Zertifizierte Ernährungsberater – Wen bezuschusst die Krankenkasse?

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Zertifizierte Ernährungsberater – Wen bezuschusst die Krankenkasse?

Ernährungsberater benötigen spezielle Qualifikationen

NUR WENIGE BERUFSZWEIGE WERDEN BISLANG ZUGELASSEN

Zertifizierte Ernährungsberater verfügen über fundierte Fachkenntnisse und können diese Qualifikation mit einem entsprechenden Zertifikat oder einer Registrierung nachweisen, die gesetzliche Krankenkassen auch anerkennen. Die Berufsgruppen, die entsprechende Qualifikationsvoraussetzungen mitbringen, sind in Deutschland aktuell eingeschränkt und werden ab 2020 deutlich erweitert.

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Anerkannt im Ernährungsbereich sind von gesetzlichen Krankenkassen staatlich anerkannte Diätassistenten. Der Beruf der Diätassistentin hat zusammen mit Absolventen verschiedener Studiengänge die Möglichkeit, mit einer speziellen Weiterbildung die Zusatzqualifikation zur zertifizierten Ernährungsberatungsfachkraft zu erwerben. Möglich ist die Zertifizierung zum Ernährungsberater bis 2020 nach einer entsprechenden Fortbildung somit auch für Oecotrophologen und Ernährungswissenschaftler sowie für Absolventen der Studiengänge Ernährungs- und Hygienetechnik und Ernährung und Versorgungsmanagement in Verbindung mit bestimmten Schwerpunkten. Mediziner benötigen einen Fortbildungsnachweis entsprechend dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin, erst dann können sie als zertifizierte Ernährungsberater mit gesetzlichen Krankenkassen kooperieren.

Ab dem 01. Oktober 2020 werden die Qualifikationsvoraussetzungen erweitert und es kommen dann alle Fachkräfte für einen Zertifikatserwerb in Betracht, die einen staatlich anerkannten ernährungsbezogenen Berufsabschluss oder Studienabschluss haben und verschiedene Mindeststandards nachweisen können. Erforderlich ist der Nachweis fachwissenschaftlicher Kompetenz und/oder fachpraktischer Kompetenz und/oder fachübergreifender Kompetenz in jeweils bestimmtem Umfang. Die Kompetenzen können aus folgenden Fachgebieten einzeln nachgewiesen oder kombiniert werden:

  • Fachwissenschaftliche Kompetenz aus dem Bereich Ernährung, Medizin, Ernährungsmedizin, Pädagogik, Psychologie
  • Fachpraktische Kompetenz in Theorie und Praxis der Lebensmittelkunde oder Warenkunde
  • Fachübergreifende Kompetenz mit Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention

ANERKANNTE FACHVERBÄNDE

Von den gesetzlichen Kassen anerkannte zertifizierte Ernährungsberater gehören in der Regel einem der folgenden Fachverbände an:

  • Berufsverband Oecotrophologie e.V. (VDOE)
  • Bundesverband deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM)
  • Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG)
  • Deutsche Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater e.V. (QUETHEB)
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung – Ernährungsberater (DGE)
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)
  • Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e.V. (VDD)
  • Verband für Ernährung und Diätik e.V. (VFED)
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NACHGEWIESENE FACHKENNTNISSE 

Zertifizierte Ernährungsberater können fundierte Fachkenntnisse auf folgenden Gebieten nachweisen:

  • Ernährungswissenschaft
  • Ernährungsmedizin
  • Biochemie
  • Pathophysiologie
  • Diätetik
  • Lebensmittelkunde
  • Kommunikation
  • Betriebswirtschaft & Selbstmanagement

QUALITÄTSSICHERUNG IN DER ERNÄHRUNGSBERATUNG

Festgelegt werden die verbindlichen Regeln im bundesweit gültigen Leitfaden Prävention, den die Verbände der Krankenkassen mit dem GKV Spitzenverband erarbeiten. Diese Regeln gelten für Leistungen der Krankenkassen im Bereich Vorsorge und betriebliche Gesundheitsförderung. Ziel des Regelwerks  ist eine einheitliche Qualitätssicherung von Leistungen in der Ernährungsberatung.

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Förderung durch die Krankenkassen

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Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse

KOSTENÜBERNAHME VORHER MIT DER KASSE KLÄREN

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nach Maßgabe ganz oder anteilig für Versicherte, die an zertifizierten Gesundheitskursen zur Vorsorge teilnehmen oder eine ärztliche

Notwendigkeitsbescheinigung für die Ernährungsberatung vorlegen. Viele Informationen zur Kostenübernahme und zu den spezifischen Voraussetzungen finden Versicherte meist schon auf den Internetseiten vom Anbieter und Krankenversicherer. Im Zweifelsfall sollten Versicherte die Maßnahme mit der eigenen Krankenkasse absprechen, um die Kostenfrage sicher zu klären.

WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Autor: Katja Schulte Redaktion
Datum: 01/2019

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