Selen übernimmt wichtige Funktionen im Körper

Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement für den menschlichen Stoffwechsel, weil es an vielen bedeutenden Körperfunktionen beteiligt ist. Selen ist in geringen Mengen in allen Körpergeweben nachweisbar und ein Selenmangel kann von schweren Symptomen begleitet sein. Das Spurenelement tritt oft in Verbindung mit Schwefel auf und bindet sich bei der Aufnahme an Eiweiße (Proteine).

Health Claims: zugelassene Gesundheitsangaben in Verbindung mit Selen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat nach wissenschaftlicher Überprüfung von Selen bislang folgende gesundheitsbezogene Angaben herausgegeben, mit denen Anbieter selenhaltige Nahrungsergänzungsmittel, angereichte Lebensmittel und Diätprodukte bewerben dürfen:

Selen

  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Haare bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Nägel bei
  • zum Schutz gegen Schwermetalle
  • trägt zur Erhaltung normaler Gelenke bei
  • trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei

Selenmangel betrifft verschiedene Bevölkerungsgruppen

Es besteht kein allgemeiner Selenmangel in der Bevölkerung. Obwohl in Deutschland die Aufnahme von Selen über die normale Nahrung als ausreichend eingeschätzt wird und ein allgemeiner Selenmangel ausgeschlossen wird, kommt es bei verschiedenen Risikogruppen regelmäßig zur Unterversorgung mit dem Nährstoff.

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Vitamine & Vitaminmangel

Neben ernährungsbedingten Ursachen können Krankheiten oder altersbedingte Faktoren ein Risiko für Selenmangel sein.

Auch Rauchen kann einen Mangel begünstigen.

Insbesondere Veganer und Risikogruppen mit proteinfreien oder proteinarmen Diäten sind auf eine Nahrungsergänzung mit Selen angewiesen.

Symptome bei Selenmangel

Bei geringem Selenmangel treten kaum Symptome auf. Ist die Unterversorgung mit Selen nur gering, dann treten in der Regel kaum Symptome auf. Erst bei gleichzeitigem Vitamin E-Mangel sind oftmals folgende Symptome möglich:

  • Weiß gefleckte Fingernägel
  • Dünne Haare
  • Blasse Haarfarbe

Ursachen für Selenmangel

Es kommen verschiedene Ursachen für einen Mangel in Betracht.

Mögliche Ursachen

  • Eiweißarme Ernährung
  • Alkoholkrankheit
  • Selenarme Böden
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Krebserkrankungen
  • Rauchen
  • Alter ab 90 Jahre

Diagnose von Selenmangel

Ob ein Selenmangel vorliegt, lässt sich durch verschiedene Verfahren feststellen. Als verlässlicher Status-Index gilt der Gluthationperoxidase-Spiegel im Blut. Eine Aktivität unter 30 E/g Hgb weist auf einen Mangel hin.

Der Plasma-Selen-Spiegel ist der Index für die kurzfristige Selenzufuhr aus der Nahrung. Normalwerte liegen bei 80 bis 150 µg/l.

Im Vollblut ist der Selen-Spiegel nur bei extremem Selenmangel oder bei Vergiftungen aussagekräftig. Die Normalwerte in Mitteleuropa liegen zwischen 80 bis 130 µg/l, während sie in Nordamerika zwischen 100 und 250 µg/l betragen.

Der Selen-Spiegel im Haar ist der Index für den Körperspeicher und kann durch selenhaltige Shampoos beeinflusst werden. Normalwerte liegen bei 0,6 bis 1,2 µg/l.

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Folgen von Selenmangel

Selenmangel kann ernsthafte Folgen haben. Entwickeln können sich:

  • Herzmuskelerkrankung (Keshan-Krankheit)
  • Augenerkrankungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Muskelschwächen
  • Rheumathische-arthritische Beschwerden
  • Gelenkerkrankungen/Kashin-Beck-Erkrankung)
  • Infektionsanfälligkeit

Folgen erhöhter Selenaufnahme

Eine zu hohe Selendosis kann gesundheitsschädlich sein. Die regelmäßige Aufnahme von ungefähr 200 µg Selen am Tag gilt noch als ungiftig. Eine Überversorgung (Selenose) kann sich allerdings schädigend auswirken.

