Verfahren der Naturheilkunde aktivieren Selbstheilungskräfte In Körper

SANFTE UND NEBENWIRKUNGSARME HEILMETHODEN

Die Naturheilkunde ist die Lehre von Naturheilmitteln und Naturheilverfahren. Naturheilkundliche Verfahren sind traditionell in verschiedenen Kulturkreisen auf der ganzen Welt verwurzelt. Wenn es zu körperlichen Beschwerden oder Erkrankungen kommt, gehen Experten der Naturheilkunde regelmäßig davon aus, dass das harmonische Gleichgewicht im menschlichen Organismus ursächlich gestört ist. Das Ziel vieler Verfahren der Naturheilkunde besteht deshalb darin, dieses natürliche Gleichgewicht im Körper sanft und nebenwirkungsarm auf natürliche Weise wiederherzustellen.

Häufig werden alternative Heilverfahren unterstützend und begleitend zu Therapien der klassischen Medizin eingesetzt.

NATURHEILVERFAHREN HABEN OFT EINE GANZHEITLICHE AUSRICHTUNG

Verschiedenste Verfahren im Bereich der Naturheilkunde zielen darauf ab, körpereigene Selbstheilungskräfte und Ordnungskräfte zu aktivieren, die helfen, bestehende Erkrankungen und Beschwerden zu bekämpfen. Natürliche Heilverfahren sind meist ganzheitlich ausgerichtet und umfassen Körper, Geist und Seele gleichermaßen. In einigen Naturheilverfahren kommen natürliche Heilmittel im Rahmen der Behandlung zur Anwendung.

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NATURHEILMITTEL IN DER THERAPEUTISCHEN ANWENDUNG

Unter den Begriff Naturheilmittel fallen neben therapeutisch eingesetzten Substanzen auch ortsgebundene Mittel. Aber auch physikalische Bedingungen, wie z.B. heiße Quellen, zählen zu den Naturheilmitteln. Verschiedene Naturheilverfahren setzen gezielt Naturheilmittel ein oder kombinieren sie, um die Gesundheit zu fördern oder wiederherzustellen.

Naturheilmittel in der Anwendung

  • Heilpflanzen
  • Bestandteile der Nahrung
  • Heilwässer
  • Natürliche Mineralien
  • Weitere ortsgebundene Mittel wie z.B. Moorpackungen
  • Temperaturen
  • Klimatische Faktoren
  • Mechanische Kraftwirkungen
  • Bewegungen u.a.

Übersicht zu Verfahren der Naturheilkunde

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ANERKANNTE NATURHEILVERFAHREN

Die klassische Naturheilkunde geht bis auf die römisch-griechische Antike zurück und umfasst Verfahren mit wissenschaftlich anerkannten Wirkungsweisen. Klassische Naturheilkundliche Behandlungen erhalten Patienten auf ärztliche Verordnung hin.

Die klassischen Verfahren vereint die Kneipp-Kur. Als ganzheitliches 5-Säulen-Konzept sind Phytotherapie, Hydrotherapie, Thermotherapie, Ordnungstherapie und Ernährungstherapie in der Kneipp-Kur vereint.

Aber sie haben auch einzeln angewendet, einen großen therapeutischen Nutzen für den Patienten. Viele anerkannte Naturheilverfahren kommen bei der gesundheitlichen Vorsorge und bei der Rehabilitation nach Operationen oder Erkrankungen zur Anwendung.

Klassische Therapien der Naturheilkunde

Erweiterte naturheilkundliche Verfahren

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Welche Kosten zahlt die Krankenkasse?

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KOMPLEMENTÄRMEDIZINISCHE VERFAHREN

Neben den klassischen und erweiterten Verfahren der Naturheilkunde gibt es eine Vielzahl von Komplementärmedizinischen Verfahren. Einige davon wenden Ärzte mit einer entsprechenden Zusatzausbildung ergänzend zur schulmedizinischen Behandlungsform an. Verschiedene komplementärmedizinische Verfahren werden auch von Heilpraktikern und Therapeuten mit einer Zusatzausbildung angeboten.

