber nur bei privater Aufzahlung
Alternatives Modell erlaubt: Ja, aber nur bei privater Aufzahlung

Rollator auf Rezept *

Ärztliche Verordnung: Ja
Vertragspartner: Ja
Zuzahlung: Mind. 5 Euro bis höchstens 1o Euro
Bezug über andere Quellen erlaubt: Nein
Lieferzeit: 3 Arbeitstage
Notdienst: Ja. Reparatur oder Austausch innerhalb 3 Arbeitstage
Service: Beratung und Lieferung auch nach Hause in Absprache mit dem Vertragspartner, Einweisung, Montage. Reparatur und Ersatz nur im Rahmen der  Gewährleistung
Grundausstattung: Sitzfläche, höhenverstellbare und abrutschsichere Schiebegriffe, höhenverstellbare Stützrohre, Bremssystem mit Arretierung, lenkbare Vorderräder, bedarfsgerechte Bereifung – vorrangig PU, Bruchsicherheit, abnehmbarer Korb oder Tasche, Stockhalter
Nach medizinischer Verordnung: Leichtgewichtrollator bis 8kg, abnehmbares Tablett, Rückengurt oder Rückenbügel,
Vorherige Bewilligung nötig: Nein
Gewicht: bis 12 kg inkl. Zubehör
Zulässiges Nutzergewicht: bis 130 kg
Zusatzausstattung erlaubt: Ja, aber nur bei privater Aufzahlung
Alternatives Modell erlaubt: Ja, aber nur bei privater Aufzahlung
Rollator leihweise: Ja
Versorgungszeitraum: 5 Jahre
Kostenfreier Austausch nach Ablauf des Versorgungszeitraums: Ja
Kostenfreie Rückgabe und Entsorgung: Ja
Dies ist eine eigene verkürzte Zusammenstellung aus den Satzungen der  o.g. Krankenkassen. Für Aktualität können wir keine Gewährleistung übernehmen. Maßgeblich bleibt stets die jeweilige Satzung der Krankenkasse, die sich auch ändern kann. Eine Haftung wird ausgeschlossen.

ROLLATOR ÜBER VERTRAGSPARTNER DER KRANKENKASSEN BESTELLEN

Kassenpatienten sind bei vielen gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, einen Rollator auf Rezept über einen Vertragspartner ihrer Krankenkasse zu beantragen, ansonsten werden die Kosten nicht übernommen. Im Vorwege sollte sich der Patient deshalb auf jeden Fall informieren, ob er den Rollator nur bei bestimmten Vertragspartnern bestellen darf oder welche Regeln für ihn gelten.

Vertragspartner sind meist verschiedene Sanitätsfachhändler, die eine Beratung im Geschäft vor Ort, aber falls erforderlich etwa auch zu  Hause durchführen. Vertragspartner übernehmen nach Maßgabe neben der Beratung auch Serviceleistungen wie Gebrauchseinweisung, Lieferung, Montage und Reparaturen. An welche Vertragspartner man sich wenden kann, erfährt man meist auf der Website der eigenen Krankenkasse oder auch auf telefonische Nachfrage.

Auch ob der Rollator vor der Bestellung von der Krankenkasse genehmigt werden muss, sollte man unbedingt abklären, bei Krankenkassen wie der Techniker Krankenkasse, der BARMER oder der DAK erhalten Versicherte den Rollator auch ohne vorherige Bewilligung.

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ROLLATOR AUF REZEPT IM ONLINESHOP BESTELLEN

Online angebotene Rollatoren sind häufig deutlich günstiger. Aber nicht jeder Onlineshop, der Rollatoren anbietet, ist gleichzeitig auch Vertragspartner aller gesetzlichen Krankenkassen, so dass die Kostenübernahme beim Rollatorkauf mit Rezept im Internet nicht sicher gewährleistet sein könnte. Eine genaue Recherche ist bei der Bestellung von Rollatoren über das Internet zu empfehlen, wenn die Krankenkasse ausschließlich mit eigenen Vertragshändlern arbeitet.

Unter den vielen Onlineanbietern gibt es aber verschiedene Vertragshändler und Sanitätsfachhändler, bei denen Patienten den Rollatorkauf auch im Onlineshop sicher abwickeln können. Diese bieten oft die Möglichkeit, die Verordnung vor dem Kauf über ein elektronisches Formular einzureichen und die Formalitäten mit der Kasse abzuklären. Nachdem der Onlineanbieter die Zusage zur Kostenübernahme erhalten hat, kann der Patient den Kauf im Onlineshop beruhigt abwickeln und sich den Rollator bequem nach Hause senden lassen.

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Vor dem Rollator-Kauf über einen Onlineshop ist es ratsam, sich dort erkundigen, welche Warengarantie und welcher Service bei Reparaturen und Notfällen angeboten wird.

Nicht jeder Onlineshop liefert den Rollator bereits vormontiert, so dass er sofort einsatzbereit ist, dennoch kommen mittlerweile immer mehr Rollatormodelle gebrauchsfertig, so dass nur noch die Griffe auf die richtige Höhe eingestellt werden müssen.

