CBD oder Cannabidiol ist ein Cannabinoid, das aus derselben Pflanze gewonnen wird wie THC. Der Konsum von Cannabis mit THC fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und ist in Deutschland verboten. CBD hat im Gegensatz zu THC jedoch keine psychoaktive, berauschende Wirkung.

CBD ist ein Bestandteil der Hanfpflanze

AUCH CBD ZÄHLT ZU DEN CANNABINOIDEN

CBD ist Cannabidiol, ein Bestandteil der Hanfpflanze. Genauso wie THC (Tetrahydrocannabinol) ist es ein Cannabinoid. Allerdings hat CBD keine psychoaktive Wirkung. Es wirkt teilweise sogar genau gegensätzlich zu THC. Das handelsübliche CBD gewinnen die Hersteller aus weiblichen Hanfsamen. Dabei kommen vor allem Sorten zum Einsatz, wie Cannabis sativa oder Cannabis indica, die einen hohen CBD-Anteil haben. Es gibt mittlerweile auch Sorten, die frei von THC sind. THC ist eine psychoaktive Substanz, die für Rauschzustände nach dem Konsum von Cannabis verantwortlich ist. Ein hochwertiges CBD-Öl wird aus CBD-Extrakt hergestellt, das in Hanfsamenöl gelöst ist. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede. Einige Öle enthalten lediglich zwei Prozent CBD-Extrakt, andere bis zu 20 oder 30 Prozent. Welche Konzentration letztendlich hilft, hängt auch davon ab, wofür das Öl eingesetzt werden soll. Bei Schlafstörungen hilft meist schon ein CBD-Öl mit fünfprozentiger Konzentration, während schwere Erkrankungen eine höhere Konzentration erfordern.

Was ist der Unterschied zwischen CBD und THC?

WIRKUNGSWEISEN SIND UNTERSCHIEDLICH

Beide Substanzen, sowohl das THC wie auch das CBD, zählen zu den Cannabinoiden. Sie haben allerdings sehr unterschiedliche Wirkungen.

CBD THC
unterdrückt Rauschzustände oder mildert sie zumindest ab löst einen Rausch aus
hemmt das Hungergefühl und hilft gegen Heißhungerattacken regt den Appetit an und hilft gegen Appetitlosigkeit bei Krebspatienten
wirkt angstlösend, dämmt Panikattacken und Stress ein, ist hilfreich bei Depressionen, hebt die Stimmung kann Psychosen und Angstzustände auslösen
fördert die Gedächtnisleistung und Konzentration, gibt dem Gehirn Energie hemmt die Gedächtnisleistung

Welche Dosierung für Cannabidiol ist richtig?

CBD-Öl

CBD-Öl kann bei verschiedenen Beschwerden lindernd wirken

 CBD IST INNERLICH UND ÄUSSERLICH ANWENDBAR

CBD ist ein Wirkstoff, der sowohl innerlich wie äußerlich eine positive Wirkung hat. Er kann bei den verschiedensten Krankheiten und Beschwerden helfen, diese zumindest lindern oder sogar heilen. Je nach der Intensität der Beschwerden kann allerdings die Dosis unterschiedlich sein. Wie schnell und wie lange das CBD im Körper wirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. CBD-Öl ist frei verkäuflich, wenn im Produkt ein THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent eingehalten wird und beim Verkauf keine gesundheitlichen Wirkungen versprochen werden. In anderen Ländern sieht das etwas liberaler aus. In Barcelona beispielsweise gibt es eine Klinik, die auf CBD-Therapien spezialisiert ist.

Wie wirkt CBD-Öl im menschlichen Körper?

CANNABIDIOL DOCKT AN SPEZIELLE REZEPTOREN AN

Der menschliche Körper verfügt über ein eigenes Endocannabinoid-System. Mit diesem System geht das Cannabidiol (CBD) aus der Hanfpflanze eine Verbindung ein. Von dort aus entfaltet es in vielen Körperbereichen seine positive Wirkung. Dazu dockt es an verschiedenen Rezeptoren an, die unter anderem im Nervensystem oder im Magen-Darm-Trakt vorhanden sind. Auch in anderen Körperbereichen gibt es solche Rezeptoren, was die breite Wirkungsweise von CBD-Öl erklärt.

Welche Effekte hat das Cannabidiol?

CBD ZEIGT EIN BREITES SPEKTRUM

CBD wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd, weshalb es bei chronisch entzündlichen Krankheiten zum Einsatz kommt. Auch bei anderen Schmerzen, wie beispielsweise Migräne hat sich der Wirkstoff bewährt. Es reduziert die Einnahme von Schmerzmitteln deutlich, was weitere positive Effekte auf den Körper hat.

