Die Wechseljahre sind für manche Frau mit Problemen verbunden

Die Zeit zwischen Ende 40 und Anfang 50 ist für viele Frauen eine besondere: In diesem Zeitraum beginnen die Wechseljahre. Die fruchtbare Phase im Leben der Frau neigt sich ihrem Ende zu und damit einhergehend stellen die Eierstöcke langsam die Produktion weiblicher Sexualhormone ein. Da die Hormone eine Vielzahl an Funktionen im Körper übernehmen, geht dies oft mit diversen Symptomen einher. Während manche Frauen problemlos durch die Menopause kommen und sich wunderbar fühlen, haben andere Probleme damit, ihren Tag zu bewältigen. So wie jeder Mensch individuell ist, können auch die Wechseljahre sehr unterschiedlich erlebt und wahrgenommen werden.

Im Folgenden sollen die geläufigsten Symptome aufgezählt werden, die damit einhergehen.

Hitzewallungen und Schweißausbrüche

Hitzewallungen sind dadurch gekennzeichnet, dass die Blutgefäße sich schubweise weiten. Dies führt zu einer verstärkten Durchblutung und Schweißausbrüchen. Oft kündigen sie sich durch sogenannte aufsteigende Hitze an, einhergehend mit einem allgemeinen Unbehagen und leichtem Kopfdruck. Anschließend breitet sich die Hitzewelle über Gesicht, Hals und Oberkörper aus. Diese Hitzewallungen dauern in der Regel zwischen einer halben Minute und mehreren Minuten. Treten sie häufig während der Nacht auf, kann dies den Tiefschlaf verhindern und den Schlaf-Wach-Rhythmus stören. Sie sind das häufigste Symptom der Menopause – etwa 85 Prozent der Frauen leiden darunter. Glücklicherweise gibt es verschiedene Methoden der Selbsttherapie, die helfen können. Doch auch von allein gehen die Hitzewallungen meist nach vier bis fünf Jahren wieder zurück.

Depressionen und Stimmungsschwankungen

Da die Hormone auch Auswirkung auf die Neurotransmitter im Gehirn haben, können die Wechseljahre ebenfalls mit verschiedenen psychischen Symptomen einhergehen. Östrogene haben insgesamt eine stimmungsaufhellende und aktivierende Wirkung. Fallen sie weg, kommt es mitunter zu depressiven Verstimmungen bis hin zu ausgeprägten Depressionen in den Wechseljahren. Andere Frauen werden reizbar, unausgeglichen und angespannt. Auch die Veränderung von Lebensumständen kann sich stark auf das psychische Wohlbefinden auswirken. Da die Zeit der Wechseljahre oft auch von privaten und beruflichen Umbrüchen geprägt ist, sind beide Faktoren schwer voneinander zu trennen. Frauen, die länger als zwei Wochen unter starken Beschwerden leiden, sollten sich daher unbedingt professionelle Unterstützung suchen. Bei leichteren depressiven Verstimmungen kann auch ein pflanzliches Präparat mit Johanniskraut Linderung verschaffen.

Gewebeschwund der Schleimhaut

Durch die hormonelle Umstellung passiert es, dass die Schleimhäute im Genitalbereich dünner und trockener werden. Die Scheide fühlt sich daher oft weniger feucht an und ist leichter verletzlich. Dadurch ist auch das Infektionsrisiko erhöht. Außerdem beeinflussen die Hormonveränderungen die Libido, die sich verringern kann. Diese beiden Faktoren wirken sich bei vielen Frauen auf die sexuelle Zufriedenheit aus. Im Falle der Scheidentrockenheit kann man allerdings mit frei verkäuflichen Gleitmitteln und Cremes Abhilfe schaffen.

Zwischenblutungen

Meist kündigt sich das Einsetzen der Wechseljahre dadurch an, dass die Zyklen unregelmäßiger werden und die Periode häufiger ganz ausbleibt. Außerdem wird die Gebärmutterschleimhaut immer weniger aufgebaut. Sie ist insgesamt dünner und die Blutgefäßwände werden labiler. Aus diesem Grund kommt es manchmal zu Zwischenblutungen. Auch wenn diese ein recht häufiges Begleitsymptom der Menopause sind, sollten sie stets durch einen Arzt oder eine Ärztin abgeklärt werden.

Gewichtszunahme und Veränderungen der Figur

Nimmt der Östrogenspiegel ab, verändert sich auch insgesamt die hormonelle Zusammensetzung. Dadurch, dass Frauen während und nach den Wechseljahren eine höhere Konzentration an Testosteron haben, werden überschüssige Pfunde nun anders verteilt. Haben sie sich früher vor allem an den Oberschenkeln, am Po und an den Hüften angelagert, findet man Fettgewebe nun vermehrt am Bauch.

Außerdem sinkt im Alter der Gesamtumsatz an Kalorien: Muskeln werden abgebaut und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Dies führt bei vielen Frauen zu einer Gewichtszunahme. Mit ausreichend Bewegung und einer angepassten Ernährungsweise kann man diesbezüglich jedoch gut entgegenwirken.

Autor: Sebastian Schmidt
Datum: 14.11.2022

Bildquellen: ©Jose Antonio Alba@pixabay.com (CCO Creative Commons Lizenz)

Quellen und weiterführende Links:

  • Dr. Martina Melzer. Apothekenumschau. Johanniskraut: Pflanzliches Mittel gegen Depressionen. aktualisiert am 30.12.2019
  • Tena. Wechseljahre und Depressionen. Was Du darüber wissen solltest.

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