In Kauf nehmen muss man bei Bestellungen in manchem Onlineshop aber, dass der Rollator zerlegt im Paket eintrifft und noch montiert werden muss. Wer keine Möglichkeit hat, die Montage selbst vorzunehmen oder zu organisieren, sollte besser einen anderen Onlineshop, bzw. ein anderes Rollatormodell auswählen oder ansonsten einen örtlichen Händler wählen, bei dem die Montage im Angebot enthalten ist.

Vom Gesetzgeber ist bei der Verwendung von Rollatoren eine fachgerechte Beratung und Einweisung vorgesehen, diese kann man aber bei einer Bestellung im Onlineshop auch fernmündlich in Anspruch nehmen, sofern der Service angeboten wird. Patienten sollten vor dem Kauf im Onlineshop abklären, ob und zu welchen Bedingungen eine telefonische Beratung und Einweisung angeboten wird. Bei Vertragspartnern der Krankenkassen ist der Service in der Regel im Preis enthalten. Beratung, Einweisung und die richtige Einstellung der Gehhilfe, etwa auf Sitzhöhe und Armlänge des Anwenders, sind wichtig, denn sie verringern das Sturzrisiko und helfen, gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Welches Rollatormodell zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Einsatzbereiche für den Rollator

Rollator nur für Wohnung

Ein Rollator für den Innenbereich sollte nicht nur Bodenbeläge wie Teppich, Linoleum oder Fliesen meistern, sondern auch leicht und standfest sein.

Zusätzlich ausstatten lässt sich ein Wohnungs-Rollator z.B. mit:

  • mit automatischer Beleuchtung für die Nacht
  • Tablett zum Transport von Gegenständen
  • Möbelschutz und Handschutz
Rollator nur für Außenbereich

Für den Außenbereich sollte ein leichter, wendiger, rostfreier und stabiler Rollator gewählt werden, der über sichere Feststellbremsen verfügt.
Die Griffe sollten verstellbar sein und zum Aufstützen dienen.
Teilweise Sonderausstattung bzw. mögliches Zubehör ist z.B.:
  • höhenverstellbarer Sitz
  • gepolsterter Rückengurt
  • Einkauftasche, Netz oder Korb
  • Reflektoren
  • Getränkehalter
  • Dämfung
  • Schirm
  • Handschuhe
  • Beleuchtung
  • Diebstahlsicherung
  • Austauschbare Räder
  • Ankipphilfe für kleinere Hindernisse
  • Faltmechanismus für Transport
  • Klingel
  • Sturzalarm
Rollator für Wohnung und Außenbereich

Für die kombinierte Nutzung sollte ein leichter, wendiger, rostfreier und stabiler Rollator gewählt werden, der über sichere Feststellbremsen verfügt. Die Griffe sollten verstellbar sein und zum Aufstützen dienen.
Teilweise Sonderausstattung bzw. mögliches Zubehör ist z.B.:
  • höhenverstellbarer Sitz
    gepolsterter Rückengurt
    Einkauftasche, Netz oder Korb
    Reflektoren
    Dämpfung
    Schirm
    Beleuchtung
    Diebstahlsicherung
    Ankipphilfe für kleinere Hindernisse
    Faltmechanismus für Transport
    Klingel
    Sturzalarm

ROLLATORMODELLE UNTERSCHEIDEN SICH DURCH AUSSTATTUNG UND PREIS

Rollatoren sind je nach Modell im Innen- und/oder Außenbereich einsetzbar. Zwar bestehen alle Rollatoren aus einem stützenden Metallgestänge, das über Rollen oder Räder verfügt, dennoch unterscheiden sich verschiedene Rollatormodelle auch in Punkto Ausstattung und Preis deutlich voneinander.

Aber nicht jedes Rollatormodell wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Welches Modell der Patient erhält, hängt zunächst von der Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung und der ärztlichen Verordnung ab.

STANDARDMODELLE

Rollatoren in der Standardausführung sind die günstigste Variante. Vor allem eignen sie sich für Menschen mit einer normalen Gehbehinderung, die altersbedingt ist. In der Standardausführung verfügt ein Rollator in der Regel über 4 Räder, die lufbereift oder aus Vollgummi sind. Standardmäßig sind ebenfalls ein Bremssystem sowie höhenverstellbare Handgriffe zur Größenanpassung vorhanden. Die meisten Modelle lassen sich schon in der Grundversion leicht zusammenfalten und im Kofferraum verstauen.

PREMIUMMODELLE

Für Premiummodelle muss man tiefer in die Tasche greifen. Ein Rollator der Premiumklasse enthält in der Regel mehr Zubehör, wie etwa eine Stockhalterung, einen Korb, ein Tablett oder eine Rückenlehne. Zubehör, das nicht aus der ärztlichen Verordnung hervorgeht, muss der Patient bei Bedarf selbst zahlen.

