Oft die bessere Option: Treppenlift statt Pflegeheim

Der Treppenlift ist für Menschen mit Mobilitätsproblemen oft die einzige Chance im trauten Heim bleiben zu können und nicht vorzeitig das Leben in einem barrierefreien Pflegeheim weiterführen zu müssen. Wenn durch einen Unfall, durch eine Erkrankung oder durch das hohe Alter die Treppe plötzlich zum unüberwindbaren Hindernis geworden ist und sie Betroffenen den Weg in wichtige Lebensbereiche wie Küche, Wohnräume, Schlafräume oder Bäder abschneidet, beginnt in vielen Familien die fieberhafte Suche nach der besten Lösung. Es muss nicht unbedingt das Pflegeheim sein, denn besonders den Treppenlift im eigenen zuhause empfinden viele Betroffene und Angehörige als die bessere Option. Wenn es ein Treppenlift werden soll und kein Pflegeheimplatz, dann beginnt in den Familien die Suche nach den passenden Anbietern und nach den effizientesten Möglichkeiten, die hohen Kosten durch Förderungen abzufangen.

Dieser Bericht informiert und liefert unverzichtbare Tipps rund um das Thema Treppenlifte. Sie erfahren, welche Anbieter und Lifttypen es gibt, was sie durchschnittlich kosten, welche Folgekosten entstehen, welche Zuschüsse und Förderungen beim Treppenlift angeboten werden und wo sie beantragt werden können.

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Unverbindliches Vergleichsangebot für Treppenlift anfordern

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Treppenlift Anbieter

Auf der Suche nach einem Treppenlift ist für viele Betroffene oder Angehörige das Internet eine der ersten Adressen. Dort lassen sich nicht nur einzelne regionale und überregionale Anbieter finden, sondern auch bundesweit aktive Anbieter, die dem Interessenten praktischerweise gleich mehrere individuell abgestimmte Vergleichsangebote verschiedener Treppenliftanbieter liefern.

Für viele Interessenten lohnt sich so ein Treppenliftvergleich.

Dadurch lassen sich nach Angaben von Vergleichsanbietern beim Treppenlift im Einzelfall erhebliche Kosten einsparen. Die meisten Treppenlift-Vergleichsanbieter erstellen bis zu drei Angebote kostenlos und unverbindlich und stehen auch bei Fragen zur Verfügung.

Welche Treppenlift-Typen gibt es?

Nicht jede Treppe, jedes Gebäude und jedes Handicap ist gleich und so gibt es auch beim Treppenlift fast für jede Situation eine abgestimmte Lösung. Angeboten werden unterschiedliche Typen wie Sitzlifte, Plattformlifte als Stehtreppenlifte oder als Rollstuhlplattformlifte. Aber auch Hublifte mit Hebebühnen für Rollstuhlfahrer kommen nach individuellem Bedarf zum Einbau.

Sitzlift: Ausstattung, Funktion und Einsatzbereiche

Der am häufigsten genutzte Treppenlift-Typ ist der Sitzlift. In der Regel verfügen Sitzlifte über einen klappbaren, drehbaren Sitz mit gepolsterter Rückenlehne und ergonomisch geformten Armlehnen und Fußstützen. Neben den Bedienelementen in Form von leicht bedienbaren Joysticks oder Fernbedienungen ist standardmäßig auch ein Sicherheitsgurt angebracht. Für nahezu jede Treppe steht eine passende Lösung in Form von Einrohr- oder Zweirohrsystemen zur Option, die entweder auf den Stufen, am Geländer oder an der Wand befestigt wird. Mit dem Sitzlift können Menschen mit Mobilitätsproblemen Innentreppen, Außentreppen oder auch Treppen bis zur Haustür leicht überwinden. Sensoren beim Sitzlift verhindern das Auffahren auf Hindernisse und stoppen die Fahrt.