Mögliche Anzeichen erhöhter Selenaufnahme sind u.a.:

  • Haarausfall
  • Deformation, Brüchigkeit und Ausfall von Fingernägeln und Zehennägeln
  • Übelkeit
  • Hautveränderungen
  • Beschwerden des Magen-Darmtrakts
  • Leberschäden
  • Störungen des zentralen Nervensystems

Bei einer Selenvergiftung riecht der Atem regelmäßig nach Knoblauch.

Selen hat viele Anwendungsgebiete

Der Einsatzbereich von Selen ist weitreichend. Selenreiche Ernährung sowie Selengaben zeigten in verschiedenen Bereichen positive Wirkung.

Unter anderem wird Selen zusätzlich angewendet bei:

Neurodermitis

Bei Kindern mit Neurodermitis bewirkten tägliche Selengaben von 7,5 und 15 µg/kg Körpergewicht während eines Zeitraums von 6 Monaten eine deutliche Besserung. Gleichzeitig gingen auch Asthmaanfälle zurück.

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Schwemetalle

Schwermetallvergiftungen

Erkrankungen und proteinarme oder proteinfreie Diäten

Von Selenmangel betroffen sind etwa Personen mit Phenylketonurie, Mukoviszidose oder Patienten, die unter chronischer Hämodialyse leiden. Auch Magen-Darmerkrankungen und chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Colitis ulcerosa und zystische Fibrose können mit einen Selenmangel verbunden sein.

Bei Erkrankungen oder Gesundheitszuständen, die in Verbindung mit einem Mangel an Selen stehen, werden täglich Selenmengen zwischen 200-400 µg verabreicht.

Schwermetallvergiftungen

Bei chronischen Vergiftungen durch die Schwermetalle Quecksilber oder Blei können Selengaben den Entgiftungsprozess unterstützen.

Rheumatische Erkrankungen

Rheumatische Erkrankungen gehen oft mit einem niedrigen Selenspiegel einher. Selengaben können Untersuchungen nach, therapeutisch und präventiv zu positiven Effekten führen. Allerdings wird Selen bei rheumatischen Erkrankungen zusammen mit anderen antioxidativ wirkenden Vitaminen und Mineralstoffen gegeben. Dazu zählen Zink, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren, bzw. Omega-6-Fettsäuren.

Rauchen

Raucher haben eine schlechtere Selenversorgung. Rauchen fördert die Verklumpung der Blutplättchen und erhöht so das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Je stärker die Verklumpung, desto niedriger war bei Rauchern in Untersuchungen der Versorgungsstatus mit Selen.

Krebs

Auch Krebspatienten zeigen niedrigere Selenspiegel. Mit dem Fortschreiten der Tumorerkrankung sinkt auch der Selenspiegel. In zahlreichen Studien an Patienten mit Leberkrebs und Lungenkrebs erwies sich eine begleitende Selengabe von täglich 200 bis 1000 µg zusammen mit Chemotherapie und Bestrahlung als günstig. Festgestellt wurde ein Zurückgehen der Nebenwirkungen, eine Verbesserung des Allgemeinbefindens sowie eine optimierte Wirkung der allgemeinen onkologischen Maßnahmen.

Herz-Kreislauferkrankungen

Herzinfarktpatienten zeigen vergleichbar niedrigere Selenspiegel im Plasma und in den roten Blutkörperchen als Gesunde. Mit entsprechender Selenzufuhr sank die Anzahl von Zweitinfarkten und Todesfällen deutlich.

Immunsystem

Bei Selenmangel ist die Bildung von Antikörpern und Lymphozyten verringert und das Immunsystem ist anfälliger.

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Kardiomyopathie (Herzinsuffizienz)

Die Keshan-Krankheit ist eine akute Herzschwäche, die mit Symptomen wie Schwindel, Atemnot, Schmerzen im Brustbereich, Erbrechen und Blutdruckabfall einhergeht. Die Keshan-Krankheit, so vermuten Wissenschaftler, steht neben Mangelzuständen von Vitamin E, Methionin oder chronischen Schwermetallvergiftungen auch mit Selenmangel in Verbindung. In China konnten vorbeugend 60 µg Selen täglich das Auftreten der Krankheit verhindern.

Funktionen von Selen

Selen übernimmt wichtige Aufgaben im Körper.