KOMBIMODELL UND SONDERMODELL

Bei Kombimodellen lässt sich mit wenigen Handgriffen aus dem Rollator ein Rollstuhl machen. Geeignet sind solche Modelle speziell für den Einsatz z.B. bei Patienten mit Rheuma oder Multipler Sklerose. Auch Sondermodelle akzeptiert die Krankenkasse in der Regel nur bei hohem Übergewicht und schweren Krankheitsbildern wie etwa halbseitiger Lähmung, schwerer Arthritis, motorischen Fehlfunktionen oder Bewegungseinschränkungen von Hand und Arm.

Bessere Ausstattung oder anderes Rollatormodell möglich?

Gesundheitsrisiko Rollator

Risiko Rollator - Gefahren im Umgang

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Risiken kennen und vermeiden

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PRIVATE ZUZAHLUNG ERMÖGLICHT OFT ALTERNATIVEN

Der Vertragspartner der Krankenkasse muss dem Patienten mindestens einen Rollator seiner Wahl ohne Mehrkosten anbieten. Dafür erhält der Händler eine „Fallpauschale“ von der Kasse. Ein bestimmtes Rollatormodell kann der Patient aber in der Regel nicht beanspruchen.

Wer sich nach der Beratung gezielt für ein anderes Modell oder eine Ausstattung mit mehr Extras entscheidet, hat bei vielen

Krankenkassen die Möglichkeit, Mehrkosten aus eigener Tasche zu übernehmen. Der Vertragspartner muss den Patienten bei der Beratung allerdings über Mehrkosten informieren. Wer aber schon ein ganz anderes Rollatormodell ausgewählt hat, sollte den Vertragspartner fragen, ob dieses ohne Mehrkosten bestellbar ist.

Bei Zuzahlungen kann mit dem Sanitätsfachhändler vereinbart werden, ob das Rollatormodell dem Käufer gehört oder im Besitz der Krankenkasse bleibt.

ROLLATORZUBEHÖR

Hersteller bieten zur Aufrüstung verschiedenes Rollatorzubehör an. Dazu zählen:

  • Stockhalter
  • Multifunktionsnetz
  • Gepäcktasche für Wertsachen
  • Schirm mit Multifunktionsalarm
  • Sauerstofftasche für COPD-Patienten
  • Führungsgriff für Begleitpersonen
  • Reflektoren für bessere Sichtbarkeit
  • Auflagen für Unterarme
  • Memoryfunktion für die Griffeinstellung
  • Beleuchtung
  • Klingel
  • Dämfung
  • Abnehmbare Räder
  • Möbelschutz und Handschutzvorrichtung
  • Getränkehalter
  • Abnehmbares Tablett auch mit rutschsicherer Auflage
  • Schloss
  • Transporttasche
  • Automatische Nachtbeleuchtung
  • Ankipphilfe für kleine Hindernisse
  • Alarm
  • Gepolsterter Rückengurt
  • Abnehmbarer Rückengurt

ROLLATOR IST NICHTS FÜR SCHWERGEWICHTE

Gemeinsam ist fast allen Rollatoren, dass sie nur auf ein Gewicht von 130 kg ausgelegt sind und sich nicht für Personen eignen, die schwerer sind. Häufig wiegen Menschen mit einer Gehbehinderung aber mehr als 130 kg, weil der Bewegungsmangel zur Gewichtszunahme führt. Es gibt nur wenige Rollatormodelle die höhere Körpergewichte tragen können.

Qualitätskriterien und Qualitätsunterschiede

ROLLATOR IST NICHT GLEICH ROLLATOR

Bei der Anschaffung eines Rollators ist nicht nur der Preis entscheidend. Zwar gibt es mittlerweile schon sehr günstige Rollatorangebote auch von Discountern wie LIDL oder ALDI, aber sehr günstige Preise können manchmal zu Lasten der Sicherheit und der Qualität gehen, wie verschiedene Rollator-Rückrufaktionen von Lidl und Rollator-Rückrufaktionen von Aldi aufgrund gefährlicher Qualitätsprobleme zeigen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht unter dem Stichwort „Rollator“ alle Rückrufaktionen und Sicherheitsinformationen, die Rollator-Hersteller an ihre Kunden.

Tipps und Wissenswertes beim Rollatorkauf

ANGEBOTE VOR DEM KAUF VERGLEICHEN

Die Stiftung Warentest empfiehlt Verbrauchern vor dem Kauf des geeigneten Rollatormodells, die Angebote mehrerer Sanitätshäuser zu vergleichen. Grund dafür ist das unterschiedliche Angebot der Händler.

VOR DEM ROLLATORKAUF INFORMIEREN UND TESTEN

Vor dem Rollatorkauf empfiehlt Stiftung Warentest das Gerät in Bezug auf die Bremsen und das Verhalten in beladenem Zustand zu testen. Dabei sollten die Bremsen leicht erreichbar sein und der Bremshebel beim Lösen der Feststellbremse nicht auf die Finger schlagen. Ebenso sollte der beladene Rollator nicht kippen, wenn man ihn über eine Schwelle fährt.

Gleichermaßen empfehlen sich leichte Rollatormodelle, die sich zum Transport leicht falten lassen. Man unterscheidet zwei Falttechniken, zum einen die Querfaltung und zum anderen dei Längsfaltung. Als wesentlich handlicher und leichter haben sich Längsfalter erwiesen.

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 07/2018

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