LESETIPP

Pflegebedürftige haben Anspruch auf digitale Pflegeanwendungen

Die meisten Modelle verfügen über einen Elektromotor und zum Teil auch über einen Akku bei Stromausfall, der den Sitzlift auf Schienen oder Rohren entlang der Treppe fahren lässt. Ein Sitzlift lässt sich individuell anpassen und ist optimal für leicht gehbeeinträchtigte Nutzer geeignet, die sich ebenerdig noch selbst fortbewegen können. Sei es zu Fuß ohne Hilfsmittel, an Gehstöcken oder mit einem Rollator. Der Sitzlift ist außerdem nur für Nutzer geeignet, die sich schmerzfrei hinsetzen können und denen beim Sitzen nicht schwindelig wird.

Stehlift: Ausstattung, Funktion und Einsatzbereiche

Ein Stehlift fährt auf Schienen und ist mit seiner platzsparenden Plattform eine ausgezeichnete Alternative zum Sitzlift. Geeignet ist er besonders für schmale Treppenhäuser und für mobilitätseingeschränkte Nutzer, die altersbedingt oder krankheitsbedingt Probleme mit dem Hinsetzten und Aufstehen haben und deshalb keinen Sitzlift nutzen können. Allerdings müssen die Anwender noch sicher stehen und ihr Gleichgewicht halten können.

Während der Fahrt steht der Nutzer auf einer rutschfesten Plattform mit stützenden Armlehnen. Gesichert ist er bei einigen Stehliftmodellen durch einen auf Hüfthohe herunterklappbaren Sicherheitsbügel. Bei anderen erfolgt die Sicherung durch einen Gurt. Auch bei Stehtreppenliften sind Sensoren angebracht, die bei Hindernissen auf der Treppe die Fahrt automaisch stoppen. Alternative zu Stehtreppenliften, die den Nutzern bei Bedarf mehr Halt geben, sind etwa Sattelsitzlifte oder Anlehnlifte.

Angetrieben wird der Stehlift mit einem Elektromotor und wiederaufladbaren Akkus, die bei Stromausfall die Funktion gewährleisten. Aktivieren lässt sich der Lift mit einem Bedienhebel oder Bedienknopf und einer Fernbedienung.

Einschränkend ist zu erwähnen, dass Anbieter für den Einbau eine bestimmte Mindestdeckenhöhe benötigen, die mit 2.25 m angegeben wird.

Rollstuhlplattformlift: Ausstattung, Funktion und Einsatzbereiche

Plattformlifte ermöglichen Rollstuhlfahrern die Möglichkeit, einzelne Stockwerke im Innenberiech oder im Außenbereich bequem und sicher zu überwinden. Es handelt sich bei Rollstuhlplattformliften um äußerst robuste Lösungen, meist aus Aluminium und/oder Edelstahl. Hublifte, Hebebühnen und Plattformlifte bieten dabei auf die Umgebung und die Rollstuhlfahrer zugeschnittene Lösungen. Anfertigung und Einbau erfolgen bei den meisten Anbietern passgenau nach Aufmaß vor Ort.

Die rutschfesten Plattformlifte laufen auf Schienensystemen und ihre Plattformgröße kann auf den vorhandenen Rollstuhl ausgerichtet werden. Ausgestattet sind sie mit vollautomatischen Funktionen und Fernbedienungen, die das Heben und Senken der Plattform steuern. Die Sicherheitsstandards sind wie bei allen anderen Liften hoch. Während der Fahrt wird der Anwender durch vollautomatische Schranken gesichert und spezielle Begrenzungen verhindern das ungewollte Rollen. Der Plattformlift verfügt über einen Sicherheitsbügel, einen Not-Stopp-Schalter sowie eine Notruf-Funktion. Es gibt ihn auch mit einem integrierten Klappsitz, so dass auch gehbehinderte Menschen ohne Rollstuhl den Lift nutzen können.