Insgesamt fallen alle Behandlungen und Verfahren unter den Begriff Komplementärmedizin, die sich als naturheilkundlich bezeichnen. Zu den komplementärmedizinischen Verfahren zählen:

Weitere komplementärmedizinische Verfahren der Naturheilkunde

  • Aromatherapie
  • Atlaslogie
  • Bach-Blüten-Therapie
  • Bioresonanztherapie
  • Elektroakupunktur nach Voll
  • Enzymtherapie
  • Homotoxikologie
  • Hypnose
  • Kinesiologie
  • Klostermedizin (Hildegard-Medizin)
  • Oligotherapie
  • Organotherapie
  • Pilzheilkunde (Mykotherapie)
  • Shiatsu
  • Spagyrik
  • Reiki
  • Rolfin (Strukturelle Integration)
  • Thermoregulationsdiagnostik
  • Traditionelle Tibetische Medizin (TTM)
  • u.a.

Abgrenzung der Naturheilverfahren

UNTERSCHEIDUNG VERSCHIEDENER NATURHEILVERFAHREN

Unter der Bezeichnung Naturheilverfahren werden zahlreiche Behandlungsmethoden angeboten. Doch nicht alle Verfahren werden von der konventionellen Medizin anerkannt. Anerkannt sind solche Naturheilverfahren, die den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit erbracht haben.

Bei angewandten Naturheilverfahren wird von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich zwischen ärztlichen Verfahren und nicht-ärztlichen Verfahren auf Grundlage des Heilpraktiker-Gesetzes unterschieden. Behandlungsmethoden der Schulmedizin werden von Ärzten mit spezieller Zusatzausbildung im Bereich der Naturheilverfahren oft mit klassischen Therapien bei Notwendigkeit kombiniert.

Zunehmend zählen sich aber auch solche Angebote zum Bereich der Naturheilkunde, die eher esoterisch orientiert sind oder denen persönliche Interessen, Ideen oder theoretische Konzepte zugrunde liegen. Für diese Leistungen übernehmen die meisten gesetzlichen und privaten Krankenkassen keine Leistungen, so dass die Kosten bei Inanspruchnahme grundsätzlich selbst getragen werden müssen.

Wann übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für Naturheilverfahren?

KOSTENÜBERNAHME FÜR ANERKANNTE NATURHEILVERFAHREN NACH MASSGABE

Die Behandlungskosten von anerkannten Naturheilverfahren übernehmen oder bezuschussen gesetzliche Krankenkassen nach ärztlicher Verordnung in der Regel ohne Probleme. Bei der Behandlung durch einen Heilpraktiker übernehmen allerdings nur wenige gesetzliche Krankenkassen die Kosten einer Naturheilbehandlung. Wenn die eigene Krankenkasse nicht zahlt, muss der Versicherte die Behandlungskosten selbst tragen.

Private Krankenversicherungen erstatten bei medizinischer Notwendigkeit meist auch die Kosten für Behandlungen mit Naturheilverfahren durch Heilpraktiker in der Höhe, die tariflich mit dem Versicherten vereinbart ist. Aber auch Private Krankenversicherer erstatten nicht die Behandlungskosten für jedes Naturheilverfahren. Welche Naturheilverfahren Private Krankenversicherungen übernehmen, wird im Hufelandverzeichnis geregelt. Darin sind alle naturheilkundlichen Verfahren, die von Privatversicherern anerkannt sind, aufgelistet. Private Krankenversicherungen erkennen im Vergleich zu gesetzlichen Krankenversichern einige Naturheilverfahren mehr als erstattungsfähig an.

Gesetzlich und privat Versicherte können für naturheilkundliche Leistungen auch entsprechende Zusatzversicherungen abschließen. Neben den Privaten Krankenversicherungen bieten auch einige gesetzliche Kassen Versicherten eine Zusatzversicherung für Naturheilkunde an.

Im Zweifelsfall empfiehlt sich deshalb vor einer naturheilkundlichen Behandlung die Rücksprache mit der Krankenkasse.

Text: Katja Schulte Redaktion
Datum: 11/2016 | aktualisiert 11/2020

HINWEIS 

IN ALLEN BELANGEN, DIE EINE NATURHEILBEHANDLUNG BETREFFEN, WENDEN SIE SICH BITTE AN IHREN ARZT, HEILPRAKTIKER, THERAPEUTEN ODER AN IHRE KRANKENKASSE. WEITERE HINWEISE ZU GESUNDHEITSINFORMATIONEN FINDEN SIE HIER 

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