  • Beteiligung am Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone
  • Stärkung der Immunabwehr
  • Schutz vor freien Radikalen
  • Bindung giftiger Schwermetalle im Körper
  • Schützt die Haut vor schädlicher UV-Strahlung

Selen zeigt antioxidative Wirkung

Selen zeigt Wirkung gegen freie Radikale. Als bedeutendster Bestandteil des Enzyms Gluthationperoxidase übernimmt Selen wichtige Aufgaben im Kampf gegen aggressive aktivierte Sauerstoffformen. Die Freien Radikale entstehen in natürlichen Stoffwechselprozessen und können aber auch durch UmweltgifteStress, Rauchen und andere Einwirkungen gebildet werden. Das Enzym Gluthationperoxidase kommt in besonders hohen Anteilen in Augen, Leber und bestimmten Blutbestandteilen wie Phagozyten, roten Blutkörperchen und Thrombozyten vor.

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Immunsystem wird von Selen beeinflusst

Selen übernimmt verschiedene Aufgaben bei der Feindabwehr.

Wissenschaftler vermuten, dass Selen die Antikörperproduktion anregen kann, besonders die Immunglobuline G (IgG). Daneben wurde der Nachweis geführt, dass Selen die Bildung von Gamma-Interferon anregt.

Das Glykoprotein Gamma-Interferon aus der Klasse der Zytokine stimuliert das Immunsystem und zeigt antivirale und antitumorale Wirkung. Ebenfalls regt Selen ein weiteres Zytokin an, den multifunktionalen Signalstoff Tumor-Nekrose-Faktor (TNF), der nahezu an allen Entzündungen beteiligt ist. Auch körpereigene Killerzellen, die bei der Feindabwehr sehr bedeutsam sind, werden durch Selen aktiviert.

Allerdings kehren überschüssige Dosierungen von Selen die positiven Wirkungen ins Gegenteil.

Interaktionen zwischen Selen und Jod

Auch Selen ist für die Schilddrüsenfunktion unverzichtbar. Genau wie Jod, ist auch Selen für die Funktion der Schilddrüse lebensnotwendig. Zwischen beiden Spurenelementen bestehen enge Interaktionen in Verbindung mit Wirkung und Produktion von Schilddrüsenhormonen. Von Selen hängt die Produktion des Enzyms Typ-I-Jodthyronin-5-Dejodase ab, das an der Umwandlung und Aktivierung der Schilddrüsenhormone beteiligt ist. Eine Unterversorgung mit Selen führt zur Schilddrüsenunterfunktion.

Tabelle Selengehalt in Lebensmitteln

Unter den Lebensmitteln gibt es einige mit besonders hohen und geringen Anteilen an Selen.

Lebensmittel Selen µg/100 g
Hafer 10
Reis 10
Mais Korn 12
Nudel roh 20
Weizenvollkornbrot 2
Rosinen 7
Orangensaft frisch gepresst 6
Mandarine 2
Aubergine 4
Blumenkohl 1
Steinpilze roh 187
Champignon 7
Milch 0,1 % Fett 2
Joghurt 3,5 % Fett 2
Emmentaler 45 % Fett 11
Sardine 58
Ostseehereing 18
Garnele 50
Zander 23
Huhn 10
Kalbsleber 22
Rindfleisch 5
Rinderniere 114
Hühnerei 10
Butter 1
Erdnüsse 6
Kokosnuss 810
Paranuss 103
Bierhefe 8-90

In der Schilddrüse bilden besonders die antioxidativen Selenoproteine ein Schutzsystem gegen das dauerhaft produzierte Zellgift Wasserstoffperoxid (H2O2). Tierversuche lassen vermuten, dass die Schilddrüse geschädigt werden kann, wenn sie hohen Jodmengen ausgesetzt ist und gleichzeitig eine nicht ausgewogene Selenversorgung besteht.

Gehalte von Selen in Lebensmitteln

Durch unterschiedliche Anbaugebiete und Sorten kommt es beim Spurenelement Selen zu erheblichen Schwankungen in einzelnen Lebensmitteln. In einigen Lebensmitteln ist Selen natürlich enthalten. Selenhaltige Lebensmittel sind vor allem tierischen Ursprungs, daneben finden sich hohe Gehalte in Meeresfrüchten und Fisch.

Mit 62,2 % stammt der höchste Selenanteil der über die Nahrung aufgenommen wird, aus proteinreichen Lebensmitteln. 15,9 % des Selens stammen aus kohlenhydratreicher Nahrung und nur 5,4 % der Selenmenge nimmt der Körper aus Gemüse auf, 5,6 % stammen aus Getränken und sonstige Lebensmittel haben einen Selenanteil von 8 %.