Gewählt werden kann bei Plattformliften zwischen einem Basismodell und einem Komfortmodell sowie zwischen einer gebrauchten oder neuen Anlage. Preisbestimmend ist auch der Treppenverlauf, gerade Anlagen sind preisgünstiger als Anlagen für Treppen mit einem kurvigen Verlauf

Kosten und Folgekosten beim Treppenlift

Die Kosten für einen Treppenlift sind in erster Linie nicht nur vom Lifttyp, sondern auch von den baulichen Gegebenheiten sowie den persönlichen Bedürfnissen des Nutzers abhängig. Dabei preist die Mehrzahl der Treppenlift Anbieter den Einbau in die Kosten direkt mit ein. Maßgebend ist, ob ein Standardmodell oder eine Maßanfertigung erforderlich ist.

TIPP: Wenn Sie Treppenliftangebote vergleichen wollen, achten Sie darauf, dass auch alle Servicekosten inklusive sind, denn nicht jeder Anbieter macht Komplettpreise. Servicekosten können entstehen z.B. für Anfahrten, Beratung per Telefon oder beim Vororttermin, für Montage, Verlegen von elektrischen Zuleitungen oder für Anpassungen.

Die Kosten für Sitzlifte liegen etwa zwischen 2.500 Euro und 8.000 Euro, während Stehlifte abhängig von den Anbietern und örtlichen Bedingungen zwischen 4.000 Euro und 10.000 Euro kosten können. Beim Rollstuhltreppenlift variieren die Kosten je nach Anbieter, Lifttyp Treppenverlauf und Installationsvoraussetzungen zwischen € 6.000 Euro und 25.000 Euro. Folgekosten entstehen durch Wartungen und den Austausch von Verschleißteilen. Wartungskosten betragen abhängig vom Anbieter, dem Treppenlift-Modell dem Aufwand etwa zwischen 100 und 200 Euro jährlich, die Kosten für Reparaturen sind sowohl den Ersatzteilkosten wie auch von dem Montageaufwand abhängig. Bei einigen Anbietern können Kosten für die Anfahrt hinzukommen.

Preisentscheidend sind nahezu bei jeder Treppenliftform besonders Faktoren wie etwa Gebäudetyp, Treppenverlauf, Marke, Modell und individuelle Anpassungen nach Kundenwunsch. Anpassungen sind in der Regel oft mit Aufpreisen verbunden. Insbesondere macht es kostenmäßig beim Treppenlift einen Unterschied, ob der Lift im Innenbereich oder im Außenbereich eines Einfamilienhauses, Zweifamilienhaus oder in einem Mehrfamilienhaus installiert werden soll oder ob der Treppenverlauf gerade oder kurvig ist. Die kurvigen Liftlösungen sind meist deutlich teurer. Doch auch die Geschosshöhe, bzw. die Etagenanzahl spielt bei der Preiszusammensetzung eine bedeutende Rolle.

Unterschiede gibt zwischen den Anbietern auch bei den Zahlungsmodalitäten. Während einige Anbieter einen Teil oder gar den gesamten Kaufpreis per Vorkasse verlangen, erwarten andere Anbieter die Zahlung erst nach dem Einbau.

Experten mahnen unbedingt zur Skepsis bei Anbietern, die Pauschalpreise machen und die weder einen Vororttermin anbieten noch auf die individuellen Bedürfnisse eingehen.

Treppenlift mieten, leasen oder finanzieren

Es besteht bei einigen Anbietern auch die Option, den Treppenlift zu mieten, zu leasen oder per Ratenkauf zu finanzieren. Die Zahlung kann je nach Anbieter oder Vertrag monatlich oder jährlich fällig werden. Zu den generellen Mietkosten, bzw. Leasingkosten können weitere Kosten für Montage, Service oder Anpassungen hinzukommen.

TIPP: Planen Sie bei Angeboten von Miettreppenliften, in denen keine Serviceleistungen oder Wartungskosten aufgeführt sind, zusätzliche Kosten mit ein. Wenn Sie sicher gehen wollen, fragen Sie beim Anbieter direkt nach weiteren, nicht aufgeführten Kosten. Planen Sie bei Miettreppenliften außerdem Kosten für die spätere Demontage gleich mit ein und fragen Sie gezielt danach

Die Kosten für Miettreppenlifte liegen in Abhängigkeit vom Modell und den Nebenkosten etwa zwischen monatlich 150 Euro bis 500 Euro. Dabei ist es gut möglich, dass man bereits einen gebrauchten Miettreppenlift erhält.

