Viele Menschen sind mit sich selbst unzufrieden, fühlen sich in ihrem Körper nicht wohl und trauen sich selbst nicht viel zu. Sie streben ein Idealbild an, dem kein Mensch gerecht werden kann – denn wer hat schon den perfekten Körper, die perfekte Beziehung, den perfekten Job und den perfekten Freundeskreis? Diese Unzufriedenheit mit sich selbst wirkt sich negativ auf das physische Wohlbefinden aus und kann auch die körperliche Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen.

Der Wunsch nach Perfektion

Der Wunsch, in jeder Hinsicht perfekt zu sein, führt nur dazu, dass wir immer wieder von uns selbst enttäuscht sind, innerlich verkrampfen und Selbstzweifel an uns nagen. Darüber hinaus kostet der Kampf um Perfektion viel Kraft, die uns letztlich davon abhält, unser Leben zu genießen und voll auszukosten . Wer den Kampf aufgibt und lernt, sich so anzunehmen wie er ist, spart Energie und kann diese Energie nutzen, um sein volles Potenzial zu entfalten. Selbstakzeptanz bedeutet dabei einfach nur, mit dem zufrieden zu sein, was wir sind und was wir haben. Auch die Wertschätzung des eigenen Körpers gehört dazu. Doch Selbstakzeptanz lässt sich nicht von heute auf morgen erreichen. Stattdessen handelt es sich um einen Prozess, der laufend in Gang gehalten werden muss. Folgende Strategien können dabei behilflich sein:

Strategie 1: Achtsamkeit & Meditation

Achtsamkeitsübungen und geführte Meditationen können dabei helfen, im Hier und Jetzt zu leben und Gedanken an gestern ebenso loszulassen wie Sorgen, die die Zukunft betreffen. Die Aufmerksamkeit wird dabei immer wieder auf einen Meditationsanker gelegt, beispielsweise auf den eigenen Atem. Wer regelmäßig meditiert oder Achtsamkeitsübungen in den Alltag integriert, kann Ängste und inneren Stress reduzieren und Selbstzweifeln die Grundlage entziehen. Doch Vorsicht: Auch bei den Übungen gilt es, freundlich zu sich selbst zu sein, denn die Übungen sind nicht dazu gedacht, sie perfekt auszuführen. Stattdessen dürfen die Gedanken so sein, wie sie nun einmal sind. Sie werden wie Wolken am Himmel objektiv wahrgenommen und dürfen dann weiterziehen.

Strategie 2: Tanzen

Beim Tanzen schüttet der Körper Glückshormone aus, die das Wohlbefinden verbessern und das Selbstwertgefühl steigern können. Wer unter Selbstzweifeln leidet, kann beim Tanzen Körper und Geist in Einklang bringen und lernen, sich so zu lieben, wie er ist. Spannende Anregungen finden sich in diesen inspirierenden Tanzvideos. Tanzen bringt jedoch noch weitere Vorteile mit sich:

  • es sind keine Vorkenntnisse erforderlich
  • es wird kein teures Equipment benötigt​
  • es gibt viele verschiedene Musikrichtungen und Tanzstile

Ganz nebenbei fördert Tanzen einen aufrechten Gang, der sich unbewusst ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt und das Selbstwertgefühl nachhaltig festigt. Dies gilt übrigens nicht nur fürs Tanzen, sondern ganz allgemein für körperliche Aktivität – etwa in Form von Ausdauersport.

Strategie 3: Hobbys pflegen

Hobbys ermöglichen es uns, die Zeit zu vergessen und ganz im Hier und Jetzt zu sein. Dabei st es essenziell, dass das Hobby uns Freude bereitet und dass es niemals als Pflicht wahrgenommen wird. Wer kein Hobby hat, wird sicher schnell fündig, denn alles ist erlaubt – Musizieren und Gärtnern ebenso wie Kochen oder Zeichnen. Geliebte Beschäftigungen füllen den Alltag mit Glücksmomenten, lenken die Aufmerksamkeit auf positive Erlebnisse und tragen gleichzeitig zum Stressabbau bei. Es empfiehlt sich außerdem, immer mal wieder etwas Neues zu lernen, zum Beispiel eine Fremdsprache oder ein Instrument, denn wenn der Geist auf diese Weise gefordert wird, hat er gar keine Gelegenheit mehr, sich mit negativen Aspekten des eigenen Selbst zu befassen.

Selbstakzeptanz als erster Schritt in Sachen Persönlichkeitsentwicklung

Selbstakzeptanz kann den Weg in ein glücklicheres Leben ebnen. Dabei ist es auch wichtig, herauszufinden, woher die Selbstzweifel überhaupt kommen. Häufig haben sie ihren Ursprung in der Kindheit, aber auch der durch die sozialen Netzwerke vorangetriebene ständige Vergleich mit anderen kann als Auslöser dienen oder bereits vorhandene Probleme zusätzlich verstärken. Nutzer von Social Media sollten sich stets bewusst machen, dass Facebook, Instagram und Co. uns in der Regel nur die positiven Seiten zeigen. Darüber hinaus ist es wichtig, die eigenen Erwartungen zu reflektieren und sich beispielsweise zu fragen: Was brauche ich wirklich im Leben? Was sind meine Stärken? Wofür bin ich dankbar?

Fazit

Selbstakzeptanz wirkt sich positiv auf unsere geistige Gesundheit aus und kann auch unser körperliches Wohlbefinden verbessern. Denn: Nicht selten führen Selbstzweifel zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder zu einem geschwächten Immunsystem. Meditations- und Achtsamkeitsübungen können ebenso wie körperliche Bewegung – etwa in Form von Tanzen – gegensteuern und dazu beitragen, dass wir lernen, uns so anzunehmen, wie wir sind.

Autor: Marie Schneider | Datum: 01.03.2022

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