Diese Tipps können helfen

Niemand empfindet einen Besuch beim Zahnarzt als angenehm. Es gibt jedoch Patienten, die unter einer richtiggehenden Zahnarztangst leiden. Diese nehmen wichtige Vorsorge- und Behandlungstermine nicht wahr, wodurch ihre Zähne immer schlechter werden. Hierdurch werden unangenehme Behandlungen und Therapien nötig, die die Zahnarztangst zusätzlich verstärken. Dieser Teufelskreis ist nicht notwendig. Mit einigen Strategien ist es möglich, eine Zahnarztangst effizient zu behandeln. Hierzu gehören eine Zahnzusatzversicherung und Transparenz ebenso wie Entspannungstechniken und klare Signale für den Zahnarzt. Dieser Artikel erläutert, wie Patienten mit einer Zahnarztangst umgehen können, um schlechte Zähne zu vermeiden.

Die Gründe für eine Zahnarztangst ermitteln

Um eine Zahnarztangst behandeln zu können, ist es erforderlich, zu wissen, wodurch diese verursacht wurde. Einige haben bereits als Kind eine solche Angst entwickelt. Das lag beispielsweise daran, dass die Eltern ungern zum Zahnarzt gegangen sind und sich dieses Gefühl auf die Kinder übertragen hat. In anderen Fällen haben negative Erfahrungen eine Zahnarztangst ausgelöst. Vielleicht war eine Behandlung äußerst schmerzhaft oder ein Zahnarzt ist wenig empathisch mit seinen Patienten umgegangen. Je genauer bestimmt werden kann, welche Faktoren die Zahnarztangst ausgelöst haben, desto besser lässt sie sich therapieren.

Finanzielle Sicherheit durch eine Zahnzusatzversicherung

In einigen Fällen sind es finanzielle Sorgen, die eine Zahnarztangst auslösen. Manche Behandlungen sind kostenintensiv und stellen eine extreme Belastung für die Betroffenen dar. Um nicht teure Investitionen tätigen oder sich eingestehen zu müssen, dass nicht genug Geld zur Verfügung steht, wird die notwendige Behandlung hinausgezögert, wodurch sich die Zahnprobleme noch weiter verschärfen.

Mit einer guten Zahnzusatzversicherung können solche Probleme von vornherein vermieden werden. Sie greift bei unterschiedlichen Zahnproblemen und sorgt dafür, dass sich die Patienten nicht noch zusätzlich Sorgen ums Geld machen müssen. Mit einer solchen Zahnzusatzversicherung können die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung erweitert werden. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, einen Zahnersatz oder andere Therapien zu bekommen, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend sind.

Besonders interessant sind Zahnzusatzversicherungen, die sogar noch nach Auftreten eines Problems abgeschlossen werden können. Viele Versicherer bieten eine solche Krankenzusatzversicherung an, wobei die einzelnen Angebote unterschiedliche Bereiche abdecken. Beispielsweise erhält man unter Informationen www.clark.de/zahnzusatzversicherung/zu-spaet/ zu den verschiedenen Möglichkeiten – insbesondere auch, wie sich eine entsprechende Police abschließen lässt, wenn bereits feststeht, dass eine Behandlung erforderlich wird.

Sich mit der Praxis vertraut machen

Zahnarztpraxis

Abbildung: Bei einem Erstgespräch können sich Angstpatienten mit dem Zahnarzt, seinem Team und der Praxis vertraut machen

Wenn Patienten unter einer Zahnarztangst leiden, ist es eine gute Idee, sich zunächst mit der Praxis vertraut zu machen. Betroffene müssen nicht gleich einen Behandlungstermin vereinbaren, sondern können sich zunächst zu einem ersten Kennenlerngespräch in die Praxis begeben. So haben sie die Möglichkeit, den
Zahnarzt selbst, sein Team und die Atmosphäre in der Praxis kennenzulernen. Schnell wird so deutlich, ob sich Betroffene in einer Praxis wohlfühlen und mit der Art des Zahnarztes etwas anfangen können.

Bei einem solchen Kennenlerngespräch ist es wichtig, alle Fragen zu stellen und möglichst offen zu sein. Je genauer der Zahnarzt weiß, welche Art von Zahnarztangst vorliegt, desto besser kann er auf die jeweiligen Patienten eingehen. Das Ziel muss es sein, positive Erfahrungen bei den Behandlungen zu sammeln, um schrittweise die Angst vor den Therapien abzubauen. Durch die Fragen wissen die Patienten genau, wie die Zahnarztpraxis arbeitet und können entscheiden, ob sie mit diesem Vorgehen einverstanden sind. Deswegen ist es ratsam, sich auf ein solches Erstgespräch optimal vorzubereiten und genau zu überlegen, was man alles wissen möchte.