Empfohlen wird die Option zu mieten oder zu leasen besonders dann, wenn die Nutzung zeitlich begrenzt ist. Beispielsweise etwa nach einem Unfall oder für die Dauer eines Besuchs, einer Veranstaltung oder während einer Rehabilitation. Beim dauerhaften Einsatz über mehrere Jahre raten Experten allerdings vom Mieten oder dem Leasen eines Treppenlifts ab, weil sich das nicht rechnet und die Gesamtkosten oftmals noch höher sein können als beim Kauf. Eine Alternative dazu könnte beispielsweise der Kauf eines gebrauchten Treppenlifts sein.

Miettreppenlifte oder Leasingtreppenlifte eignen sich zudem eher für Standardlösungen bei geraden Treppen und einfachen Treppenverläufen, denn aufwändige und damit teure Anpassungen würden die Mietpauschale in die Höhe schnellen lassen und damit unrentabel machen. In solchen Fällen lohnt sich nach Experteneinschätzung eher ein Kauf.

Ob Miete oder Leasing eine empfehlenswerte Option ist, kommt auf die individuelle Situation an  und kann man am besten mit einem Treppenliftanbieter vor Ort besprochen werden.

TIPP: Mietet man einen Treppenlift, gibt es bei einigen Anbietern die Option, Wartungsverträge über die gesamte Mietdauer abzuschließen, die alle Serviceleistungen umfassen und die auf die gesamte Dauer wesentlich  günstiger sein können als Wartungsverträge, die sich nur auf 12 oder 24 Monate beziehen.

Wenn schon vor dem Kauf feststeht, dass der Treppenlift mehrere Jahre zum Einsatz kann sich auch ein Ratenkauf mit Zinsen eher rechnen, als ein Mietkauf. Ein Ratenkauf kann auch eine gute Option sein, wenn aufwändige Umbauten oder Anpassungen nicht vermeidbar sind, die letztlich den Preis in die Höhe treiben können. Ein Ratenkauf bietet außerdem den Vorteil, dass Zuschüsse, bzw. Förderungen beantragt werden können, die die monatliche Belastung stark reduzieren können.

Einen gebrauchten Treppenlift kaufen

gebrauchten Treppenlift kaufen Wer sparen möchte oder nachhaltig denkt, der kann auch prüfen, ob sich ein gebrauchter Treppenlift lohnt. Gebrauchte Lifte sind oft deutlich günstiger als neue und bieten deshalb großes Einsparpotential.

Es gibt auf diesem Gebiet einige Anbieter, die sich auf gebrauchte Treppenlifte namhafter Marken spezialisiert haben. So ein Second-Hand-Treppenlift kann schon mal bis zu 50 Prozent günstiger sein.

Wenn man sich einen gebrauchten Treppenlift einbauen lassen möchte, kann man bei renommierten Anbietern sicher sein, dass es sich um ein technisch überprüftes und gewartetes Produkt handelt.

Zuschüsse und Förderungen beim Treppenlift

Neben öffentlichen Förderungen durch die KfW-Bank oder durch einige Förderbanken der Bundesländer, gewähren auch Pflegekassen, Berufsgenossenschaften und weitere Institutionen unter bestimmten Voraussetzungen auch Zuschüsse für solche Hilfsmittel wie den Treppenlift.

Abhängig von der individuellen Situation können bestimmte Träger für die Zuschüsse oder Förderungen zuständig sein. Während die Berufsgenossenschaften bei Berufskrankheiten oder nach Arbeitsunfällen einen Treppenlift bis zur vollen Kostenhöhe übernehmen können, unterstützt die Agentur für Arbeit beispielsweise nur Betroffene bei der Kostenübernahme, die keine Zahlungen von der Pflegekasse für einen Treppenlift erhalten oder die weniger als 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Findet sich kein anderer Träger, übernimmt in einigen Fällen das Sozialamt die Kosten für das Hilfsmittel. Geht es bei einem Arbeitgeber um die Einstellung eines Schwerbehinderten, kann auch das Integrationsamt oder die Deutsche Rentenversicherung finanzielle Zuschüsse für eine Treppenlift gewähren.