Nur wenige Pflanzen, wie etwa der Astragalus, können überhaupt Selen aufnehmen. Selenreich sind daneben Pflanzenprodukte wie Paranüsse oder Brazil Nuts. Mit die höchsten Selenmengen sollen in Paranüssen vorkommen, jedoch findet man in der Literatur stark abweichende Werte.

Tagesbedarf Selen

Der tägliche Selenbedarf beruht auf Schätzungen. Der genaue Selenbedarf des Körpers ist bis heute nicht eindeutig erforscht. Nach Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) beträgt der empfohlene Tagesbedarf an Selen:

  • Säuglinge bis 4 Monate 10 µg
  • Kinder von 4-12 Monate 15 µg
  • Kinder von 1-4 Jahre 15 µg
  • Kinder von 4-7 Jahre 20 µg
  • Kinder von 7-10 Jahre 30 µg
  • Kinder von 10-13 Jahre 45 µg
  • Kinder von 13-15 Jahre 60 µg
  • Jungen und Männer ab 15 Jahre 70 µg
  • Frauen, Schwangere und Mädchen ab 15 Jahre 60 µg
  • Stillende 75 µg

Während der Stillzeit ist eine leicht erhöhte Selenaufnahme erforderlich.

Nicht jede Selenverbindung ist für den Körper gut verfügbar

Freie Selenverbindungen kommen in der Natur nur selten vor und in der Ernährung sind sie kaum von Bedeutung. Biologisch gut verfügbare anorganische Selenverbindungen sind unter anderem Natriumselenit und Natriumselenat. Zu den gut verwertbaren organischen Selenverbindungen zählen beispielsweise Selenomethionin, das vorwiegend in Selenhefe vorhanden ist sowie Selenocystein und Selenaspartat.

Selenwasserstoff und methylierte Selenverbindungen kommen als leicht flüchtige Verbindungen vor und werden vom Körper über den Urin und die Atemluft ausgeschieden. Selenwasserstoff riecht nach fauligem Rettich.

Selenide dagegen sind chemische Verbindungen des Elements Selen, die in Form von Übergangsmetallen und Schwermetallen zu den unlöslichen Verbindungen zählen. Es lagern sich etwa Cadmiumselenid und Quecksilberselenid in Organen wie der Niere ein. Diese Verbindungen gehen keine weiteren Reaktionen ein.

Selen als Tierfutterzusatz

Selen wird dem Tierfutter in hohem Maße beigemischt. Selen wird wegen der selenarmen Böden in Europa Tierfuttermischungen in hohen Mengen zugesetzt. Daher gelten tierische Produkte als gute Selenquellen. Geflügel und Nutztiere erhalten Selen über Mineralstoffmischungen in Mengen von bis zu 500 µg/kg Körpergewicht pro Tag. Es zeigte sich durch den Futterzusatz eine bessere Reproduktion, bessere Gesundheit und besseres Gedeihen. Tierische Proteine enthalten Selenocystein und Selenomethionin.

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 05/2016 | zuletzt aktualisiert 22.01.2023

Quellen und weiterführende Informationen:

  • DGE-Stellungnahme-Gemuese-Obst-2012.pdf
  • Klaus Bickhardt. Vitamin-E- und Selenmangel. Weißmuskelkrankheit, Nutritive Muskeldystrophie, Enzootische Muskeldystrophie. In: Martin Ganter (Hrsg.): Lehrbuch der Schafkrankheiten. 4. Auflage. Parey Verlag, Stuttgart 2001
  • Die Nährstoffe-Bausteine für Ihre Gesundheit. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
  • DGE Selen
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn 2015
  • H.K. Biesalski, J. Köhrle, K. Schümann. Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Prävention und Therapie mit Mikronährstoffen. Georg Thieme Verlag. Stuttgart – New York. 2002
  • Prof. Dr. I. Elmadfa, W. Aign et al. Die große GU-Nährwerttabelle. Verlag Graefe Unzer. 2. Auflage 2012
  • EFSA. Gesundheitsbezogene Angaben für Selen. Stand 19.Oktober. 2010
  • Burgerstein, Dr. Lothar. Burgersteins Handbuch Nährstoffe. 11. vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Haug Verlag. 2007

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