Transparenz ist das beste Mittel gegen Zahnarztangst

Unsicherheit ist ein zentraler Faktor, der zu einer Zahnarztangst führt. Die Patienten wissen häufig nicht, was sie im Rahmen einer Therapie erwartet, wodurch sich Sorgen und Ängste bilden. Deswegen sollte von vornherein eine größtmögliche Transparenz angestrebt werden. Hierzu gehört, dass der Zahnarzt genau
erklärt, warum eine Therapie notwendig ist und wie diese im Einzelnen abläuft. Nach der Behandlung sollte er zudem erläutern, welche Prophylaxemaßnahmen Patienten ergreifen sollten, um zukünftige Zahnprobleme zu vermeiden.

Je genauer die Patienten wissen, was sie bei einer Zahnbehandlung erwartet, desto weniger müssen sie sich davor fürchten. Sie wissen dann genau, welche einzelnen Schritte bei der Therapie erfolgen und werden während der Behandlung nicht unangenehm davon überrascht. Es ist entscheidend, dass sich die Betroffenen genau informieren und alle Fragen stellen, die ihnen auf dem Herzen liegen. Der Zahnarzt beantwortet diese umfassend, verständlich und freundlich, so dass eine größtmögliche Transparenz erreicht wird.

Entspannungstechniken und Meditationsübungen nutzen

In der Praxis haben sich Entspannungstechniken und Meditationsübungen wie z.B. Progressive Muskelentspannung probate Mittel gegen eine Zahnarztangst erwiesen. Sowohl zu Hause als auch in der Praxis selbst, können Patienten einzelne Übungen absolvieren, um so zur Ruhe zu kommen. Die aufkommenden Emotionen lassen sich so beherrschen, dass eine Therapie ohne große Ängste möglich wird. Auf dem Behandlungsstuhl selbst ist es ebenfalls möglich, Entspannungstechniken anzuwenden, um sich beispielsweise von den unangenehmen Geräuschen oder dem Druck im Mundraum abzulenken.

Signale mit dem Zahnarzt vereinbaren

Für viele Patienten mit einer Zahnarztangst ist es hilfreich zu wissen, dass sie während der Behandlung stets die volle Kontrolle behalten. Sie sollten daher bestimmte Signale mit dem Zahnarzt vereinbaren, die sie in verschiedenen Situationen nutzen können. Wenn beispielsweise der Druck im Mundraum zu groß wird oder die Betroffenen merken, dass ihr Kreislauf Probleme macht, können sie den Zahnarzt mit einer Geste darauf aufmerksam machen. Dieser weiß dann genau, was das Problem ist, und kann gezielt darauf eingehen. Wichtig ist es, dass die vereinbarten Signale eindeutig sind, damit sie nicht missverstanden werden können.​

Behandlungen unter Narkose

In einigen Fällen helfen all diese Strategien nicht, eine Zahnarztangst dauerhaft zu überwinden. Dann müssen andere Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um eine Behandlung überhaupt möglich zu machen. Unter anderem ist es eine Option, die Therapie unter Narkose durchzuführen. Die Patienten bekommen von der Behandlung nichts mit und der Zahnarzt kann in Ruhe arbeiten. Vor einem solchen Schritt sollten die Chancen und Risiken einer Narkose allerdings genau besprochen werden. So wird ausgeschlossen, dass die Risiken den Nutzen übersteigen.

Fazit

Zahnarztangst ist ein weit verbreitetes Phänomen, unter dem viele Patienten leiden. Sie entscheiden sich deshalb dafür, einen Zahnarztbesuch möglichst lange hinauszuzögern, wodurch sich ihre Zähne verschlechtern. Das ist jedoch nicht nötig, da es diverse Strategien gibt, um gegen eine Zahnarztangst vorzugehen. Einige Zahnärzte haben spezielle Erfahrungen und Ausbildungen zu bieten, mit denen sie effizient eine Zahnarztangst behandeln können. Erst wenn all diese Maßnahmen und Strategien nicht fruchten, sollte darüber nachgedacht werden, eine Zahnbehandlung unter Narkose durchführen zu lassen.

Autor: Christiaan de Vries​ | Datum: 24.11.2021

Abbildung 1: pixabay.de © Rafael Juárez CCO Public Domain
Abbildung 2: pixabay.de © Rubén González CCO Public Domain