Ist man dagegen Unfallgeschädigter, Kriegsopfer oder Wehrdienstverletzter, eröffnen sich oft noch weitere Förderungsmöglichkeiten bei speziellen Trägern. Bei Unfallgeschädigten kann nicht selten die Haftpflichtversicherung vom Verursacher für einen Treppenlift in Anspruch genommen werden.

Tipp: Zuschüsse und Förderungen unbedingt vor dem Treppenlift-Kauf beantragen!

Manche Betroffene sind sogar gleichzeitig bei verschiedenen Trägern förderungsberechtigt und haben die Möglichkeit, dort entsprechende Anträge stellen.

Hauptsächlich sind es folgende Träger, die Zuschüsse oder Fördermittel gewähren können:

  • KfW Bank
  • Pflegeversicherung
  • Einige Förderbanken der Bundesländer
  • Berufsgenossenschaft
  • Deutsche Rentenversicherung
  • Agentur für Arbeit
  • Sozialamt
  • Amt für Integration
  • Kommunale und regionale Träger
  • Arbeitgeber
  • Stiftungen

Tipp: Berufstätige und steuerpflichtige Rentner haben die Option die Kosten für einen Treppenlift im Bereich „außergewöhnliche Belastungen“ in voller Höhe in der jährlichen Steuererklärung von der Steuer absetzen. Auch der Behinderten-Pauschbetrag lässt sich in vielen Fällen in Anspruch nehmen, um sich bei der Finanzierung des Treppenlifts zu entlasten. Informationen liefert ein Steuerberater oder ein Lohnbüro vor Ort.

Pflegekasse: Zuschüsse für Maßnahmen zur Wohnraumanpassung gelten auch für Treppenlifte

Für Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 1 bis 5 kann die Pflegekasse für Maßnahmen zur Wohnraumanpassung auf Antrag einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro gewähren, den der Betroffene auch für einen Treppenlift verwenden kann. Bezuschusst werden eben solche Anpassungsmaßnahmen, die das Wohnumfeld verbessern und eine Überforderung der pflegenden Personen verhindern. Dazu zählt beispielsweise neben der Schaffung von barrierefreien Sanitäranlagen und Türzargenverbreiterungen auch der Treppenlift.

Sie können einen formlosen Antrag stellen und erhalten dann ein entsprechendes Formular, dass Sie ausgefüllt an die Pflegeversicherung zurücksenden müssen.

KFW Bank: Investitionszuschuss oder zinsgünstige Darlehen auch für Treppenlifte

Die staatliche KFW-Förderbank gewährt unabhängig vom Alter sowohl einen Investitionszuschuss für den Abbau von Barrieren und mehr Wohnkomfort in Höhe von bis zu 6.250 Euro wie auch zinsgünstige Darlehen bis zu 50.000 Euro für einen altersgerechten Umbau, so dass damit auch ein Treppenlift angeschafft werden kann. Beantragt werden kann ein KfW-Darlehen nicht nur von Wohnungseigentümern und Hauseigentümern, sondern ebenfalls von Mietern und Wohnungsgenossenschaften. Die Raten sind gering und es kann eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren gewährt werden.

Tipp:  Der KfW Investitionszuschuss kann zusätzlich zum Darlehen beantragt werden, wenn es um den Abbau von Barrieren in der Wohnung geht. Antrags- und förderberechtigt sind neben Mietern außerdem Hauseigentümer und Wohnungseigentümer.

Regionale Förderprogramme beim Kauf eines Treppenlifts

In vielen Bundesländern gibt es zusätzliche Fördertöpfe für altersgerechte, bzw. barrierefreie Umbauten, die je nach Region an spezielle Voraussetzungen gebunden sind und verschieden hoch sind. Diese Förderprogramme werden immer wieder neu aufgelegt. Nähere Auskunft zu den Optionen und Rahmenbedingungen erteilt das örtliche Versorgungsamt.

