Verbrauch von Zucker in Deutschland zu hoch

TROTZ RÜCKLÄUFIGER PRODUKTIONSZAHLEN ZU HOHER PRO KOPF VERBRAUCH

Während nach dem Branchenbericht der deutschen Zuckerindustrie im Jahr 2013 noch jeder Deutsche 32 kg weißen Zucker konsumierte, erhöhte sich der Zuckerkonsum 2017 bereits auf etwa 35 kg pro Kopf. Schon 2013 verzehrten die Bundesbürger ungefähr 600 g in der Woche und 85 g pro Tag. Damit lag der Zuckerkonsum in Deutschland bereits weit über der empfohlenen Tageshöchstmenge von 50 g, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben hat. Neueste Empfehlungen der WHO liegen noch deutlich unter diesem Wert.

Ein erhöhter Zuckerkonsum wird mit einer Vielzahl von Volkskrankheiten in Verbindung gebracht.

Zucker Produktionsprozess

HERSTELLUNG VON WEISSEM ZUCKER

Um 1 kg reinen Zucker herzustellen, werden 9 bis 10 Zuckerrüben benötigt. Etwa 1 Quadratmeter Anbaufläche ist für diese Menge erforderlich.

Zur Herstellung von weißem Zucker werden zunächst die gereinigten und zerkleinerten Zuckerrüben in Extraktionstürmen mit heißem Wasser versetzt. Kalkmilch bindet die Nichtzuckerstoffe im Saft. Es entsteht ein geklärter Dünnsaft.

Geklärter Dünnsaft ist von hellgelber Farbe und enthält einen Anteil von etwa 16% Saccharose. In verschiedenen Verdampfungsstufen wird dem Dünnsaft Wasser entzogen, bis nach der Klärung ein Dicksaft entstanden ist. Anschließend werden dem Dicksaft Impfkristalle zur Kristallisation zugefügt.

Zentrifugen trennen die Kristalle vom anhaftendem Sirup, der auch Melasse genannt wird. Die nochmalige Lösung und Kristallisation ergeben schließlich einen besonders reinen weißen Zucker (Raffinade), der unter dem Begriff Haushaltszucker im Handel ist.

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Rohstoffe für Zuckerherstellung

PFLANZEN FÜR DIE ZUCKERGEWINNUNG

Rohstoffe für verschiedene Zuckerprodukte liefern unterschiedliche Pflanzen aus vielen Teilen der Erde. Die fertigen Produkte werden in vielen Formen und Feinheitsgraden angeboten. Im Kaloriengehalt unterscheiden sie sich nicht. Jeder Rohstoff besitzt etwa 400 Kalorien auf 100 g.

ROHSTOFFLIEFERANTEN – ZUCKERANTEILE

  • Rohrzucker: Gewinnung aus dem Saft des Zuckerrohrs
  • Rübenzucker: Gewinnung aus dem Saft der Zuckerrübe. Der Zuckeranteil beträgt bis zu 20 %
  • Ahornzucker: Gewinnung aus dem Saft des Zuckerahorns mit einem Anteil von etwa 5 % Saccharose
  • Palmzucker: Gewinnung des austretenden Blutungssaftes aus den angeritzten Blütenstandstielen bestimmter Palmenarten. Der Saft mit 15 % Saccharose wird in flüssiger, eingedickter oder getrockneter Form verwendet
WICHTIGE HINWEISE ZU GESUNDHEITSTHEMEN

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte beachten Sie hierzu die weiteren Hinweise zu Gesundheitsthemen

Dieter W. van der Poel, Hubert Schiweck, Thomas Schwartz: Zuckertechnologie, Rüben- und Rohrzuckerherstellung. Bartens, Berlin 2000

NGG. 2014 Branchenberichte Zucker

https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaftliche-produkte/wie-werden-unsere-lebensmittel-erzeugt/pflanzliche-produkte/zucker

WHO. Zuckeraufnahme für Erwachsene und Kinder

Autor: Katja Schulte Redaktion | Datum: 01/2018 aktualisiert 04/2021

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