Viele Menschen bekommen die Diagnose Spreizfuß – der Mittelfußknochen spreizt sich auseinander und der Vorderfuß verbreitert sich. Die Folge: Die Fehlstellung verursacht Schmerzen und Druckstellen. Orthopädische Einlagen sind eine bekannte Lösung.

Wie helfen die Einlegesohlen in den Schuhen bei Spreizfuß? Worauf muss man bei Einlagen achten und was kann man noch für die Gesundheit der eigenen Füße tun?

Was passiert beim Spreizfuß?

Spreizfuß erkennt man am abgesenkten Quergewölbe des Fußes und der Spreizung des Mittelfußes. Das passiert durch eine zu schwache Muskulatur und eine Überbelastung. Sportarten, in denen man springen oder schnell laufen und anhalten muss, tragen zur Fehlstellung bei. Spreizfuß kann schon bei Kindern ab 8 Jahren auftreten, sobald das Fußgewölbe fertig ausgebildet ist. Die Gefahr von Spreizfuß steigt durch Verletzungen, Krankheiten wie Rheuma und das Nachlassen der Muskeln und Sehnen im Alter. Für Frauen sind Schuhe mit hohen Absätzen ein zusätzlicher Risikofaktor.

Spreizfuß kann weitere gesundheitliche Folgen haben: Typische Folgeerkrankungen sind Hallux valgus, Arthrose, Gelenkversteifung und eine Verdickung der Nerven im Mittelfuß (Morton-Neurom). All das kann das Stehen und Laufen erschweren. Die Füße sind die stützende Basis unseres Körpers und ein komplexes Zusammenspiel von Knochen, Gelenken, Sehnen, Bändern und Muskeln. Durch Fehlstellungen wie Spreizfuß sind auch Schäden an den Knien, Hüfte und Bandscheiben möglich.

Einlagen verschaffen Linderung

Die Füße sind wie ein Stoßdämpfer für unseren Körper. Das Fußgewölbe stützt unser Körpergewicht beim Stehen und Laufen. Sind die Muskeln in den Füßen zu schwach, entsteht eine Fehlstellung. Das führt zu Schmerzen an der Sohle, den Zehen und den Gelenken und oft auch zu Folgeerkrankungen. Ein Hilfsmittel dagegen sind für Spreizfuß geeignete Einlagen (Werbung | Link zu einem Anbieter).

Wie ein Beitrag in der Zeitschrift Orthopädie-Aktuell (PDF) berichtet, sind Experten sich einig: Einlagen verschaffen Erleichterung bei Spreizfüßen. Sie entlasten den Fuß und lindern die Schmerzen an Sohle und Zehen. Die Polster stützen das Fußgewölbe und bieten besseren Komfort beim Tragen von Schuhen. Einlagen helfen dabei, die Fehlstellung zu verbessern und die Bereiche am Fuß, die zu sehr beansprucht werden, zu entlasten. Dabei muss man nicht verzichten: Orthopädische Einlagen gibt es in vielen Formen, die zu den eigenen Lieblingsschuhen passen. Die Einlagen werden vom Arzt verschrieben und an die Füße des individuellen Patienten angepasst. So bieten sie optimale Unterstützung und Halt im Schuh.

Tipps zur Verbesserung der Fußgesundheit

  • Barfuß laufen: trainiert die Muskeln in den Füßen und verbessert die Stellung der Füße. Besonders auf unebenen Oberflächen lernen die Füße wieder, sich selbst zu stützen. Ein Spaziergang in der Natur ist also auch ohne Schuhe zu empfehlen.
  • Fußgymnastik: Spezielle Übungen tragen zu einer gezielten Stärkung der Fußmuskeln bei. Wer im Alltag viel sitzt oder Übergewicht hat, sollte die Fußmuskulatur besonders ​beachten. So kann eine Überbelastung der vernachlässigten Muskeln vermieden werden.
  • Orthopädische Einlagen: Bei hoher Belastung helfen Einlagen dabei, einer Fehlstellung wie Spreizfuß vorzubeugen. Sie wirken stabilisierend und entlasten die betroffenen Teile des Fußes. Egal, ob beim Sport oder beim Wandern, Einlagen in den Schuhen entlasten den Fuß und verbessern die Fußstellung.

Fazit: Unterstützung bei Spreizfuß

Wenn ein Spreizfuß früh erkannt wird, gibt es bewährte Methoden zur Behandlung. Bei Schmerzen am Fuß, am Rücken oder in den Gelenken lohnt es sich, Rat vom Experten einzuholen. Einlagen sind bei Spreizfuß eine typische Therapiemethode – sie werden auch für viele andere Fehlstellungen und Fußerkrankungen als Therapie genutzt. Wichtig ist, dass es geeignete orthopädische Einlagen sind. Diese sind im Gegensatz zu einfachen Einlagen von der Stange nämlich für den individuellen Patienten angepasst.

Oft wird zusätzlich zu Einlagen die Physiotherapie empfohlen, um den Spreizfuß zu korrigieren. Das Ergebnis ist meistens ein Nachlassen der Beschwerden. Nur selten ist die Fehlstellung nicht mehr umzukehren und muss operiert werden.

Einlagen sind eine bewährte Methode zur Korrektur von Fehlstellungen wie Spreizfuß.

Autor: Fabian Wölz
Datum: 11.10.2022 | aktualisiert durch die Redaktion 02.02.2023

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Quellen und weiterführende Informationen:

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