Service beim Treppenlift

Zu den Serviceleistungen rund um den Treppenlift zählt die individuell abgestimmte und persönliche Beratung am Telefon und vor Ort sowie die Angebotserstellung. Je nach Anbieter sind einige oder alle Serviceleistungen vor der Auftragserteilung kostenlos, während andere sich die Anfahrt oder die Angebotserstellung bezahlen lassen. Oft werden dann solche Kosten bei der Bestellung des Treppenlifts jedoch wieder gutgeschrieben. Manche Anbieter unterstützen den Kunden sogar kostenlos beim Ausfüllen der Anträge, wenn es um Zuschüsse oder Förderungen geht.

Abhängig vom Angebot zählen auch das Aufmaß vor Ort, die Lieferung, die fachgerechte Montage und ebenso optionale Maßanfertigungen zu den Serviceleistungen rund um den Treppenlift.

Der eine oder andere Anbieter bietet sogar einen Express-Service, wenn die Treppenlift-Montage besonders dringend ist.

Gewährleistung und Garantie

Bei neuen Treppenliften besteht eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von 24 Monaten. Darüber hinaus punkten aber verschiedene Anbieter mit doppelt so langen Garantiezeiten und umfangreichen Garantiepaketen. Während die Gewährleistung gesetzlich geregelt ist, bleibt die Garantie eine freiwillige Leistung des Herstellers.

TIPP: Melden Sie festgestellte Mängel schnellstmöglich nach dem Einbau, um uneingeschränkten Anspruch auf eine kostenlose Nachbesserung zu haben. Wird der Mangel erst nach 6 Monaten oder später vom Kunden entdeckt oder gemeldet, muss man als Kunde nachweisen, dass er bereits seit der Lieferung vorlag, um kostenlosen Service verlangen zu können.

Je nach Anbieter wird auch ein Rückkaufservice angeboten, wenn der Lift nicht mehr benötigt wird. Die Preise beim Rückkauf sind neben der Marke und dem Modell meist anhängig davon, wie gut der Pflegezustand ist und wie regelmäßig der Lift gewartet wurde.

Wartung bei Treppenliften

Neben den Kosten für die Anschaffung sind auch die Folgekosten für die Instandhaltung beim Treppenlift von Bedeutung. Solche Folgekosten können je nach Anbieter unterschiedlich hoch sein. Damit Sicherheit und Funktionalität beim Treppenlift gewähreistet ist, empfehlen die meisten Anbieter eine jährliche Wartung durch einen Fachmann vornehmen lassen.

Je nach Anbieter und Modell sollte man mit Wartungskosten zwischen 100 und 200 Euro pro Wartung rechnen. Treppenlift-Wartungen werden in der Regel 1 x pro Jahr empfohlen. In einigen Treppenlift-Angeboten sind bereits Wartungsverträge berücksichtigt, die oft durch den Hersteller oder angebundene Servicebetriebe vorgenommen werden. Hat man beim Kauf des Treppenlifts keinen Servicevertrag abgeschlossen, kann man selbst einen Servicedienst vor Ort mit einer Wartung beauftragen. Im Rahmen der Wartung prüft ein Servicetechniker vor Ort alle Teile auf Funktion und Sicherheit, tauscht Verschleißteile aus und reinigt die Führungsschiene, den Sitz, die Lehnen und die Fußstützen.

TIPP: Nach jeder Wartung erhält man vom Servicemitarbeiter ein Protokoll, dass man unbedingt neben der Rechnung aufbewahren sollte, um ggf. Garantien oder Gewährleistungen weiterhin in Anspruch nehmen zu können, denn diese sind oft an regelmäßige Wartungsinterwalle gebunden. Regelmäßige Wartungen machen sich auch dann bezahlt, wenn beabsichtigt ist, den Treppenlift später wieder zu verkaufen.

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 10.08.2022

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  • Bild 1: © daisy-daisy/Shotshop.com
  • Bild 2: ©sabinevanerp@pixabay.com (CCO Creative Commons)

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