Was ist Medizinisches Cannabis?

THERAPEUTISCHE EINSATZGEBIETE

Medizinisches Cannabis besteht zu etwa gleichen Teilen aus THC und CBD. Es kommt vor allem in der Krebstherapie zum Einsatz, wo es die Nebenwirkungen der Chemotherapie lindern und den Patienten helfen kann. Das medizinische Cannabis lindert Schmerzen und dämpft darüber hinaus Entzündungen der Schleimhäute. Zudem soll es in der Lage sein, Krebszellen zu schwächen. Das macht die Zellen empfänglicher für die Chemotherapie und trägt dazu bei, dass sie sich besser bekämpfen lassen. Auch bei Multipler Sklerose kommt medizinisches Cannabis zum Einsatz, ebenso bei Morbus Crohn, Epilepsie, neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz und bei Diabetes.

CBD-Öl oder CBD-Extrakt hat außerdem folgende Eigenschaften:

  • angstlösende und beruhigende Wirkung
  • Hilfe bei Stress
  • schlaffördernd
  • Hilfe bei Depressionen
  • wirkt stimmungsaufhellend
  • hilft bei Magenverstimmungen
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • positive Wirkung auf den Blutdruck
  • wirkt entkrampfend
  • wirkt lindernd bei Herzrasen
  • hilft bei Übelkeit und Erbrechen
  • wirkt appetithemmend
  • kann hilfreich sein bei Akne
  • kann sich bei Tumoren hemmend auf das Wachstum auswirken

Anhand der Beispiele ist leicht zu erkennen, dass CBD sehr vielseitig ist.

Die unterschiedlichen Konzentrationen von CBD-Öl

AUF DIE DOSIERUNG KOMMT ES AN

Im Handel sind unterschiedliche CBD-Öle erhältlich. Es macht jedoch keinen Unterschied, ob CBD-Öl eine Konzentration von zwei oder fünf Prozent hat. Es kommt auf die Dosierung an. Bei schwerwiegenden Erkrankungen ist natürlich eine höhere Dosierung notwendig als bei geringfügigen Beschwerden oder bei der vorbeugenden Einnahme.

Fünf Tropfen CBD-Öl mit zwei Prozent haben die gleiche Konzentration wie zwei Tropfen mit einer fünfprozentigen Konzentration.

Anwendung CBD-Öl

Für die tropfenweise orale Aufnahme ist die kleine Pipette bestens geeignet. Damit lässt sich das CBD Öl sehr genau dosieren.

TIPP: Wer zum ersten Mal CBD-Öl einnimmt, sollte unbedingt mit einer niedrigen Dosierung beginnen. Der Körper muss sich zunächst an den Wirkstoff gewöhnen. Es ist zu empfehlen, mit einem CBD-Öl mit fünf Prozent zu beginnen. Drei Tropfen davon am Abend unter die Zunge geträufelt sind für den Anfang genug. Bereits nach wenigen Tagen lässt sich die Dosierung bei guter Verträglichkeit erhöhen. Die Dosis lässt sich problemlos weiter erhöhen, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt. Mit der Zeit kann ein höher dosiertes CBD-Öl empfehlenswert sein.

Abbildung 3: Für die tropfenweise, orale Aufnahme ist eine kleine Pipette bestens geeignet. Damit lässt sich das CBD-Öl sehr genau dosieren.

Welche Nebenwirkungen kann CBD-Öl haben?

KEIN CBD-ÖL IN DER SCHWANGERSCHAFT UND STILLZEIT

Wie jeder Wirkstoff so kann auch CBD-Öl Nebenwirkungen auslösen, denn jeder Mensch reagiert anders. Bei empfindlichen Menschen kann es zu Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel kommen. Mundtrockenheit oder ein niedriger Blutdruck können ebenfalls auftreten. Die Nebenwirkungen treten meist auf bei einer zu hohen Dosierung auf. Deshalb ist es sehr wichtig, mit einer geringen Dosis anzufangen.

Schwangere und Stillende sollten CBD-Öl nicht verwenden, denn die Wirkung auf den Embryo ist noch nicht erforscht.

Autor: Sven Hartung 08/2020

ARD Mediathek. Wie gesund ist Cannabidiol? BR Fernsehen 30.03.2019

Vera Ecker. Wirkungsdauer – Wie lange und wie schnell wirkt CBD? CBDVITAL Magazin 23.01.2020

Ärzteblatt. Neue Kurzinformation zu medizinischem Cannabis erschienen. 26.03.2020

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

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